Ismakogie: Beschwerdefrei durch den Tag und Rückenbeschwerden im Job vermeiden

Die Zahlen sind alarmierend, doch die Bewegungslehre Ismakogie hat die Lösung parat: Rund 40 Millionen Fehltage bedingt durch Rückenschmerzen wurden im Jahr 2014 deutschlandweit verzeichnet. Rückenprobleme gelten hierzulande als Volkskrankheit und sind vor allem in der westlichen Gesellschaft sehr verbreitet. Die Zunahme von Büroarbeitsplätzen und ein bewegungsarmes Umfeld fördern das Auftreten von Rückenschmerzen. Lesen Sie hier, was Sie bei der Arbeit für Ihre Rückengesundheit tun können, welche Maßnahmen von Arbeitgeber, Rentenversicherung und der Krankenkasse unterstützt werden und wie Sie mithilfe der Ismakogie Rückenschmerzen bei der Arbeit vorbeugen können.

Mit Ismakogie den Rückenbeschwerden Beine machen

Die aktuellen Zahlen sind erschreckend: Jeder dritte Arbeitnehmer leidet unter Rückenschmerzen. Die häufigsten Ursachen für ‚Kreuzprobleme‘ sind ein Mangel an Bewegung, einseitige Belastungen und eine falsche Haltung. Rückenprobleme resultieren aus einer Inaktivität bestimmter Muskelgruppen, wohingegen Ihre Gegenspieler zu ausgeprägt sind. Dieses muskuläre Ungleichgewicht sorgt für Rückenbeschwerden, die sich insbesondere während des Arbeitstags bemerkbar machen.

Die Zunahme des tertiären Dienstleistungssektors hat zu einem Anwachsen der Büroarbeitsplätze geführt und gerade dort ist abwechslungsreiche Bewegung kaum möglich. Wer täglich mehrere Stunden in der gleichen Position vor dem Bildschirm sitzt, klagt häufig über Rückenbeschwerden. Ein erprobtes Mittel gegen Rückenbeschwerden ist Bewegung: Hierbei kommt es vor allem auf den richtigen Bewegungsablauf an, der beispielsweise bei der Lehre der Ismakogie eingeübt wird.

Sorgen Sie für mehr Dynamik im Berufsalltag und erleben Sie den Tag beschwerdefrei – denn nur so lässt sich auch der Feierabend richtig genießen. Ein gesunder Rücken fördert nicht nur das Wohlbefinden, sondern sorgt ebenfalls für eine gesteigerte Leistungsfähigkeit in Beruf und Freizeit.

Aus diesem Grund ist in erster Linie ein Plus an Bewegung wichtig. E-Mails oder Telefonate können durch ein persönliches Gespräch mit dem Kollegen im anderen Raum ersetzt werden. Auf diese Weise kommt Schwung in den Büroalltag und auch die Muskeln und Gelenke können sich vom einseitigen Sitzen erholen. Spaziergänge in der Pause oder Treppensteigen anstatt Liftfahren sind weitere interessante Alternativen, die sich bewährt haben, um Rückenschmerzen effektiv einzudämmen.

Das Arbeitsumfeld rückgengerecht gestalten

Wer rückenbewusster Arbeiten möchte, sollte sich ebenfalls bei der Gestaltung des Arbeitsumfelds aktiv zeigen. Auch hier ist Dynamik essentiell: Ein höhenverstellbarer Bildschirm lässt sich individuell an die Anforderungen und Größe des jeweiligen Bedieners anpassen und vermeidet so eine falsche bzw. einseitige Kopf- und Nackenhaltung.

Zudem sollte die bewegliche Rückenlehne eines Schreibtischstuhls nicht fest gestellt werden, da sie durch ihre Mobilität den Rücken gerade da stützt, wo er es am meisten benötigt. Verzichten Sie bei der Handhabung der Maus dagegen auf zu viel Bewegung. Hierbei sollte der Unterarm ruhig auf dem Tisch aufliegen und die Hauptbewegung aus dem Handgelenk kommen. Auf diese Weise werden einseitige Verspannungen im Schulterbereich verlässlich vermieden.

Auch bei der Wahl der Büromöbel sollte in erster Linie auf ergonomische Aspekte Wert gelegt werden und hier gilt aufs Neue: Bewegung ist der Schlüssel zum beschwerdefreien Rücken! Kleiner Tipp gefällig? Beim Krankenrückkehrgespräch nach einer Krankheit ist eine gute Gelegenheit, dem Arbeitgeber den Vorschlag für die gesundheitsfördernde Büromöbel zu unterbreiten. Letzten Endes hat auch der Arbeitgeber ein großes Interesse an der Gesundheit des Arbeitnehmers. Insbesondere im Rückkehrgespräch versucht der Personaler oder sogar der Chef selbst Möglichkeiten zu finden, den Krankenstand positiv zu beeinflussen.

Video: Ismakogie nach Anne Seidel

Arbeitgeber, Krankenkasse und Rentenversicherung: Welche Förderungen gibt es für einen gesunden Rücken?

Bei der ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes ist der Arbeitgeber zunächst der Hauptansprechpartner. Die Anschaffung von höhenverstellbaren, ergonomischen Stühlen fürs Büro liegt auch im Interesse des Arbeitgebers, denn nur Mitarbeiter, die gut sitzen, arbeiten auch gut – hier lohnt sich nachfragen in jedem Fall.

Rückenfreundliche Stühle entlasten nicht nur das Rückgrat, sondern sorgen auch für einen dynamischen Sitz. Das bedeutet, dass sich Sitz und Rückenlehne koordiniert bewegen und den Bewegungen des Körpers automatisch folgen. Höhenverstellbare Armstützen, eine bewegliche Rückenlehne sowie eine verstellbare Sitzfläche sorgen für bequemen Sitzkomfort bei der Arbeit.

Eine weitere Methode des ergonomischen Sitzens sind Hocker ohne Rückenlehne mit verstellbarer und flexibler Stütze der Sitzfläche. Aufgrund der stetigen Instabilität muss der Rücken diese Bewegungen ausgleichen und bleibt selbst dynamisch. Mithilfe solcher Sitzhocker und ergonomischer Schreibtischstühle können Rückenbeschwerden bei der Arbeit eingedämmt und sogar eliminiert werden.

Viele Arbeitgeber setzten bereits selbstständig auf ergonomische Arbeitsplätze, da zunehmend die Relevant der Gesundheit der Mitarbeiter erkannt wird. Vor allem Rückenschmerzen sind hierbei ein Leiden, dem mit rückengerechten Büromöbeln effektiv vorgebeugt werden kann.

Für Leistungen, die Ihr Arbeitgeber nicht übernimmt, gilt generell die Faustregel: Erkundigen Sie sich bei der jeweiligen Rentenversicherung über etwaige Möglichkeiten der Unterstützung am Arbeitsplatz. Während die Rentenversicherung für alle den Arbeitsplatz betreffenden Förderungen zuständig ist, kümmern sich die Krankenkassen hingegen um private Präventionsmaßnahmen außerhalb des beruflichen Umfelds.

Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund beispielsweise können Anträge für die Anschaffung eines höhenverstellbaren Schreibtisches gestellt werden. Der Vorteil eines höhenverstellbaren Schreibtisches besteht in seiner Flexibilität: Je nach Laune und Wohlfühlfaktor kann an solchen Tischen im Stehen oder im Sitzen gearbeitet werden. Durch die Dynamik wird der Rücken nachhaltig entlastet und eventuellen Rückgratschmerzen vorgebeugt. Solche Leistungen der Rentenversicherung zur Teilhabe am Arbeitsleben sind allerdings oftmals mit ärztlichen Gutachten verbunden, ein Antrag lohnt sich dennoch oftmals.

Viele gesetzliche und private Krankenkassen setzen bei Rückenbeschwerden auf Präventionsmaßnahmen. Unter diese fallen beispielsweise Kostenübernahmen nach der erfolgreichen Teilnahme an Rückenschul- oder Rückengymnastikkursen. Auch Pilates, Yoga und Ismakogie zählen zu bewährten Maßnahmen, um die Rückengesundheit zu fördern.

Infografik: Krankenstände in Deutschland

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Besonders die Bewegungslehre der Ismakogie hat sich bewährt, um Rückenschmerzen effektiv vorzubeugen und im Ernstfall zu lindern. Die Ismakogie rückt die natürlichen Bewegungsabläufe in den Fokus: Richtiges Stehen und Gehen, eine optimale Sitzhaltung und rückengerechtes Heben und Tragen wird in dieser Bewegungslehre eingeübt, die einen positiven Effekt auf die gesamte Körperhaltung hat. Wer sich körpergerecht bewegt, verringert auf Dauer Verspannungen. Ismakogie ist demnach eine wirkungsvolle Präventivmaßnahme, welche aber auch bei akuten Rückenbeschwerden eingesetzt werden kann.

Oftmals werden von den Krankenkassen auch Zuschüsse zu Fitnessstudiomitgliedschaften, spezifischen Gerätetrainings oder zu Nordic Walking Kursen angeboten. Das Angebot der Zuzahlungen ist dabei von der jeweiligen Krankenkasse abhängig. Auch hier sollten individuelle Erkundigungen Aufschluss über die Möglichkeiten der finanziellen Hilfe durch die Krankenkasse bringen.

Infografik: Depressionen nach Bundesländern

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Selbsttherapie bei der Arbeit durch Ismakogie und mehr

Mit Rückenbeschwerden können Arbeitstage zu einer langen Qual werden. Hier ist Eigeninitiative gefragt! Auch wenn alle möglichen Maßnahmen getroffen wurden, um das Arbeitsumfeld möglichst rückengerecht und ergonomisch zu gestalten, können Rückenbeschwerden bei einer produktiven Tätigkeit stören.

Hier empfiehlt es sich zunächst, die sitzende Tätigkeit zu unterbrechen. Eine kleine Auszeit vom Sitzen lindert die primären Beschwerden. Dabei muss nicht zwangsläufig auf produktive Arbeiten verzichtet werden: Botengänge bieten beispielsweise eine gute Gelegenheit, um sich zu bewegen. Auch kleine Gymnastikübungen, beispielsweise aus der Bewegungslehre der Ismakogie, können zwischendurch lindernde Abhilfe schaffen: Schulterrollen, Armkreisen und Strecken sind wirksame Übungen, die bei der Arbeit akute Rückenbeschwerden beruhigen.


Bildnachweis: © Fotolia – Jeanette Dietl

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

6 Kommentare

  1. Kaum einer meiner Kollegen hat nicht mit Beschwerden im Rücken zu tun. Durch das lange Sitzen und gleichzeitig den Stress, kommt man gar nicht dazu, etwas für den Rücken zu machen. Das hier klingt zwar interessant, ich weiß aber nicht, ob sich das bei uns in den Alltag mit einbauen lassen würde. Immerhin stellt unsere Firma ein paar Mal im Jahr eine mobile Massage, aber das ist wirklich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

    • Hallo

      Ja leider kann ich mir das vorstellen. So gehts wohl vielen. Die Verpflichtungen werden immer mehr, nur leider wird sich dann nicht wirklich um die Gesundheit gekümmert. Ich denke du hast die Infos von unserem Beitrag gedanklich abgespeichert und kannst, sobald es dir möglich ist die Tipps auszuprobieren.

      LG

  2. Ich war lange in Behandlung wegen Rückenschmerzen und habe auch Depressionen bekommen. Ich finde, es gibt generell zu wenig Unterstützung durch den Arbeitgeber, der hat zumindest bei mir kein Interesse gezeigt. Heute arbeite ich nur noch verkürzt und ich werde mal testen, ob Ismakogie mir hier helfen kann.

    • Das freut mich total. Das du es probieren willst. ich hoffe sehr, dass du Erfolg damit hast. Ja der Arbeitgeber zeigt in vielen Fällen nur Interesse an funktionierenden Mitarbeitern. Schade, dass es leider nur dann so ist, denn das die Belastung größer wird, sicher nicht nur im privaten Bereich sondern eben meist im geschäftlichen. Ich wünsche und hoffe für dich es bringt dir was.

      LG

  3. Ariane Meisner on

    Hallo

    Ich habe jetzt zwei Fälle erlebt in einem relativ kleinen Betrieb. Eine Frau, ein Mann, die Beide ca ein Jahr lang ausgefallen sind. Beide hatten ein Gespräch mit dem Chef und Beide nehmen an einer Wiedereingliederung teil. Obs gelingt sie wieder komplett in den Betrieb zu integrieren, kann jetzt wohl noch Keiner so genau sagen. Nur ein Gespräch muss sein. Der ´Chef braucht Klarheit, wie es weitergeht und der Mitarbeiter auch.

    LG

    • Servus Ariane

      Klarheit auf beiden Seiten, halte ich auch für enorm wichtig. Jeder sollte wissen wie es für dei Zukunft aussehen soll, aussehen kann. Ist halt wie immer nur möglich, wenn man miteinander redet.

      Dankeschön für deinen Beitrag

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