Promoter: Jobs auf Mallorca, Messe und in der Stadt

Als Promoter Geld verdienen? Es gibt viele Jobchancen in diversen Bereichen. Das kann unter südlicher Sonne auf Mallorca sein oder auf Messen in allen Teilen Deutschlands.

Promoter: Was gibt es für Möglichkeiten?

Es klingt wie ein Traum: Man arbeitet ein paar Monate im Sommer auf Mallorca und bekommt noch Geld überwiesen. Mehr, als man zum Leben benötigt, so dass noch etwas angespart werden kann. Viele Menschen unter 25 können sich eine solche Tätigkeit vorstellen. Und zwar nicht nur am Mittelmeer. Auch hierzulande bieten sich extrovertierten jungen Leuten eine Menge Möglichkeiten zum Geld verdienen. Zum Beispiel auf Messen wie der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt aber auch mitten in der Fußgängerzone einer Großstadt.

Die Bandbreite reicht von Marketing-Aktionen für einen neuen Nachtclub bis hin zu Werbung für den guten Zweck wie Greenpeace oder Amnesty International. In diesen Fällen spricht der Promoter Passanten direkt an und bittet darum, sich an Spendenaktionen zu beteiligen. Wer etwa auf Mallorca tätig ist, möchte häufig an Urlauber Tickets für Events veräußern oder diese animieren, eine bestimmte Disco am Abend zu besuchen.

Ziel eines Promoters auf Mallorca: Möglichst viel Partyvolk in die Clubs zu bekommen. (#1)

Ziel eines Promoters auf Mallorca: Möglichst viel Partyvolk in die Clubs zu bekommen. (#1)

Absolut notwendig: Auf wildfremde Menschen zugehen und auch Ablehnungen verkraften können

Wichtigste Grundvoraussetzung: Kontaktfreudigkeit. Egal ob auf den Balearen oder in den heimischen Innenstädten. Man darf nicht schüchtern sein, sondern muss den Mut aufbringen, völlig fremden Menschen ein tolles Angebot zu machen, das diese nicht ablehnen können. Natürlich lehnen viele die Kontaktaufnahme trotzdem ab, mit Niederlagen oder üblen Beschimpfungen als Reaktion muss man umgehen können. Der nächste Passant findet das Angebot vielleicht überzeugend und greift zu.

Promoter: Übliche Arbeitszeiten und Gehalt

Die Arbeitsbedingungen sind akzeptabel. Auf Mallorca arbeiten die Promoter in der Regel vier Stunden vormittags bis nachmittags und die restliche Zeit am späten Abend häufig in der Nähe der Clubs. Freie Zeit bleibt meist, um mal eben zwischen den Schichten in der Sonne zu liegen oder ins Mittelmeer zu hüpfen. Und das Gehalt? Richtet sich in der Regel nach dem Erfolg. Wer viel verkauft, verdient entsprechend mehr.

Eine Provision pro verkaufter Eintrittskarte beträgt häufig um die 5 bis 10 Euro. Über den Tag verteilt, kommt da häufig um die 100 Euro zusammen. Wer zum Beispiel 100 Tage auf der Insel bleibt, erhält eine nette Summe. Abziehen muss man natürlich Miete und Lebenshaltungskosten. Schließlich kosten Unterkünfte etwas und auch das Mittagessen ist nicht umsonst. Hier muss man zusammen noch etwa 600 Euro pro Monat abziehen. Alles in Allem bleibt aber bei den meisten Promotern etwas übrig, so dass sich das Abenteuer Mallorca auch rechnet.

Videos: Über Promoter-Jobs für Frauen auf Mallorca

Ein paar Beispiele, wie junge Frauen bei Promoter-Tätigkeiten auf der Lieblingsinsel der Deutschen ihr Geld verdienen. Dabei muss es nicht immer so freizügig zugehen. Jeder Mann und natürlich auch jede Frau können ihre Nische finden und erfolgreich unter südlicher Sonne arbeiten.


Wo findet man Top-Jobs als Promoter?

Eine erste Auskunft findet man auf den wichtigsten Jobbörsen im Internet, die hier mit Links aufgeführt sind. Dort einfach „Promoter“ für allgemeine Tätigkeiten in ganz Deutschland eintragen oder gezielt einen bestimmten Ort suchen. Das kann Mallorca sein aber auch der nächstgrößere Ort in der Umgebung des Suchenden. Schließlich sind Jobs auf der Balearen-Insel ziemlich stark saisonabhängig. Außerhalb der Monate Juni bis September reduziert sich das Angebot aus nahe liegenden Gründen. Dann sollte man es vor Ort in der Heimat probieren. Irgendetwas geht immer: Das können Tätigkeiten für Fitnessstudios sein oder man betreibt Akquise, um neue Kunden für Kosmetika zu gewinnen. Firmen werden immer Interesse haben, im Direktvertrieb den Umsatz anzukurbeln. Und dafür suchen sie engagierte, extrovertierte Persönlichkeiten.

Promoter: Wichtige Links für die Erstinformation

Leider ist nicht jedes Jobangebot absolut seriös, aber Interessenten erhalten in diesen Portalen einen guten Überblick, was aktuell im Direktmarketing nachgefragt wird und an welchen Orten Mitarbeiter gesucht werden.

Zu jeder Jahreszeit ein Thema: Tätigkeiten auf Messeveranstaltungen

Beliebt sind Jobs auf Messen. Diese sind nicht abhängig von Jahreszeiten oder Wetter und deshalb immer ein beliebtes Tätigkeitsfeld für persönliche Direktwerbung. Die Auswahl ist groß, es gibt viele Messeveranstaltungen in Deutschland. Sei es die Hannover-Messe, die Internationale Funkausstellung in Berlin oder die Kölner Gamescom. Überall tummeln sich Hunderttausende Besucher, die extra anreisen und sich gezielt über Angebote informieren möchten. Der wichtige Unterschied zu den Fußgängerzonen: Die Leute gehen freiwillig auf die Messen und haben ein grundsätzliches Interesse an den dort vorgestellten Produkten. Die Erfolgsaussichten für Promoter sind deshalb in der Regel höher, als wenn man irgendwelche Passanten auf der Straße anspricht.

Hostessen auf Messen präsentieren ihre Produkte mit weiblichem Charme. (#2)

Hostessen auf Messen präsentieren ihre Produkte mit weiblichem Charme. (#2)

Promoter: Ein üblicher Auftritt auf der Messe

Was macht so einer den ganzen Tag? Um sich von den Arbeitsbedingungen eines Promoters auf Messen zu informieren, soll an dieser Stelle ein kompletter Arbeitstag vorgestellt werden. Wo ein Animateur viel Spaß hat und was ihn an diesem Job nervt. Frauen können übrigens gezielt als Messehostessen aktiv sein. Ein gepflegtes Äußeres und gute Umgangsformen sollten hier eine Selbstverständlichkeit sein. Eine Hostess ist immer auch als eine Art Gastgeberin zu verstehen, welche den offerierten Produkten mit weiblichem Charme zu mehr Glanz verhelfen soll. Männer können dies naturgemäß nicht in derselben Weise präsentieren. Aber auch diese sollten vorzeigbar und attraktiv sein. Selbstverständlich sind auch diese Gastgeber und repräsentieren das jeweilige Unternehmen oder Produkt.

Es gibt natürlich unterschiedliche Schwerpunkte. Gut reden können die meisten Promoter. Einige wenige schaffen es sogar als Moderator auf die Messebühne. Das ist dann schon ein sehr hochwertiger Auftritt. Vor allem, wenn man wieder gebucht wird. Häufig überlegen diese Nachwuchskräfte sogar, nebenberuflich oder hauptberuflich als Moderator einzusteigen. Bis es soweit ist, finden sich zahllose Jobchancen auf Messen: Da kann man auch mal als ein Barkeeper tätig sein oder im Service den Gästen Getränke servieren. Erfahrungen in der Gastronomie und beim Catering sind absolut gerne gesehen. Es kann passieren, dass man unter Umständen auch mal ein Bierfass neu anschließen muss. Oder man muss beim Auf- und Abbau von Bühnen mit anpacken. Das ist zwar nicht Alltag, kann aber vorkommen.

Um den Alltag eines Promoters gut zu meistern, sind Tipps erfahrener Mitarbeiter unverzichtbar. In den folgenden Videos geben Profis wertvolle Auskünfte, wie man es in die Branche schaffen kann und wie man mit Besuchern einer Messe auf ideale Weise kommuniziert.

Video: Wie du Messebesucher richtig ansprichst

Video: 3 Schritte, wie DU Promoter wirst

Ein anderes Klientel als an Mallorcas Stränden

Ganz „klassisch“ verteilen die Mitarbeiter aber auch Flyer und sonstiges Material beziehungsweise Merchandisings wie Kugelschreiber, Luftballons und ähnliches. Allzu aufdringlich wie am Strand von Mallorca oder in manchen deutschen Fußgängerzonen geht es aber nicht zu. Etwas mehr Diskretion und Stil ist gefragt. Häufig sprechen die Messebesucher auch die männlichen oder weiblichen Hosts an und nicht umgekehrt. Man ist also auf Messen viel häufiger Berater und nicht Verkäufer.

Und wie geht es für den Promoter nach der Messe weiter? Wenn man die eine oder andere absolviert hat, kann man sich durchaus einen Namen in der Branche machen und wird gerne beim nächsten Mal wieder gebucht. Ein übliches Vorgehen in der Wirtschaft und für die meisten natürlich ein Grund zur Freude. Aber nicht etwa, weil sie eine solche Tätigkeit ihr ganzes Berufsleben machen wollen. Sondern weil diese Promotion-Mitarbeiter häufig schlicht Geld benötigen.

Denn in vielen Fällen handelt es sich bei den Messekräften um Studenten. Besonders beliebt sind diese bei den Veranstaltern, wenn sie mindestens Kenntnisse in einer Fremdsprache haben. Das ist auch deshalb sinnvoll, weil je nach Messe internationale Gäste in größerer Anzahl anzutreffen sind und diese natürlich eine hochwertige Betreuung erwarten. Oft finanzieren erfolgreiche Mitarbeiter damit ihr Studium und im besten Falle bekommen sie durch die Tätigkeit wertvolle Kontakte für das spätere Berufsleben. Im Vergleich zu Animateuren auf Mallorca oder anderen Urlaubsorten ist das Bildungsniveau von Promotern auf Messen also durchaus etwas höher anzusiedeln.

Promoter: Auf deutschen Straßen findet großflächige Spendenakquise statt

Eine etwas andere Art der Promotion ist in den letzten Jahren immer häufiger zu beobachten: Das aktive Ansprechen von Passanten, um diese zum Spenden zu bewegen. Für Amnesty International oder für Flüchtlinge genauso wie für den WWF, also die bedrohte Tierwelt oder das Rote Kreuz. Wichtig: In den meisten Fällen handelt es sich hier nicht um menschenfreundliche Idealisten, die für den guten Zweck auf der Straße stehen. Auch diese sind bezahlte Promoter. Auch diese Mitarbeiter erhalten eine Provision für erfolgreich vermittelte Patenschaften oder Spendengelder. Es entsteht aber gerade bei diesen Charity-Aktionen der Eindruck, hier wären ausschließlich karitativ tätige Mitarbeiter unterwegs.

Aufdringliche Werber als Problem in den Innenstädten

Im Gegenteil: Man hat oft den Eindruck, diese Promoter gehen mit besonderer Entschlossenheit und Aufdringlichkeit vor. Da wird der Passant lautstark angesprochen, es wird mit den Händen gewunken, so dass auch jeder sehen kann, dass er angesprochen ist. Scheinbar glauben diese Spendenwerber, weil es ja für den guten Zweck ist, dürfte man besonders dreist vorgehen. Das ist ein Irrtum, denn der unbedarfte Bürger auf den Fußgängerzonen sollte in Ruhe einkaufen oder spazieren gehen dürfen. Bei zu aufdringlichen Werbern kann und sollte man auch einmal das Ordnungsamt kontaktieren. Denn im Extremfall ist das natürlich ein Problem der gesamte Branche, nicht nur bei Spenden für den guten Zweck.

Spenden für den guten Zweck sind sinnvoll. Die Akquise durch Werber darf aber nicht aufdringlich sein. (#3)

Spenden für den guten Zweck sind sinnvoll. Die Akquise durch Werber darf aber nicht aufdringlich sein. (#3)

Promoter: Höfliche Umgangsformen sollten Grundvoraussetzung sein

Als Promoter sollte man immer respektvoll auftreten und die Mitmenschen, denen man etwas verkaufen will, höflich behandeln. Das gilt natürlich auch andersherum. Aber zunächst ist es ja der Werber, welcher dem potentiellen Kunden erzählt, dass dieses oder jenes Produkt beziehungsweise Firma die absolut Richtige ist, um das Leben des Kunden zu verbessern oder einfacher zu gestalten. Der Werber „stört“ also erstmal den potentiellen Kunden. Und manchmal fehlt solchen Werbern der Respekt vor ihren Mitmenschen. Weil man es im Elternhaus nie erlernt hat oder weil solche Werber mit Dreistigkeit bisher am besten durchs Leben gekommen sind. In dem Zusammenhang muss man natürlich auch die Vorgesetzten gewisser Promoter nennen, die oft Druck auf ihre Untergebenen ausüben, möglichst viele Abschlüsse zu machen. Das entschuldigt aber trotzdem nicht das Verhalten einzelner Werber.

Gibt es langfristige Karrierechancen in dieser Branche?

Respekt vorm Kunden ist also die Grundvoraussetzung. Das sollten alle Promoter beherzigen, die nach ihrer Schulzeit für einige Monate oder sogar Jahre in diesem Geschäft arbeiten möchten. Denn nur wenige Mitarbeiter entscheiden sich dafür, ihr ganzes Leben in dieser Branche tätig zu sein. Viele sehen es eher als zeitweilige Möglichkeit, Geld zu verdienen oder das Studium zu finanzieren. Und wenn man sich doch für die Karriere in der Promotionbranche entscheidet, dann meist eher in gehobenen Positionen, zum Beispiel durch Gründung einer eigenen Direktmarketing-Agentur. Aber auch dann sollten diese Standards des respektvollem Umgangs miteinander gelten. Schwarze Schafe müssen notfalls auch finanzielle Konsequenzen spüren, falls deren Mitarbeiter in unangemessener Weise Passanten belästigen. Ein seriöser Vertriebsmitarbeiter hingegen kann und sollte auch den Respekt von seinen Kunden erwarten, welchen er selbst anderen entgegenbringt. Dann hat er auch jedes Recht, erfolgreich viele Jahre in dieser Tätigkeit arbeiten zu dürfen.

 

 


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: goodluz  -#1: DisobeyArt  -#2: wideonet -#3: Africa Studio

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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