Werner E-Mail: Die erste E-Mail an Prof. Zorn

Wer nach „Werner E-Mail“ sucht, wird rasch fündig und mit dem Empfänger der ersten deutschen E-Mail belohnt. Prof. Zorn ist beim Hasso-Plattner-Institut in Potsdam tätig und heute wichtigster Ansprechpartner in Sachen Internet.

Werner E-Mail: Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft

Die Suchwortkombination „Werner E-Mail“ bringt erstaunliche Inhalte zutage. Denn: Prof. Werner Zorn war der erste Empfänger der E-Mail! Dies wurde im Oktober 2019 wieder einmal bekannt gemacht, als das Internet seinen 50. Geburtstag feierte.

Verschiedene Links und Ansprechpartner gaben darüber Auskunft, was einst geschah. Dabei lag die erste Mail schon viel länger zurück, denn dieser Kommunikationsweg wurde bereits in den 1970er Jahren durch Ray Tomlinson erfunden.

Doch erst am 3. August 1984 erreichte Prof. Zorn die erste elektronische Nachricht. Gern gibt er Auskunft zur Vorgeschichte dazu: Damals startete das Bundesforschungsministerium ein Verbundprojekt namens „Deutsches Forschungsnetz“, an dem Prof. Zorn mit drei Projekten beteiligt war.

Eines davon trug den Titel „Interkonnektion von Netzen“ und die Notwendigkeit des Projekts sowie dessen Inhalte wurden damit begründet, dass das nationale Know-how enorme Rückstände aufzuholen hätte.

Die Interkonnektion zwischen CSNET und DFN hatte dann das Ergebnis der ersten E-Mail, die Prof. Zorn am 2. März 1984 erreichte. Sie gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu dem Internet, wie wir es heute kennen. Diese Mail brachte Prof. Zorn allerdings einigen Ärger ein, wie er in einem Interview zugab.

Er wurde als Hauptverantwortlicher der CSNET-Domäne Deutschland angeschrieben, was er aber eigentlich nicht war. Als „Gegenmaßnahme“ von Seiten der wirklich Verantwortlichen wurden damals alle seine BMFT-Projekte eingestellt und das mit sofortiger Wirkung.

Video: Prof. Werner Zorn: Wie kam das Internet nach China? | Neuland – Der HPI-Wissenspodcast, Episode 17

Unterschiede zum Netz von heute

Prof. Zorn bekam seine erste Werner E-Mail also als wichtiger Ansprechpartner in Sachen Netzentwicklung. Damals gab es noch keine Mailadressen, wie sie heute bekannt sind, auch Links oder andere Inhalte wurden nicht verschickt. Alle Adressen außerhalb des deutschen Computernetzes hatten unterschiedliche Domänen-Adressierungen.

Prof. Zorn wurde mit zorn@germany erreicht, was er darauf zurückführte, dass es nur wenige Nutzer gab. Schon bald wechselte er dann auf zorn@ira.uka.de. Diese Adresse ist auch heute noch aktuell und der Prof. kann darunter erreicht werden.

Von Seiten des US Departement of Defence wurde das mit vier Knoten betriebene ARPANET ab 1969 gefördert, dieses war nicht frei verfügbar. Erst 1983 wurde das Internet langsam geöffnet, als verschiedene Knoten zusammengeführt wurden. Der einzige Service war damals die Mail, sie sollte strategisch eingesetzt werden und besaß kaum Sicherheitsauflagen.

Der Kalte Krieg trug zudem nicht wirklich dazu bei, dass die Netze geöffnet wurden. Die vollen Internetdienste wurden erst in 1993, als der internationale E-Mail-Verbund an den Start ging, nutzbar. Doch schon ab 1984 war die Mail das wichtigste Kommunikationsmittel innerhalb einzelner Hochschulen und Forschungsinstitute.

Der Kalte Krieg trug zudem nicht wirklich dazu bei, dass die Netze geöffnet wurden.  (Foto: Shutterstock- Everett Historical )

Der Kalte Krieg trug zudem nicht wirklich dazu bei, dass die Netze geöffnet wurden. (Foto: Shutterstock- Everett Historical )

Die Links https://www.informatik.kit.edu/7089.php und https://www.zakon.org/robert/internet/timeline/ geben Auskunft zur Entwicklung der ersten E-Mails, wobei auf diesen Seiten auch die Entwicklung des Internets nachverfolgbar ist. Auch das Hasso-Plattner-Institut hält entsprechende Links bereit.

Wer eine „Werner E-Mail“ versenden möchte, schickt seine Inhalte an Prof. Werner Zorn, Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH, Prof. Dr. Helmert Str. 2-3, 14482 Potsdam (www.hpi.de, Mailadresse: hpi-info@hpi.de) oder direkt an den Professor (werner.zorn@hpi.de).

Auch seine Sekretärin Frau Diana Stephan (diana.stephan@hpi.de) gibt gern Auskünfte und leitet zu übermittelnde Inhalte an Prof. Zorn weiter. Sie ist kompetenter Ansprechpartner in Sachen Sprechzeiten des Professors!

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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