Erster Arbeitstag: Checkliste und Tipps für einen gelungenen Neustart

Erster Arbeitstag: Checkliste und Tipps für einen gelungenen Neustart

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Heute müssen Unternehmen mehr denn je zeigen, dass sie für Bewerber interessant sind. Sie sollen ein gutes Arbeitsklima bieten, ein angemessenes Gehalt, Sozial- und Zusatzleistungen. Gleichwohl muss auch der neue Angestellte zeigen, dass er die Stelle perfekt besetzt – das bringt Aufregung und Stress schon am ersten Arbeitstag mit sich.

Erster Arbeitstag: Große Erwartungen an den neuen Job

Es ist geschafft: Der Arbeitsvertrag ist unterzeichnet, der Wecker hat pünktlich geklingelt. Frisch geduscht, adrett angezogen und pünktlich steht der neue Mitarbeiter vor den Hallen, vor dem Büro oder an einem anderen Ort in der Firma. Und nun? Die Unsicherheit ist groß. Wohin soll ich mich wenden? Wen kann ich fragen, wenn ich etwas nicht weiß? Wie sind die Kollegen und was muss ich überhaupt tun? In der Regel gibt es eine gewisse Einarbeitungszeit, während der auch Fehler noch verziehen werden.

Das heißt natürlich nicht, dass sich der Schlendrian einschleichen kann – von Anfang an sollten Sie die Dinge möglichst richtig erledigen. Doch jeder wird Verständnis dafür haben, wenn in der ersten Aufregung das eine oder andere schief geht. Solange es keine gravierenden Fehler sind – ausbügeln und weitermachen. Die Erwartungen sind nichtsdestotrotz von beiden Seiten groß und jeder ist bemüht, alles richtig zu machen. Der neue Mitarbeiter möchte möglichst schnell zum Team gehören und die Leute direkt kennenlernen.

Ein erster Arbeitstag ist aber häufig von der Frage gekennzeichnet: Wer war das noch mal?

Niemand erwartet, dass sofort alles läuft, wenn ein neuer Angestellter im Unternehmen ist. Schließlich weiß jeder, dass eine gewisse Einarbeitungszeit nötig ist. Leider sind auch die eigenen Erwartungen meist so hoch, dass gerade durch den Willen, alles richtig zu machen, erste Fehler passieren. Eine Horrorvorstellung – leider aber unvermeidbar.

Eine gute Einarbeitung ist in jedem Fall wünschenswert, leider aber nicht immer gang und gäbe. Wo jemand auf eine Stelle gesetzt wird, die zuvor unbesetzt war, muss sich häufig genug allein einarbeiten. Die übrigen Mitarbeiter im Unternehmen helfen zwar, wo es geht, müssen aber natürlich ihre eigenen Aufgaben erfüllen. Der Kollege als Ansprechpartner ist nicht immer greifbar, daher gilt, dass ein erster Arbeitstag meist mit dem Durchforsten von Unterlagen und dem Herausfinden der bisherigen Arbeitsweise auf dieser Stelle verbunden ist.

Tipps:

  • Gehen Sie motiviert in die Firma und seien Sie selbstbewusst (immerhin konnten Sie den neuen Chef bereits durch Ihre Bewerbung, den Lebenslauf und das Vorstellungsgespräch von Ihren Qualifikationen überzeugen.)
  • Schrauben Sie die Erwartungen nicht zu hoch – ein erster Arbeitstag dient vor allem dem Kennenlernen der Firma und der übrigen Angestellten.
  • Fragen Sie! Im neuen Job ist es unerlässlich, die übrigen Mitarbeiter zur bisherigen Vorgehensweise zu befragen.
  • Versuchen Sie nicht, binnen der ersten zwei Wochen im Unternehmen dieses umzukrempeln! Auch wenn Sie mit einigen Dingen nicht einverstanden sind – Änderungen brauchen Zeit und sollten nicht direkt von einem neuen Mitarbeiter eingeleitet werden. Es sei denn, Sie wurden explizit dafür eingestellt und sollen zum Beispiel Abläufe im Unternehmen optimieren.
  • Seien Sie nicht zu aufgeregt: Sie haben Studium oder Ausbildung hinter sich, erfolgreich um das angemessene Gehalt gefeilscht und den Arbeitsvertrag unterschrieben. Der Chef sieht also etwas in Ihnen, was für die Firma wichtig ist. Seien Sie selbstbewusst!
Heute müssen Unternehmen mehr denn je zeigen, dass sie für Bewerber interessant sind. Sie sollen ein gutes Arbeitsklima bieten, ein angemessenes Gehalt, Sozial- und Zusatzleistungen. Gleichwohl muss auch der neue Angestellte zeigen, dass er die Stelle perfekt besetzt – das bringt Aufregung und Stress schon am ersten Arbeitstag mit sich. (#01)

Heute müssen Unternehmen mehr denn je zeigen, dass sie für Bewerber interessant sind. Sie sollen ein gutes Arbeitsklima bieten, ein angemessenes Gehalt, Sozial- und Zusatzleistungen. Gleichwohl muss auch der neue Angestellte zeigen, dass er die Stelle perfekt besetzt – das bringt Aufregung und Stress schon am ersten Arbeitstag mit sich. (#01)

Erster Arbeitstag: Wie läuft er ab?

Auch wenn sich die Arbeitsinhalte je nach Branche, Beruf und Stellen unterscheiden: Ein erster Arbeitstag läuft zumindest bezogen auf seine Struktur immer ähnlich ab. Frühmorgens treten alle ihren Job an und der Tag beginnt mit einigen Kleinigkeiten, die noch vor der bald anstehenden Teambesprechung erledigt werden müssen. Vielleicht sollen für die Besprechung auch noch Unterlagen zusammengestellt werden – dies geschieht gleich früh. Nach der Besprechung startet das übliche Tagesgeschäft, welches sich inhaltlich natürlich unterscheidet, je nachdem, ob jemand in der Produktion oder in der Verwaltung angestellt ist.

Der Tag ist unterbrochen von den festen Pausen wie Frühstück und Mittagspause. Einige Unternehmen bieten auch nur die Mittagspause an, diese ist dann länger als bei einer Aufsplittung der Pausenzeiten in Frühstücks- und Mittagspause. Nachmittags gibt es in vielen Firmen die gemeinsame Kaffeepause mit den anderen Bürokollegen, wo auch Dinge des Firmenalltags besprochen werden. Fehlen Sie nicht bei derartigen Pausen, hier werden auch all die Dinge besprochen, die nicht ins offizielle Protokoll gehören!

Tipps:

  • Bereiten Sie sich vor und machen Sie sich Notizen! Ein erster Arbeitstag beginnt meist mit der Vorstellung Ihrer Person, die Sie noch mehrere Male werden durchführen müssen. Haben Sie sich vorab zurechtgelegt, was Sie sagen wollen, kann Ihnen die Aufregung weniger schnell ein Schnippchen schlagen.
  • Stellen Sie sich vor, Sie treten den neuen Job an. Spielen Sie vorab durch, wie der Tag ablaufen könnte. Hilfreich kann dabei auch das folgende Video sein:

 

In der Regel versucht jeder neue Arbeitnehmer, einen guten Eindruck zu hinterlassen und so steht ein erster Arbeitstag ganz im Zeichen der Bemühungen, alles richtig zu machen. Doch natürlich sollte dieser Eindruck auch am zweiten und dritten sowie an jedem weiteren Arbeitstag bestehen bleiben! (#02)

In der Regel versucht jeder neue Arbeitnehmer, einen guten Eindruck zu hinterlassen und so steht ein erster Arbeitstag ganz im Zeichen der Bemühungen, alles richtig zu machen. Doch natürlich sollte dieser Eindruck auch am zweiten und dritten sowie an jedem weiteren Arbeitstag bestehen bleiben! (#02)

Erster Arbeitstag: Einen guten Eindruck hinterlassen

In der Regel versucht jeder neue Arbeitnehmer, einen guten Eindruck zu hinterlassen und so steht ein erster Arbeitstag ganz im Zeichen der Bemühungen, alles richtig zu machen. Doch natürlich sollte dieser Eindruck auch am zweiten und dritten sowie an jedem weiteren Arbeitstag bestehen bleiben! Das kann durchaus in Stress ausarten, vor allem, wenn die Bewerbung nicht ganz frei von kleinen Schwindeleien war.

Alltagssicheres Spanisch? Perfekte Anwendungskenntnisse einer bestimmten Software? Oh weh, diese kleinen Übertreibungen rächen sich hoffentlich nicht – wer aber mit seinen Kenntnissen geprahlt hat, sollte die Zeit bis zum Eintritt in den neuen Job dafür aufwenden, wenigstens das Wichtigste an Wissen nachzuholen. Werden diese Fähigkeiten aber vom ersten Tag an benötigt, könnte es schwieriger werden.

Generell ist es im Alltag nicht ganz einfach, den guten Eindruck aus Bewerbung, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch gegenüber Chef und Kollegen aufrechtzuerhalten, denn jeder hat mal einen schlechten Tag und jeder macht Fehler. Wer allerdings allzu bemüht ist, perfekt zu erscheinen, wird meist entweder nicht ernst genommen oder als nicht in das Team passend eingestuft.

Tipps:

  • Natürlich möchte jeder gern sofort zum Team gehören und den anderen Kollegen klarmachen, welche Bereicherung er doch für die Firma darstellt. Vornehme Zurückhaltung ist aber die bessere Vorgehensweise!
  • Lieber pünktlich und angemessen gekleidet am ersten Tag erscheinen, als mit einem riesigen Kuchen und viel Trara.
  • Wer frisch vom Studium seine Bewerbung geschrieben hat, zum Vorstellungsgespräch geladen wurde und den Arbeitsvertrag unterzeichnet konnte, kann noch keine oder nicht viel Berufserfahrung vorweisen. Daher: Nicht mit theoretischem Wissen prahlen! Auch hier gilt es, sich zurückzunehmen und auf die neuen Kollegen zu achten. Was machen diese wann und wo kann ich mich einreihen? Jeder muss erst seinen Platz in der Unternehmensstruktur finden.
  • Der Chef ist nicht immer der richtige Ansprechpartner. Finden Sie diese durch Checken der Webseite des Arbeitgebers und durch das rechtzeitige Fragen. So wissen Sie, wer für welches Projekt zuständig ist und an wen Sie sich wenden können, wenn Sie Fragen haben. Wer gut vorbereitet antritt, hinterlässt einen besseren Eindruck!

Wie ein erster Arbeitstag aussehen kann, lässt sich sogar mit dem „Virtual-Beginner“-Video von EOS virtuell durchspielen – eine perfekte Vorbereitung auf den großen Tag:

Erster Arbeitstag: Tipps zu Verhaltensweisen

Ein erster Arbeitstag ist nicht nur von Nervosität und Aufregung geprägt, sondern auch von dem Wunsch, möglichst schnell dazuzugehören. Doch bitte nicht traurig sein, wenn die Kollegen ohne Sie zum Mittagessen gehen. Mit etwas Glück fragen sie Sie, ob Sie mitkommen wollen. Wenn nicht, geht das nicht gegen Sie persönlich, sondern hat eher etwas damit zu tun, dass sich die Kollegen erst daran gewöhnen müssen, dass hier wieder jemand Neues ist. Das soziale Gefüge hat sich geändert und jeder muss seinen Platz wieder finden. Worauf es noch ankommt, zeigt die folgende Checkliste:

  • Lebenslauf und Vorstellungsgespräch
    Lesen Sie vor Ihrem ersten Arbeitstag Ihren Lebenslauf und das Vorstellungsgespräch beim Arbeitgeber noch einmal durch. So erinnern Sie sich wieder an jede kleine Station in Ihrem Leben, denn diese werden mit Sicherheit in einer der kommenden Kaffeepausen zum Gesprächsthema werden! Außerdem wissen Sie, welche kleine Übertreibung Sie gegenüber Ihrem Chef berücksichtigen müssen.
  • Erster Arbeitstag – nicht flapsig beginnen!
    Die Kumpeltour kommt nicht gut an. Versuchen Sie lieber, bald herauszufinden, wer wen duzt und wer mit wem am besten auskommt. Wer hält zusammen und über wen wird getratscht? Das zu wissen ist gut, damit Sie nicht zwischen die Stühle geraten. Halten Sie sich aus Lästereien heraus, schließlich kennen Sie noch niemanden wirklich.
  • Nicht mit der Ausbildung angeben
    Sie haben das Studium beendet und Erfahrungen in einer bestimmten Firma vorzuweisen? Sie haben im Ausland gearbeitet oder Ihr Studium besonders gut abgeschlossen? Ein Grund, darauf stolz zu sein, aber kein Grund, damit anzugeben. Sie können darüber berichten, sollten aber bescheiden und zurückhaltend bleiben. Jedoch nicht zum Mauerblümchen mutieren!
  • Papier ist geduldig
    Es kann durchaus hilfreich sein, sich eine Checkliste zu erstellen oder Notizen zu machen, wenn Kollegen etwas erklären. Ein erster Arbeitstag im neuen Unternehmen bringt so viel Neues, das kann sich kaum jemand merken. Wer nicht ständig nachfragen möchte, hört beim ersten Erklären richtig zu und schreibt sich das Wichtigste auf. Oder weiß wenigstens, wo er nachschauen kann, ohne andere Mitarbeiter befragen zu müssen.
  • Erster Arbeitstag: Einen Mentor suchen
    Nein, damit ist kein fachlicher Mentor gemeint, auch wenn dieser durchaus wünschenswert ist. Vielmehr geht es darum, jemanden zu finden, der einem eher alltägliche Dinge zeigt. Der weiß, wer für den Chef den Kaffee kocht, wann welche Pausen gemacht werden, wer den besten Firmenklatsch kennt. Dieses Wissen kann im Job ebenso unverzichtbar sein wie das tatsächliche Berufswissen! Meist sind diese allwissenden Mitarbeiter die guten Seelen im Vorzimmer des Chefs – die mütterliche Sekretärin etwa, die jeden Neuen unter ihre Fittiche nimmt, ihm eine Checkliste mit Do’s und Don’ts in die Hand drückt und das oft unübersichtliche Knäuel aus Büroanfeindungen und Klüngeleien erklären kann.

    Ein erster Arbeitstag ist nicht nur von Nervosität und Aufregung geprägt, sondern auch von dem Wunsch, möglichst schnell dazuzugehören. (#03)

    Ein erster Arbeitstag ist nicht nur von Nervosität und Aufregung geprägt, sondern auch von dem Wunsch, möglichst schnell dazuzugehören. (#03)

  • Vergangenes vergangen sein lassen
    Ein erster Arbeitstag ist zwar ein Neustart, dennoch aber kein Grund, ständig in alten Zeiten zu schwelgen oder zu betonen, wie schlecht früher alles war. Wer schlecht über seinen bisherigen Arbeitgeber redet, lässt vielleicht auch an diesem und an den Kollegen kein gutes Haar, wenn er aus der Firma ausscheidet – die Alteingesessenen werden zu Recht vorsichtig mit dem Neuen sein. Auch das Gehalt sollte kein Thema sein. Frei nach dem alten Motto: „Über Geld spricht man nicht!“ sollten Sie Stillschweigen darüber bewahren, dass Sie jetzt mehr verdienen oder dass Ihr Gehalt auf früheren Stellen so viel schlechter war.
  • Einstand feiern
    Sicherlich hängt die Karriere nicht vom Einstand ab, doch in den meisten Firmen wird dieser erwartet. Neu besetzte Stellen müssen einen Einstand geben, das ist eine prima Gelegenheit, die anderen Mitarbeiter kennenzulernen und den Arbeitgeber besser einschätzen zu können. Erster Arbeitstag und Einstand können wegweisend für die Karriere sein!
  • Nicht zu tatendurstig auftreten
    Sind Überstunden bis zu einem gewissen Maß üblich, kommt niemand drum herum. Wer aber als einziger gleich zwei bis drei Überstunden an den Arbeitstag hängt und das womöglich über längere Zeit, schafft sich nur ein misstrauisches Arbeitsklima. Das ist der Karriere ebenso wenig zuträglich wie das übertriebene Einbringen neuer Ideen.
  • Privatangelegenheiten zu Hause lassen
    Eine erzwungene Nähe mag niemand, daher sollten private Wehwehchen und Beziehungsprobleme zu Hause bleiben. Bringen die übrigen Angestellten das Thema auf derlei Dinge, sollte vornehme Zurückhaltung geübt werden – das Mitreden ist dann eher von der speziellen Situation abhängig zu machen. Stellen Sie sich nicht als Plaudertasche dar, die ständig über Privatangelegenheiten reden muss!

Erster Arbeitstag zusammengefasst: Worauf kommt es an?

Ein erster Arbeitstag wird durch die Vielzahl der Aufgaben anstrengend genug – um der Karriere willen stellen Sie sich aber nicht als Multitasking-Talent dar, sondern erledigen Sie nur die Aufgaben nebeneinander, die auf diese Art auch wirklich gelingen. Vermeiden Sie Fehler und bügeln Sie diese, wenn sie schon geschehen sind, selbst aus. Folgende Punkte fassen kurz zusammen, worauf es ankommt:

  • Erscheinen Sie pünktlich am Arbeitsplatz.
  • Bereiten Sie eine Selbstpräsentation vor und stellen Sie sich kurz vor.
  • Notieren Sie sich die Namen der anderen sowie wichtige Details zum Job und zum Arbeitgeber.
  • Arbeiten Sie sich mit dem vorhandenen Material ein und krempeln Sie nicht gleich alles um.
  • Nutzen Sie die Arbeitspausen, um die übrigen Angestellten und Projekte kennenzulernen.
  • Zeigen Sie angemessenes Engagement.
  • Machen Sie gemeinsam mit den übrigen Angestellten Feierabend. Überstunden nur bei Bedarf und wenn im Unternehmen üblich!

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: oneinchpunch -#01: StockLite -#02:  nd3000-#03: fizkes -#04: GaudiLab

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Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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