Teamwork: Delegieren will gelernt sein

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Teamwork – eine der größten Herausforderungen, der wir im Berufsleben ausgesetzt sind: mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Ständig werden wir mit Aufforderungen bombardiert, die uns dazu drängen, das Gegenteil zu tun. Sei du selbst! Mach, was du willst! Strebe danach, der Beste zu sein! Nimm dir, was du willst, solange du kannst! Wer nett ist, verliert!

Teamwork: Delegieren, Verantwortung übernehmen und so

Dabei macht die Arbeit im Team meistens mehr Spaß und bringt effektivere wie auch effizientere Ergebnisse hervor. Denn schon vier Augen sehen mehr als zwei – wenn alle an einem Strang ziehen, überwiegen die Vorteile der Gruppenarbeit.

Das funktioniert allerdings nur, wenn einer das Kommando übernimmt, somit der Teamleiter ist und delegieren kann. Delegieren heißt, Aufgaben und Verantwortlichkeiten an andere Mitarbeiter zu übertragen. Und genau damit tun sich viele Menschen aus den verschiedensten Gründen schwer. Neigen Sie vielleicht auch dazu, lieber alles selbst zu machen?

Warum fällt es schwer zu delegieren?

Sie genießen es Verantwortung im Job zu haben und fühlen sich bestätigt, wenn Sie Projekte/Aufgaben in einem vorgegebenen Zeitrahmen erfolgreich abschließen. Wenn Sie trotz komplexereren Sachverhalten die Übersicht behalten sind Sie stolz auf sich. Sie haben das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben, das macht Sie glücklich und treibt Sie zu Höchstleistungen an.

Es gibt allerdings Situationen im Berufsalltag, da geht es nicht darum, das Unmögliche an Arbeitsumfang alleine bewältigen zu können. Man schafft es nicht mehr alleine und benötigt Hilfe. Dies einzusehen und auch Hilfe annehmen zu können ist eine Kompetenz!

Auch wenn Sie Angst haben dadurch die Kontrolle zu verlieren und sich nicht mehr alleine auf die Schulter klopfen können, wenn ein Plan aufgeht. Lernen Sie es zu genießen, eine Arbeit im Team zu Ende gebracht zu haben.

Arbeit abgeben und davon profitieren

Zuerst verschaffen Sie sich eine Übersicht über Themenbereiche/Aufgaben, die Sie deligieren können, d.h. nicht unbedingt selbst erledigen müssen. Seien Sie hier unbedingt ehrlich zu sich selbst! Bei vielen Dingen sind wir davon überzeugt, dass nur wir diese Arbeiten in der nötigen Schnelle und Prpfessionalität erledigen können, weil wir Angst haben zu erkennen, dass ein Mitarbeiter dies genauso oder sogar „besser“ schafft. Es gibt immer mehrere Wege die zu einem Ziel führen und durch Teamarbeit lernen Sie die Wege Ihrer Mitstreiter kennen. Vielleicht gehen Sie einen Weg gemeinsam, lernen neue Wege für Ihre eigene Arbeit kennen oder kehren ab und zu auch wieder auf Ihren Weg zurück. Sie können nur gewinnen!

Aber denken Sie nicht nur an sich! Die Ergebnisse werden noch besser werden, wenn Sie die Arbeiten an Personen mit den besten Kompetenzen delegieren. Hierzu müssen Sie die Fähigkeiten Ihrer Kollegen kennen. Nehmen Sie sich auch hierfür Zeit. Dadurch wird Ihre Sozialkompetenz und Ihre kommunikative Fähigkeit geschult.
Und nicht nur Sie profitieren davon, sondern im besten Fall wächst auch das Selbstvertrauen der Person an die Sie eine Aufgabe delegieren. Das wiederrum motiviert und hilft Ihren Mitmenschen in Zukunft noch bessere Leistungen zu erziehlen – wovon auch Sie wieder profitieren können, wenn Sie es zulassen!

Tipps: Aufgaben sinnvoll delegieren

  1. Finden Sie die Idealbesetzung: Die Arbeit sollte nicht einfach „weggeschafft“ werden, sondern an denjenigen übertragen werden, der nach Ihnen, das beste Ergebnis liefern kann.
  2. Eine klare Aufgabe formulieren: Ein ausführliches Briefing ist das A und O für eine erfolgreich erfüllte Aufgabe. Handschriftliche ToDos auf einem Post-it oder eine schnelle E-Mail ist keine korrekte Art zu delegieren. In den meisten Fällen führt dies zu Frustration des Mitarbeiters, weil er nicht genau weiß, was zu tun ist. Da das Ergebnis durch fehlendes Verständnis nicht gut ausfallen kann, müssen Sie im Nachgang Zeit investieren um Fehler zu korrigieren.
  3. Freiraum lassen: Die Aufgabenstellung sollte so formuliert sein, dass der Lösungsweg individuell bestritten werden kann. Jeder Mensch arbeitet anders.
  4. Verantwortung abgeben: Teilen Sie Ihren Kollegen mit, dass Sie Vertrauen haben und wissen was Sie können. Daher geben Sie auch die Verantwortung an diese Person ab, nicht nur die Aufgabe.
  5. Teilen Sie das Ziel mit: Denken Sie daran, die Personen an die Sie delegieren, auch mit dem Gesamtziel der Arbeit vertraut zu machen. In den häufigsten Fällen werden Teilaufgaben verteilt, die im Nachhinein besser zusammengeführt werden können, wenn der Wissensstand des Ziels bei allen beteiligten Personen der Gleiche ist.
  6. Voraussetzung für gelungenes Delegieren: Versorgen Sie Ihre Mitarbeiter mit allen Informationen, die für das Projekt/die Aufgabe wichtig sein könnten, z.B. Datenbankzugänge, bestimmte Programme, aktueller Stand, beteiligte Personen etc.
  7. Rückfragen zulassen: Versichern Sie Ihren Kollegen, dass Sie bei Fragen jederzeit zur Verfügung stehen und sorgen Sie somit für Sicherheit. Bei Unsicherheit wird die Aufgabe anderenfalls auf irgendeine Weise zuende geführt und muss nachträglich korrigiert werden.

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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