Was tun nach der Babypause?

Was tun nach der Babypause? Diese Frage stellen sich viele Mütter und teilweise auch Väter, die nach der Elternzeit wieder in den Job zurückkehren. Denn nicht immer muss es dabei der alte Beruf sein.

Was tun nach der Babypause? Die Möglichkeiten

Wer nach der Babypause wieder in den Job einsteigen möchte, ist in einer recht komfortablen Position. Denn nach einer Babypause hat man die Chance, sich beruflich komplett neu zu orientieren – sofern man das denn möchte. Gar nicht so selten kommt es nämlich vor, dass Eltern in der Elternzeit feststellen, dass sie nun ganz andere Prioritäten haben und dass sie ganz andere Dinge interessieren, als in der Zeit vor dem Baby. Eine Babypause kann daher immer auch eine Möglichkeit sein, in sich zu gehen und auf sein Bauchgefühl zu hören.

Passt der alte Job überhaupt zu mir? Ist es das, was ich immer schon machen wollte, oder mache ich den Job nur, weil ich Geld verdienen muss? Entspricht der Beruf meinen Interessen, oder liegen die eigentlich ganz woanders? Die Babypause ist daher eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Zahlreiche Coaches und Beratungsangebote gibt es mittlerweile, die genau dieses Potenzial erkannt haben. Eine von ihnen ist die sogenannte Perspektive Wiedereinstieg, die sich auf unterschiedliche Beratungsangebote für junge Eltern, aber auch für Familien spezialisiert hat.

Keine Frage, wer als junge Mutter oder junger Vater wieder zurück in den Beruf möchte der ist über jede Hilfe dankbar, die er bekommen kann. (#01)

Keine Frage, wer als junge Mutter oder junger Vater wieder zurück in den Beruf möchte der ist über jede Hilfe dankbar, die er bekommen kann. (#01)

Der Wiedereinstieg nach der Babypause kann schwierig werden

Keine Frage, wer als junge Mutter oder junger Vater wieder zurück in den Beruf möchte der ist über jede Hilfe dankbar, die er bekommen kann. Denn abgesehen von der eigenen Arbeit im Job, die man nun wohl nicht mehr in Vollzeit, sondern in Teilzeit verrichten wird, muss man sich auch um eine Betreuung für das Kind kümmern – und das kann häufig schwierig werden.

Denn Plätze in einer Krippe oder im Kindergarten sind knapp. Hinzu kommt dann häufig auch noch, dass die Beitrage so hoch sind, dass es sich für einige Eltern kaum lohnt, das Kind betreuen zu lassen und arbeiten zu gehen, weil sich die beiden Beträge häufig Null auf Null aufgehen.

Daher fragen sich viele junge Eltern, was sie nach der Babypause tun sollen: In den Job zurückkehren und im Zweifel erst einmal kaum mehr Geld in der Tasche haben, oder die Zeit mit dem Kind verbringen und den Job erst einmal auf Eis legen. Eine häufig sehr schwierige Entscheidung, die wohl überlegt sein will. Denn wer gibt heutzutage schon gerne einen Vollzeit-Job auf, um einige Zeit später in eine ungewisse berufliche Zukunft zu starten?

Wiedereinstieg in den Beruf: Arbeiten nach der Elternzeit EP 2/4

Was man nach der Babypause tun sollte: Beratung und Information

Bevor man also die Entscheidung trifft, was genau man nach der Babypause tun sollte, sollte man ein oder mehrere Beratungsangebote wahrnehmen, die es mittlerweile online, sowie in vielen größeren Städten direkt vor Ort gibt. Das können sowohl offizielle Stellen, wie beispielsweise die Berater bei der Agentur für Arbeit sein, oder man wendet sich direkt an den Arbeitgeber. Je nach Größe der Firma gibt es spezielle Gleichstellungsbeauftragte oder andere Mitarbeiter mit einer speziellen Funktion, die gerade jungen Eltern helfen können, den Weg zurück in den Beruf leichter zu gestalten.

Auch im Freundes- oder Bekanntenkreis kann man sich Tipps und wertvolle Informationen einholen. Denn sicherlich ist man selbst nicht die erste Person, die sich die Frage stellt, was man nach der Babypause nun tun soll. Vielleicht haben Sie auch noch Kontakte zu den anderen Frauen aus dem Geburtsvorbereitungskurs? Unter Umständen können Sie sich zusammen tun und voneinander profitieren. Der Wiedereinstieg in den Beruf gelingt häufig besser, wenn er auf mehrere Schultern verteilt ist.

In Deutschland ist es immer noch so, dass zum Großteil die Frauen für mindestens ein Jahr in Elternzeit gehen, während sich die Väter häufig auf die zusätzlichen zwei Monate beschränken, die passender Weise daher auch als Vätermonate bezeichnet werden. (#02)

In Deutschland ist es immer noch so, dass zum Großteil die Frauen für mindestens ein Jahr in Elternzeit gehen, während sich die Väter häufig auf die zusätzlichen zwei Monate beschränken, die passender Weise daher auch als Vätermonate bezeichnet werden. (#02)

Wie stehen die Chancen nach der Elternzeit?

In Deutschland ist es immer noch so, dass zum Großteil die Frauen für mindestens ein Jahr in Elternzeit gehen, während sich die Väter häufig auf die zusätzlichen zwei Monate beschränken, die passender Weise daher auch als Vätermonate bezeichnet werden. Somit stellt sich für Väter auch häufig gar nicht die Frage, was sie nach der Babypause tun sollen, da zwei Monate Abwesenheit aus dem Beruf leicht aufgefangen werden können. Frauen dagegen müssen da schon etwas mehr leisten. Da ist man gut beraten, wenn man frühzeitig seine Ziele und Wünsche für die Zeit nach der Elternzeit und Babypause definiert.

Rechtzeitig mit dem Chef sprechen

Schnell nach der Elternzeit in den Beruf zurückkehren gelingt dann besonders gut, wenn man ein gutes Verhältnis zu seinen Vorgesetzten und Kollegen hat, denn dann ist jeder daran interessiert, dass Mitarbeiter auch nach der Elternzeit den Wiedereinstieg in den Beruf schnell schaffen. Ein guter Tipp ist daher, den Chef so schnell wie möglich über eine Schwangerschaft zu informieren. Denn wer frühzeitig den Vorgesetzten und Entscheidungsträger mit ins Boot nimmt, der kann auch nach der Elternzeit davon profitieren und muss sich später vielleicht nicht fragen, was er nach der Babypause tun soll, weil diese Frage bereits geklärt ist.

Gut ist es außerdem, wenn man bereits einen klaren Plan hat, wie es nach der Elternzeit weitergehen soll und dies dem Chef bereits im ersten Gespräch mitteilt. Ist schon klar, dass man nach der Elternzeit nur noch in Teilzeit, statt wie vorher in Vollzeit arbeiten möchte, kann man das bereits ansprechen. So hat der Vorgesetzte die Möglichkeit, rechtzeitig Alternativen zu organisieren, damit die Abläufe im Unternehmen wie gewohnt weitergehen können – genau das schätzen die meisten Chefs.

Seit dem Jahr 2015 gibt es eine neue Regelung bei der Elternzeit. Ab jetzt ist es Arbeitnehmern möglich, auch in der Elternzeit zu arbeiten – und zwar in Teilzeit. (#03)

Seit dem Jahr 2015 gibt es eine neue Regelung bei der Elternzeit. Ab jetzt ist es Arbeitnehmern möglich, auch in der Elternzeit zu arbeiten – und zwar in Teilzeit. (#03)

Auf Nummer Sicher gehen: Während der Elternzeit arbeiten

Seit dem Jahr 2015 gibt es eine neue Regelung bei der Elternzeit. Ab jetzt ist es Arbeitnehmern möglich, auch in der Elternzeit zu arbeiten – und zwar in Teilzeit. Ganze 30 Stunden pro Woche darf man nach der neuen Regelung arbeiten ohne seinen Anspruch auf Elternzeit zu verlieren. Eine schöne Situation für alle Beteiligten: Der Arbeitnehmer behält den Kontakt zu dem Unternehmen und den Kollegen und bleibt thematisch auf dem Laufenden, während der Chef es meist zu schätzen weiß, wenn sein eingearbeiteter Arbeitnehmer möglichst schnell wieder in den Job zurückkehrt.

Die große Frage, was man nach der Babypause tun sollte, stellt sich dann also gar nicht. Beachten sollte man bei dieser Möglichkeit, dass man seinem Vorgesetzten sieben Wochen vor dem geplanten Wiedereinstieg in den Job Bescheid gibt. Optimal ist es natürlich, wenn man es noch früher schafft und schon vor dem Abschied in den Mutterschaftsurlaub den Vorgesetzten über die beabsichtigten Pläne informiert.

Was man in der Babypause tun kann: Sich weiterbilden

Die Zeit der Babypause lässt sich auch schon nutzen, um seine Rückkehr in den Job vorzubereiten. Die flexible Zeiteinteilung zwischen Windeln wechseln, füttern und Haushalt erledigen macht es möglich, dass man hin und wieder ein paar Stunden abzwacken kann, in denen man sich weiterbildet. Das geht entweder dadurch, dass man sich je nach Fachbereich, in dem man arbeitet, die entsprechenden Fachzeitschriften besorgt, um auf dem Laufenden zu bleiben. Für andere Arbeitnehmer ist es aber auch denkbar, dass sie online-Kurse oder Weiterbildungsmöglichkeiten wahrnehmen, bei denen man ganz bequem von Zuhause aus am PC beruflich auf dem Laufenden bleibt.

Berufsberatung: Wiedereinstieg nach der Elternzeit EP 4/4

Nach der Babypause nichts überstürzen

Einer der wichtigsten Tipps, wenn man sich fragt, was man nach der Babypause tun sollte ist sicher: Nichts überstürzen! Sie sollten sich und ihrem Umfeld die nötige Zeit geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Das Kind muss sich in der Kita eingewöhnen und auch Sie müssen erst einmal damit umgehen lernen, dass Sie nun neben der Arbeit auch ein kleines Kind haben, um das Sie sich kümmern müssen.

Teilzeitarbeit statt Vollzeitarbeit im Job ist dabei bestimmt schon eine kleine Erleichterung, aber eben nur die halbe Miete.
Nehmen Sie daher ruhig auch Hilfe aus ihrem Umfeld an und gehen Sie nicht zu hart mit sich ins Gericht. Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt – und den sollten Sie ganz bewusst gestalten.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Yuganov Konstantin  -#01: Matva  -#02: Phase4Studios  -#03: YAKOBCHUK VIACHESLAV

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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