Fernstudium Pflege: Kosten, Gehalt, Hochschulen, Voraussetzungen, Curriculum

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Mit einem Fernstudium Pflege und Pflegemanagement erlernen? Warum nicht, immerhin bietet diese Art des Studierens einige entscheidende Vorteile. Durch das Studium werden nötige Kompetenzen für einen anderen oder besser gestellten Job erworben, auch das Gehalt kann sich damit ändern. Gleichwohl stellt das Fernstudium eine große Belastung dar, die ein hohes Maß an Disziplin beim Studenten erfordert.0

Fernstudium Pflege: Vor- und Nachteile, Voraussetzungen und Kosten

Verschiedene Studiengänge sind im Bereich Pflege möglich. Es gibt zum Beispiel den Bachelor Pflegepädagogik, es gibt die Pflegewissenschaften und das Pflegemanagement, um nur drei Beispiele zu nennen. Gleichzeitig ist das Lernen an verschiedenen Hochschulen möglich, wobei die Hochschulen, die Fernstudiengänge anbieten, oft unterschiedliche Standorte haben. Das wiederum erleichtert mögliche Präsenzpflichten, denn die Anfahrtswege sind nicht zu lang. Wer sich also neben dem Job um eine Qualifikation in der Pflege bemühen möchte, ist mit dem Fernstudium gut beraten.

Vorteile des Fernstudiums

Die eigene berufliche Position muss nicht aufgegeben werden, wenn im Fernstudium Pflege, Pflegewissenschaften oder Pflegemanagement studiert werden. Der akademische Abschluss wird nebenbei erworben, was den großen Vorteil hat, dass das bisher gewohnte Einkommen weiter bestehen bleibt. Die Lerneinheiten lassen sich zeitlich flexibel einteilen, sodass jeder Fernstudent genau dann lernen kann, wenn es ihm oder ihr am besten passt. Die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind für den meist geplanten Aufstieg im Job unverzichtbar.

Die Vorteile auf einen Blick

  • Wissenserwerb neben den Beruf
  • Einkommen bleibt bestehen
  • Erwerb akademischer Abschluss nach der regulären Ausbildung
  • flexible Lernzeiten
  • Ansprechpartner vorhanden
  • Arbeitgeber schätzen Organisationstalent und Eigenmotivation der Fernstudenten sehr (bei erfolgreichem Abschluss!)

Nachteile des Fernstudiums

Das Fernstudium hat nicht nur Vorteile: Vor allem erweist es sich in der Praxis als sehr anstrengend. Das normale Arbeiten auf der einen Seite und das Lernen auf der anderen stellt eine Doppelbelastung dar, die keinesfalls unterschätzt werden darf. Zugleich möchte die Familie Zeit mit dem Studenten verbringen, eigene Hobbys sollen auch noch ausgeübt werden. All das muss hinter dem Studium zurückstehen, denn Zeit wird bis zum Abschluss Mangelware sein.

Es braucht zudem ein hohes Maß an Disziplin, denn jeder muss sich selbst zum Lernen motivieren. Dadurch, dass ein flexibles Arbeiten möglich ist, besteht die Gefahr, sich zu verzetteln. Dadurch können Lernrückstände entstehen, die am Ende den Abschluss gefährden.

Die Nachteile auf einen Blick

  • hohe zeitliche und psychische Belastung
  • andere Interessen und Familie müssen zurückstehen
  • fehlende Kommilitonen
  • kein täglicher Kontakt zu Lehrkräften
  • zeitliche Einschränkung und hohe Belastung über mehrere Jahre

Fernstudium Pflege: Voraussetzungen für die Teilnahme

Die Voraussetzungen für das Fernstudium Pflege sind mit denen eines klassischen Präsenzstudiums vergleichbar. Nötig ist das Abitur oder Fachabitur, außerdem wird eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitswesen erwartet. Es ist allerdings auch möglich, das Fernstudium ohne Abitur zu absolvieren. Gerade im Bereich der Pflege kommt es häufiger vor, dass sich bereits ausgebildete Fachkräfte für ein Studium entscheiden, um damit das berufliche Fortkommen sowie bessere Einkommenschancen zu erreichen. Möglich ist daher auch die Qualifizierung für einen Studienplatz ohne vorliegendes Abitur. Dafür müssen diese Voraussetzungen gegeben sein:

  • abgeschlossene Ausbildung in einem Pflege- bzw. Gesundheitsberuf
  • mehrjährige Berufserfahrung
  • teilweise individuelle Prüfungen zur Zulassung nötig

Ansonsten kommt es natürlich darauf an, dass die eigene Sozialkompetenz gut ausgeprägt ist und dass der Pflegebereich überhaupt von Interesse ist. Zudem muss ein gewisses Organisationstalent vorliegen, denn die tägliche Zeit zum Lernen muss mit der Ausübung des Berufs vereinbart werden können. Hinzu kommen

  • Eigenmotivation,
  • Disziplin,
  • Freude am Umgang mit Menschen,
  • Einfühlungsvermögen und
  • Stressresistenz

als wichtige Eigenschaften. Zudem ist ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft im späteren Berufsleben gefragt, denn die in der Pflege ausgebildeten Fachkräfte mit anschließendem Studium werden gern als Allrounder gesehen. Sie müssen von Finanzen ebenso Ahnung haben wie von der Personalwirtschaft, von der Pflege selbst und von typischen Abläufen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Entsprechend groß muss die individuelle Belastbarkeit sein, die über die übliche geforderte Stressresistenz noch hinausgeht.

Fernstudium Pflege: Kosten für die Qualifizierung

An dieser Stelle kann keine allgemeingültige Summe genannt werden, denn die Kosten für das Fernstudium in der Pflege sind individuell verschieden. Sie hängen unter anderem an den persönlichen Lebensumständen, sind von der Art der Hochschule und der dort geforderten Studiengebühren sowie weiteren Faktoren abhängig. Damit eine ungefähre Kalkulationsgrundlage vorliegt, folgen an dieser Stelle die wichtigsten Kostenpunkte für das Fernstudium Pflege:

  • Studiengebühren

    Studiengebühren sind pro Monat oder pro Semester zu berücksichtigen. Sie schwanken allerdings von Hochschule zu Hochschule sowie je nach angestrebtem Abschluss und Studiengang. Die Kosten sind damit zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro möglich, wobei es sich hierbei um jährliche Summen handelt. Tipp: Bei einem „Komplettpaket“ sind neben den Studiengebühren meist auch die Kosten für die Lehrmittel enthalten.

  • Immatrikulations- und Prüfungsgebühren

    Auch diese unterscheiden sich je nach Hochschule. An der FOM Hochschule wird zum Beispiel eine einmalige Prüfungsgebühr erhoben, die auf 300 Euro festgelegt ist. Wer sich für den Master einschreibt, muss 350 Euro Prüfungsgebühren sowie 1.580 Euro Immatrikulationsgebühr bezahlen. An der DIPLOMA Hochschule hingegen werden Prüfungsgebühren sogar auf 615 Euro festgelegt, an der Mediadesign-Hochschule werden sogar 1.050 Euro fällig.

  • Reisekosten

    Teilweise sind Reisen zu Studienzentren nötig, falls während des Fernstudiums auch Präsenzzeiten anfallen. Schon bei der Auswahl der Hochschule sollte daher darauf geachtet werden, dass diese nicht am anderen Ende der Republik liegt. Die An- und Abfahrten würden teuer werden!

  • Lehrmaterial

    Oft werden zusätzliche Lehrmaterialien gefragt, wozu Bücher und Arbeitsmaterialien zählen. Wichtig ist natürlich für jedes Fernstudium das Vorhandensein der nötigen Technik: Computer, Drucker, Kopierer und Scanner (meist in einem Gerät) sowie Smartphone sind unverzichtbar.

Um einen Einblick in die Kosten zu bekommen, ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Fernhochschulen sinnvoll. So fallen an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft zwischen 11.300 und 11.900 Euro für den Bachelor Pflegemanagement an.

  • Die DIPLOMA Hochschule berechnet für den Bachelor Medizinalfachberufe etwas mehr als 500 Euro.
  • An der Technischen Akademie Esslingen werden rund 900 Euro verlangt.
  • Sehr teuer ist auch das Fernstudium an der Internationalen Hochschule in Bad Honnef, wo der Bachelor Pflegemanagement abgelegt werden kann. Bis zu 500 Euro werden im Laufe des Fernstudiums dort fällig.

Fernstudium Pflege: Beispiele für Fördermöglichkeiten

Infrage kommen zur Förderung der Ausbildung verschiedene Möglichkeiten wie Zuschüsse oder auch die Aufnahme eines Kredits. Letztere Variante hat den Nachteil, dass hiermit der Start in das neue Berufsleben direkt mit Schulden begonnen wird, zudem stellt die Tilgung eines Kredits eine zusätzliche psychische Belastung dar. Sinnvoller sind in jedem Fall Zuschüsse. Dort fördert man das Studium der Mitarbeiter mit bis zu 280 Euro pro Monat, die als Zuschuss gewährt werden.

Auch diese Möglichkeiten kommen zur Finanzierung des Fernstudiums in Betracht:

  • Weiterbildungsstipendium

    Das Stipendium kann beim BMBF beantragt werden, hier ist die besondere Eignung für das Studium nachzuweisen (eventuell durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers). Das Höchstalter für die Beantragung liegt bei 24 Jahren, in Ausnahmefällen darf der Antragsteller auch bis zu 27 Jahre alt sein.

  • Aufstiegsstipendium

    Auch hier muss die besondere Eignung für die Weiterbildung nachgewiesen werden, gleichzeitig ist eine mindestens zweijährige Berufserfahrung in einem Gesundheitsberuf nachzuweisen. Monatlich werden Stipendiengelder ausgezahlt, die durch weitere Pauschalen (z. B. für die Kinderbetreuung) ergänzt werden können.

  • Aufstiegs-BAföG

    Nicht rückzahlungspflichtige Zuschüsse werden dabei mit einem zinsgünstigen Darlehen kombiniert. Das Aufstiegs-BAföG richtet sich an junge Fachkräfte, die eine Weiterbildung oder ein Fernstudium in Anspruch nehmen wollen.

  • Bildungsgutschein

    Mit dem Bildungsgutschein ist es möglich, dass die Arbeitsagentur die Kosten für das Fernstudium übernimmt. Das setzt allerdings das Vorhandensein einer Berechtigung zur Annahme dieser Gutscheine seitens des Anbieters voraus. Antragsteller müssen ALG I oder II beziehen, eine abgeschlossene Ausbildung nachweisen und mindestens drei Jahre in ihrem Beruf gearbeitet haben. Antragsteller können auch von Arbeitslosigkeit bedroht sein oder mit der Qualifizierung versuchen wollen, ihren Arbeitsplatz langfristig zu sichern.

  • Förderung durch den Arbeitnehmer

    Manche Firmen fördern das Studium bei ihren Angestellten.

Weitere Möglichkeiten für eine Förderung bieten sich über Stipendien: Die Roland-Ernst-Stiftung, die Caritas oder die B. Braun Stiftung sind wichtige Anlaufstellen für angehende Pflegestudenten.

Fernstudium Pflege: Studieninhalte und Curriculum

Mit dem Fernstudium soll es Pflegefachkräften ermöglicht werden, neues und tiefer gehendes fachspezifisches Wissen zu erlernen und damit ihren Job langfristig zu sichern bzw. selbst eine höhere Qualifikation zu erreichen. Verschiedene Fernhochschulen haben inzwischen entsprechende Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master eingerichtet.

Studieninhalte für das Fernstudium Pflege und Pflegewissenschaft

Das Studium der Pflegewissenschaften, des Pflegemanagements oder der Pflegepädagogik beinhaltet einige grundlegende fachliche Bereiche, die je nach Studiengang mehr oder weniger tief greifend behandelt werden. Es geht im Fernstudium zum Beispiel um diese Bereiche:

  • Pflegeforschung
  • Grundlagen der Rechtswissenschaften
  • Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften
  • Qualitäts- und Projektmanagement
  • Pflegeleitung und Pflegemanagement
  • Psychologie, Soziologie, Pädagogik
  • Kommunikation
  • Publik Health

Je nach Fachbereich werden Schwerpunkte behandelt, sodass die Pflegewissenschaften nicht mit der Pflegepädagogik gleichzusetzen ist. Auch die Anzahl der vorgesehenen Semester kann je nach Hochschule unterschiedlich sein. Des Weiteren ist es nicht an allen Hochschulen möglich, direkt noch ein Masterstudium an den Bachelor zu hängen.

Fernstudium Pflege: Curriculum des Pflege-Studiengangs

Der Abschluss mit dem Bachelor ist meist nach sieben Semestern möglich, die genaue Dauer des Studiums wird durch die Hochschulen selbst festgelegt. Für den Master werden vier bis fünf Semester benötigt, eine Verlängerung der Studienzeit ist meist möglich. Entscheidend ist dabei auch, ob es sich um Studium in Voll- oder Teilzeit handelt: Wer ein Vollzeit-Fernstudium absolviert, muss dafür täglich rund sechs Stunden Zeit einplanen. Da dies für die meisten Berufstätigen kaum möglich sein dürfte, kommt für sie eher ein Teilzeit-Fernstudium in Betracht. Dieses wiederum wird mit vier bis fünf Stunden am Tag veranschlagt, was immer noch anstrengend genug sein dürfte.

Der Beginn des Studiums ist meist nicht an feste Fristen gebunden, hierin unterscheiden sich Fern- und Präsenzstudium erheblich.

Generell sind die meisten Fernstudiengänge in Selbstlern- und Präsenzphasen unterteilt. So werden auf der einen Seite die von der Hochschule genannten oder zur Verfügung gestellten Arbeitsmaterialien zu Hause bearbeitet. Die Präsenzzeiten sind meist als Block angelegt und dauern dann zum Beispiel eine ganze Woche oder sechs Wochen am Stück. Wie häufig die Präsenzveranstaltungen stattfinden, ist von der jeweiligen Hochschule abhängig bzw. von der Organisation der Schule. Teilweise werden monatliche Präsenzveranstaltungen angesetzt, bei anderen Anbietern finden diese nur einmal im Semester statt. Die Anwesenheit ist in der Regel Pflicht, wer nicht teilnimmt, erlangt die Voraussetzungen für die Prüfungszulassung nicht!

Bis zur Abschlussprüfung sind verschiedene Haus- und Semesterarbeiten anzufertigen, die ebenfalls eine Voraussetzung für die Prüfungszulassung sind. Am Ende wird dann die Bachelor oder Master Thesis geschrieben, die Abschlussarbeit für den Studiengang. Hierbei soll nachgewiesen werden, dass die grundlegenden Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten erworben wurden und angewendet werden können. Für das Schreiben der Abschlussarbeit wird meist ein Semester eingeplant.

Viele Hochschulen verlangen überdies zur Prüfungszulassung den Nachweise eines Praktikums oder eines Praxissemesters. Inwieweit die berufliche Tätigkeit hier angerechnet werden kann, ist im Einzelfall zu klären.

Fernstudium Pflege vs. Präsenzstudium: Für wen eignet sich was?

Vor- und Nachteile eines Fern- oder Präsenzstudiums hängen von den individuellen Voraussetzungen ebenso ab wie von der Fähigkeit, sich selbst zum Lernen zu motivieren. Welche Variante zur Qualifikation daher wirklich besser ist, ist typabhängig und kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. In jedem Fall wird das Studium zwischen drei und sechs Jahren dauern (Bachelor oder Bachelor plus Master). Für die Entscheidung pro oder kontra Fernstudium sind die folgenden Fragen bzw. die persönlichen Antworten darauf wichtig:

  • Kann ich allein lernen oder brauche ich ein Team?
  • Kann ich diszipliniert und ohne Zeitvorgaben lernen?
  • Kann ich mein Wissen aus Büchern und digitalen Quellen ziehen (ohne zusätzliche Erklärungen)?
  • Benötige ich ständig den Dialog mit dem Dozenten?
  • Bin ich beruflich viel unterwegs?

Das Fernstudium punktet damit, dass es das Lernen von jedem Ort der Welt aus ermöglicht. Sogar im Urlaub kann daher studiert werden (wenn die Familie damit einverstanden ist). Bei einem Präsenzstudium ist die Struktur vorgegeben, was vielen Studenten leichter in Bezug auf die Orientierung und Koordinierung fällt. Wer sich einzig auf das Studium in Präsenz konzentrieren kann, unterliegt überdies keiner so hohen Belastung wie ein Fernstudierender, der Beruf, Privatleben und Studium unter einen Hut bringen muss.

Fernstudium Pflege: Ausgewählte Hochschulen in der Übersicht

Im Folgenden eine Auswahl aus sieben Hochschulen, die sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge anbieten. Möglich sind hier zum Beispiel die Studiengänge Pflegewissenschaft, Pflegemanagement, Pflegepädagogik, die auch als Medizinalfachberufe zusammengefasst werden:

  1. Technische Akademie Esslingen e. V.
    An der Akademie 5
    73760 Ostfildern
    : 0711 34008 – 47
    www.tae.de
  2. Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft
    Universitätsallee 18
    28359 Bremen
    : 0800 3427655
    www.apollon-hochschule.de
  3. HFH – Hamburger Fern-Hochschule
    Alter Teichweg 19
    22081 Hamburg
    : 040 35094360
    www.hfh-fernstudium.de
  4. Alice Salomon Hochschule
    Alice-Salomon-Platz 5
    12627 Berlin
    : 030 99245 – 0
    www.ash-berlin.eu
  5. Paracelsus Medizinische Privatuniversität
    Strubergasse 21
    5020 Salzburg
    Österreich
    : +43 662 2420
    www.pmu.ac.at
  6. Hochschule Jena
    Carl-Zeiß-Promenade 2
    07745 Jena
    : 03641 2050
    www.eah-jena.de
  7. MU Health and Medical University Potsdam
    Olympischer Weg 1
    14471 Potsdam
    : 0331 74511300
    www.health-and-medical-university.de
Fernstudiengänge im Gesundheitsmanagement
Studiengang Hochschule Abschluss Dauer Kosten
Präventions- und Gesundheitsmanagement APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft Bachelor of Arts (B.A.) 6 Semester 1494 EUR/Sem.
Management von Gesundheitseinrichtungen Hochschule Wismar Bachelor of Arts (B.A.) 6 Semester 1134 EUR/Sem.
Gesundheitsmanagement Internationale Hochschule Bad Honnef Bachelor of Arts (B.A.) 6 Semester 1876 EUR/Sem.
Management im Gesundheitswesen Hochschule Fresenius Bachelor of Arts (B.A.) 6 Semester 1770 EUR/Sem.
Management im Gesundheitswesen IST-Hochschule für Management Bachelor of Arts (B.A.) 6 Semester 2094 EUR/Sem.

Fernstudium Pflege: Gehalt und Tätigkeiten nach dem Studium

Das Fernstudium Pflege und Pflegewissenschaften sowie Pflegemanagement und weitere Fachrichtungen erlauben nicht nur einen weiteren fachlichen Horizont, sondern auch ein höheres Einkommen. Dabei sind die Unterschiede im Einkommen für Pflegekräfte teilweise enorm. So verdient eine Pflegekraft mit zusätzlicher Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung in der Schweiz rund 82.000 Euro, in Luxemburg sind es sogar mehr als 96.000 Euro. Gleichzeitig sind in Luxemburg die Steuern niedriger und es gibt sogar das Anrecht auf 35 Urlaubstage im Jahr sowie auf die Rente mit 57. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz und in Luxemburg deutlich höher, was das höhere Einkommen wieder ein wenig relativiert.

Nach dem Fernstudium Pflege: Wo verdienen Pflegekräfte am meisten?

Vor allem in tarifgebundenen Krankenhäusern haben die Pflegekräfte die besten Chancen auf ein vergleichsweise hohes Einkommen, wenngleich auch dieses auf keinen Fall mit den genannten Gehältern in Luxemburg oder in der Schweiz zu vergleichen ist. Auch Krankenhäuser in kirchlicher Trägerschaft zahlen besser, wohingegen private Krankenhäuser, die sich keinem Tarifvertrag anschließen wollen, deutlich schlechter in einem Gehaltsvergleich abschneiden.

Generell sind die Spannbreiten recht groß: Wer nach einem Bachelorstudium im Pflegebereich und hier zum Beispiel in der Pflegeleitung tätig ist, verdient zwischen 2.600 und 4.900 Euro brutto. Nach einem Masterstudium können es zwischen 3.500 und 5.900 Euro sein. Interessant ist bei der Bezahlung eine Betrachtung der regionalen Unterschiede: Wer in Bremen arbeitet, verdient rund 600 Euro mehr als eine vergleichbar ausgebildete Fachkraft in Mecklenburg-Vorpommern. Dies gilt bereits für Krankenpfleger ohne Zusatzausbildung und setzt sich bei studierten Fachkräften fort.

Fernstudium Pflege: Bessere Bezahlung durch Zeitarbeit

Seriöse Zeitarbeitsfirmen sehen in den Fachkräften keine schnell zu vermittelnden „Notnagel“, sondern wertvolle Mitarbeiter, die entsprechend bezahlt werden müssen. Unseriöse Anbieter hingegen vergüten nicht einmal die Zeit des Nichteinsatzes, obwohl die Mitarbeiter weder etwas dafür können noch in dieser Zeit keine Ausgaben haben.

Mögliche Tätigkeiten nach dem Fernstudium Pflege

Im Bereich Pflegemanagement und Pflegewissenschaft sind nach dem erfolgreich abgeschlossenen Fernstudium verschiedene Tätigkeitsfelder offen. Diese ergeben sich im Wesentlichen im Gesundheits- und Sozialbereich, im Personalmanagement und an berufsbildenden oder beruflichen Schulen. Mögliche Berufe nach dem Fernstudium sind:

  • Pflegedienstleiter

    Der Pflegedienstleiter übernimmt die Steuerung verschiedener Einrichtungen im Gesundheitswesen und übernimmt das Personalmanagement, kümmert sich um das Budget und um das Qualitätsmanagement. Hier sind echte Führungsqualitäten gefragt, außerdem muss der „Pflegedirektor“ sehr stressresistent sein. Diese Fähigkeit dürfte er oder sie aber bereits im Fernstudium unter Beweis gestellt haben.

  • Organisationsleiter

    Der Organisationsleiter kümmert sich darum, dass alle nötigen Prozesse reibungslos ablaufen. Wirtschaftlichkeit und Budget stehen unter den strengen Augen des Organisationsleiters, außerdem geht es um die Einteilung sowie Verteilung des verfügbaren Personals. Betriebsinterne Abläufe werden optimiert, außerdem spielt das Organisationscontrolling eine wichtige Rolle.

  • Wohnbereichsleiter

    Der Wohnbereichsleiter kümmert sich in Pflegeeinrichtungen um die Abstimmung der Pflegekonzepte der Heimbewohner ebenso wie um die Überwachung der qualitativen Umsetzung dieser Konzepte. Er muss sich zudem um die Bedürfnisse des Pflegepersonals kümmern und dafür sorgen, dass alle Richtlinien und Vorgaben eingehalten werden. Zudem trägt der Wohnbereichsleiter die Personalverantwortung, plant die Einsätze der Mitarbeiter und ist Ansprechpartner bei Weiterbildungswünschen der Angestellten im Heim.

  • Stationsleiter

    Stations- oder Bereichsleiter übernehmen die organisatorische Leitung auf einer Station im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung. Sie koordinieren die nötigen Maßnahmen für Pflege und Therapie, sie sind außerdem für die Dokumentation der einzelnen Pflegeabläufe verantwortlich. Sie übernehmen die Verantwortung für das Personal, planen den Einsatz und mögliche Weiterbildungen für die Angestellten. Pflegetechnische Inhalte spielen hier ebenso eine Rolle wie betriebswissenschaftliche Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Nach dem Studium des Pflegemanagements sind Tätigkeiten in der Beratung, im Pflegemanagement selbst, in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Forschung möglich. Jeder kann hier seine individuellen Schwerpunkte legen und findet entsprechend verschiedene Betätigungsfelder bei verschiedenen Arbeitgebern. Das Studium ist interdisziplinär angelegt, daher sind diese Fachkräfte wahre Allrounder. Sie sind daher auch bei den Verbänden der Sozialversicherungsträger tätig, unterstützen das Hochschulwesen und arbeiten für private oder gesetzliche Krankenkassen. Das Berufsfeld ist weit gefasst, sodass selbst Städte und Kommunen als Arbeitgeber infrage kommen. Sogar Unternehmen, die nichts mit der Pflege direkt zu tun haben, werden teilweise zum Arbeitgeber für Pflegemanager. Dort werden diese dann für die betriebliche Gesundheitsförderung und das Anbieter darauf bezogener Maßnahmen beschäftigt.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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