Wie war euer Wiedereinstieg nach Elternzeit?

Wie war euer Wiedereinstieg nach Elternzeit?

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Wie war euer Wiedereinstieg nach Elternzeit? Diese Frage hören junge Mütter häufig. Die Antworten auf diese Frage fallen ganz unterschiedlich aus. Für die Einen war der Wiedereinstieg überhaupt kein Problem, Andere hatten zu kämpfen.

Wie war euer Wiedereinstieg nach Elternzeit? Unterschiedliche Erfahrungen zu dem Thema

Der Begriff „stille Reserve“ taucht häufig auf, wenn man sich mit dem Thema Wiedereinstieg nach der Elternzeit und vor allem, wie er gelaufen ist, befasst. Damit meint man Frauen, die nach der Geburt ihres Kindes zuhause bleiben und sich um das Kind und den Haushalt kümmern, sich aber nicht arbeitssuchend melden, obwohl sie vielleicht vor der Geburt ihres Kindes einen Job hatten. Wie groß der Anteil dieser Frauen ist, kann man nur schätzen. Sicher ist aber, dass diese Frauen ein, zwei oder manchmal sogar sechs oder gar zehn Jahre zuhause bleiben und somit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen, obwohl sie häufig eine abgeschlossene Berufsausbildung oder gar ein Studium haben.

Doch nicht alle Mütter werden Teil der stillen Reserve. Viele schaffen es auch, nach der Geburt des Kindes relativ zügig wieder in den Beruf zurückzukehren. Gerade diese Mütter werden häufig gefragt, wie denn ihr Wiedereinstieg nach der Elternzeit gelaufen ist und was sie anders gemacht haben als andere Mütter, bei denen es vielleicht nicht so gut geklappt hat.

Der Begriff „stille Reserve“ taucht häufig auf, wenn man sich mit dem Thema Wiedereinstieg nach der Elternzeit und vor allem, wie er gelaufen ist, befasst. (#01)

Der Begriff „stille Reserve“ taucht häufig auf, wenn man sich mit dem Thema Wiedereinstieg nach der Elternzeit und vor allem, wie er gelaufen ist, befasst. (#01)

Der Wiedereinstieg in den Beruf: So unterschiedlich wie die Frauen

Wer sich im Netz umsieht merkt schnell, dass der Wiedereinstieg in den Beruf ganz unterschiedlich ablaufen kann. Da liest man auf der einen Seite Geschichten von Müttern, denen scheinbar alles ganz leicht von der Hand geht: Niedlicher, gesunder Nachwuchs und nach spätestens einem Jahr starten sie wieder im Beruf durch und machen genau da weiter, wo sie vor dem Mutterschutz aufgehört haben. Diese Frauen sind wirklich zu beneiden, denn bei ihnen hat offensichtlich einiges geklappt und Glück hatten sie dabei auch noch.

Denn damit der Wiedereinstieg nach der Elternzeit im Rückblick fast schon wie ein Kinderspiel war, müssen sich einige Puzzleteile zusammenfügen:

  • Der Arbeitgeber sollte einem Teilzeit-Arbeitsplatz zustimmen
  • Das Kind sollte einen Betreuungsplatz haben
  • Im besten Fall hat man ein Umfeld aus Freunden und Familie, die im Notfall einspringen können

Denn eins ist sicher: Das Kind wird krank werden und das nicht nur am Wochenende. Wer in diesem Fall einen verständnisvollen Arbeitgeber hat, der kann sich glücklich schätzen. Aber auch ein verständnisvoller Arbeitgeber kommt einmal an seine Grenzen. Wer für diesen Fall ein Netzwerk aus Freunden und Familie hat, das bei der Betreuung des Nachwuchses mit anpacken kann, der kann sich glücklich schätzen. Viele Frauen müssen nämlich die Frage, wie ihr Wiedereinstieg nach der Elternzeit war, leider negativ beantworten. Die Gründe sind vielfältig.

Wie euer Wiedereinstieg nach der Elternzeit wird, ist ganz unterschiedlich und hängt von vielen verschiedenen Dingen ab. Eins davon ist Euer Gefühl, das ihr bereits vorab spürt, wenn ihr an den Wiedereinstieg nach eurer Elternzeit denkt. (#02)

Wie euer Wiedereinstieg nach der Elternzeit wird, ist ganz unterschiedlich und hängt von vielen verschiedenen Dingen ab. Eins davon ist Euer Gefühl, das ihr bereits vorab spürt, wenn ihr an den Wiedereinstieg nach eurer Elternzeit denkt. (#02)

War euer Wiedereinstieg nach der Elternzeit positiv oder negativ?

Wie euer Wiedereinstieg nach der Elternzeit wird, ist ganz unterschiedlich und hängt von vielen verschiedenen Dingen ab. Eins davon ist Euer Gefühl, das ihr bereits vorab spürt, wenn ihr an den Wiedereinstieg nach eurer Elternzeit denkt. Fällt es Euch leicht den Gedanken zu akzeptieren, dass in naher Zukunft eine Erzieherin oder ein Erzieher auf euer Kind aufpasst? Das scheint nämlich ein relativ weit verbreitetes Phänomen zu sein.

Viele Mütter haben regelrechte Schuldgefühle, wenn sie bei der Arbeit sind und daran denken, dass das Kind nun in der Kita oder dem Kindergarten ist. Auch das Umfeld kann dieses Gefühl noch verstärken und den Wiedereinstieg nach der Elternzeit etwas madig machen. Während Mütter, die in Teilzeit arbeiten, ihr Kind nachmittags noch selbst betreuen, können Mütter, die in Vollzeit arbeiten, das meist nicht. Gerade diese Mütter trifft es dann besonders, wenn sie „gut gemeinte“ Ratschläge aus dem Bekanntenkreis bekommen.

Eine weitere Antwort, die man häufig auf die Frage, wie der Wiedereinstieg nach der Elternzeit war, hört, ist die Rhythmusumstellung. Tatsächlich dauert es wieder eine gewisse Zeit, bis Mama sich morgens wieder mehr um sich kümmert, denn das muss sie jetzt. Bei festen Arbeitszeiten kann man sich eben nicht noch einmal mit dem Baby oder Kind im Bett einkuscheln und noch einmal eine Runde schlafen. Da heißt es morgens aufstehen und die Teilzeit- oder Vollzeitposition antreten. Aber nach kurzer Zeit berichten die meisten Mütter, dass sie sich toll auf den neuen Rhythmus einstellen konnten.

Karriereberater raten daher Frauen in der Babypause oder Elternzeit dazu, den Zeitraum so kurz wie möglich zu halten. (#02)

Karriereberater raten daher Frauen in der Babypause oder Elternzeit dazu, den Zeitraum so kurz wie möglich zu halten. (#02)

Bereut ihr den Wiedereinstieg nach der Babypause?

Auch die Frage danach, ob man den Wiedereinstieg nach der Babypause bereue, hören Mütter, aber auch Väter häufig. Denn eine Babypause kann ein wahrer Karrierekiller sein. Schon ein halbes Jahr Auszeit vom Job kann große Probleme nach sich ziehen. Aktuelle Entwicklungen bekommt man nicht mehr hautnah mit und auch das Sozialgefüge innerhalb des Unternehmens ändert sich, so dass man die Frage: „Wie war euer Wiedereinstieg nach der Elternzeit?“ von einigen Kollegen schnell als scheinheilig entlarven kann.

Karriereberater raten daher Frauen in der Babypause oder Elternzeit dazu, den Zeitraum so kurz wie möglich zu halten. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, da die meisten jungen Mütter und Väter am liebsten die Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten. Das kann jedoch eine Gefahr werden, Stichwort: Schwangerschaftsvertretung. Diese Arbeitnehmer haben zwar meist nur einen befristeten Vertrag im Unternehmen, weil sie eben nur die Babypause des eigentlichen Mitarbeiters überbrücken sollen, können aber trotzdem gefährlich werden.

Denn während der „originale“ Mitarbeiter in Babypause ist, ist die Vertretung vor Ort und macht ihren Job. Wenn sie den noch gut macht, kann sie ganz schnell zu einer Konkurrenz werden. Denn zusätzlich dazu, dass die Vertretung die Babypause des anderen Mitarbeiters überbrückt, kann sie in Vollzeit arbeiten. Eine Schwangerschaftsvertretung ist meist sehr flexibel, um den neuen Arbeitgeber zu beeindrucken. Damit man also die Frage: „ Wie war euer Wiedereinstieg nach Elternzeit?“ auch tatsächlich beantworten kann, sollte man bereits in der Babypause seinem Arbeitgeber signalisieren, dass man sehr gerne wieder in die Firma zurückkehren möchte.

Unabhängig davon, wie die Babypause und die Elternzeit nun konkret abläuft, gibt es einige Dinge, die man als werdenden Mutter wissen sollte. Der Gesetzgeber schützt nämlich die Schwangere in besonderer Weise: Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen nach der Entbindung (bei Mehrlingsgeburten sogar 12), darf die Frau nicht beschäftigt werden. (#03)

Unabhängig davon, wie die Babypause und die Elternzeit nun konkret abläuft, gibt es einige Dinge, die man als werdenden Mutter wissen sollte. Der Gesetzgeber schützt nämlich die Schwangere in besonderer Weise: Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen nach der Entbindung (bei Mehrlingsgeburten sogar 12), darf die Frau nicht beschäftigt werden. (#03)

Die Elternzeit: Was man wissen sollte

Unabhängig davon, wie die Babypause und die Elternzeit nun konkret abläuft, gibt es einige Dinge, die man als werdenden Mutter wissen sollte. Der Gesetzgeber schützt nämlich die Schwangere in besonderer Weise: Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen nach der Entbindung (bei Mehrlingsgeburten sogar 12), darf die Frau nicht beschäftigt werden. Wer es trotzdem tut, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

In Deutschland gibt es einen Rechtsanspruch auf Elternzeit, dazu müssen jedoch einige Formalitäten beachtet werden:

  • Der Antrag auf Elternzeit muss mindestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn beim Arbeitgeber vorliegen. Möchten Väter direkt nach der Geburt ihres Kindes in Elternzeit gehen, sollten sie von dem errechneten Geburtstermin des Kindes ausgehen und den Antrag entsprechend stellen.
  • Im Antrag sollte bereits das geplante zukünftige Arbeitszeitmodell festgelegt werden: Möchte die Person, die in Elternzeit geht, nach dem Wiedereinstieg eher in Vollzeit oder lieber in Teilzeit arbeiten?
  • Auch das Schreiben an sich sollte den gängigen Anforderungen entsprechen: Adressat, Absender, Betreff, bitte um Genehmigung und natürlich die geplante Dauer der Elternzeit sollten darin genannt werden.

Tipp: Wer ganz sicher gehen möchte, kann um eine schriftliche Empfangsbestätigung des Arbeitgebers bitten.

Außerdem gut zu wissen: Elternzeit und Elterngeld hängen nur mittelbar zusammen. Während Arbeitnehmer, die vom Job pausieren und nach der Elternzeit wieder einsteigen möchten, ihren Arbeitgeber fragen müssen, ist das Elterngeld unabhängig von einem Arbeitgeber. Jeder europäische Staatsbürger, der ein Kind hat, kann diese Unterstützung vom Staat beantragen. Dabei werden insgesamt 14 Monate lang ein gewisser Anteil des Netto-Einkommens vor der Elternzeit (oder Entbindung) gezahlt.

Auch wer vor der Entbindung kein Einkommen hatte, kann Elterngeld beziehen. Staatlich geregelt ist eine Mindestsumme, die auch Nicht-Beschäftigte erhalten.

Ohne Frage macht das Elterngeld die Elternzeit schöner, da man wenigstens teilweise finanzielle Unterstützung vom Staat erhält. So kann man vielleicht die Frage wie der Wiedereinstieg nach der Elternzeit war, gleich noch positiver beantworten.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: goodluz -#01: Monkey Business Images-#02: fizkes -#03: Darius pl  -#04:  Goran Bogicevic_

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Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

Sabrina MüllerWie war euer Wiedereinstieg nach Elternzeit?