IT-Karriere: 5 Wege zum passenden IT-Job

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Dass in Deutschland ein Fachkräftemangel herrscht, ist unbestritten. Gerade in der IT-Branche werden qualifizierte Mitarbeiter händeringend gesucht – Unternehmen bestätigen immer wieder, dass sie als Arbeitgeber zwar zur Verfügung stünden, jedoch die Bewerber ausblieben. Die Interessenten, die sich bewerben, verfügen hingegen oft nur über eine unzureichende Ausbildung und sind nicht auf dem aktuellen Stand des computertechnischen Wissens.

Viele Wege führen nach Rom

Dieser altbekannte Spruch ist auch für Bewerber, die eine Stelle im Bereich IT haben möchten, wirklich passend. Es mangelt nicht an Stellen in Firmen jeglicher Größe, vielmehr sind Stellenanzeigen in Zeitschriften, Jobmessen und Onlinenetzwerke oftmals zu unübersichtlich, um die tatsächlich passende Stelle zu finden. Zudem herrscht nicht selten Unsicherheit bezüglich der eigenen Ausbildung: Wird diese ausreichend sein? Sind die gefragten besonderen Kenntnisse in SAP tatsächlich vorhanden?

Decken sich die eigenen Vorstellungen von einer Anstellung mit denen des Arbeitgebers? Im Zweifelsfall springen manche Bewerber eben nicht über ihren Schatten und melden sich in der Firma, sondern warten auf weitere – eventuell auf den ersten Blick passendere – Angebote. Doch welche Wege gibt es überhaupt, um eine Karriere im Bereich IT und Software zu starten?

Online einen Arbeitgeber finden

Die IT-Branche bietet viele interessante Berufsbilder und Tätigkeiten. Sind Sie bereit für die IT-Branche? (#1)

Die IT-Branche bietet viele interessante Berufsbilder und Tätigkeiten. Sind Sie bereit für die IT-Branche? (#1)

Im Internet sind zahlreiche Jobbörsen vorhanden, wobei sich diese nach ihrer Art unterscheiden. Die einen sind Allrounder und bieten von der Stelle als Putzkraft bis hin zum oberen Management scheinbar alles an.

Andere sind auf eine bestimmte Branche oder auf bestimmte Berufe spezialisiert und bieten Stellen im Bereich Consulting, EDV, Qualitätswesen oder Ähnliches an. Die zielgerichteten Jobbörsen sind meist gewinnbringender, hier ist es oft sogar möglich, ein eigenes Profil anzulegen.

Mit diesem wiederum kann die eigene Person perfekt dargestellt werden – Motivation für einen neuen Job, Lebenslauf, Referenzen usw. werden für registrierte Personaler zugänglich. Das entbindet natürlich dennoch nicht davon, sich selbst um eine Stelle zu kümmern, denn wer warten möchte, bis er von Headhuntern oder Personalverantwortlichen angeschrieben wird, wartet meist länger oder sogar zu lange.

Stellenanzeigen in der Zeitung

Auch wenn das Internet scheinbar in allen Bereichen übermächtig wird – Zeitungen und Zeitschriften haben längst nicht ausgedient. Das gilt ebenso für die Stellenanzeigen, die in der Printvariante erscheinen und stets größte Beachtung finden. Studien belegen sogar, dass jeder zweite Deutsche in die Zeitung schaut, wenn er auf der Suche nach einem neuen Job ist. Wer die Karriereseiten der Fachzeitschriften aufschlägt, findet zudem Ausschreibungen für hoch qualifizierte Jobs in Management, Consulting oder im Bereich EDV.

Der Weg über Printanzeigen gilt als klassischer Weg – stellt für viele ITler aber eine Ausnahme dar. Logisch: Wer sich für IT interessiert, wird auch den Weg über einen Computer gehen, wenn er sich bewerben möchte.

Auch die Arbeitsagentur schreibt Stellen regelmäßig in Zeitungen aus und dies sogar in recht ansehnlicher Größe. Übersehen werden können solche Anzeigen kaum!

Jobmessen nutzen

Ob schon im Studium oder erst später bei der Jobsuche – Jobmessen bieten eine gute Übersicht über verschiedene IT-Unternehmen, den Markt an sich und über die aktuelle Stellensituation. Hier können zum einen natürlich freie Stellen entdeckt werden, zum anderen besteht aber auch die Möglichkeit für (angehende) Bewerber, die Unternehmen selbst genauer anzusehen. Der mögliche Arbeitgeber kann so ganz real erlebt werden, es ist möglich, Fragen zu stellen und Hintergründe zur Geschäftstätigkeit zu erfahren.

Im besten Fall referieren Personaler über den Arbeitsalltag, es werden Gehaltsvorstellungen diskutiert und passende Diskussionen und Fachbeiträge durchgeführt. Die Präsentationen geben oft einen guten Einblick darüber, welche speziellen Kenntnisse ein IT-Mitarbeiter mitbringen muss, ob er sich mit SAP oder einer anderen Software auskennen muss, ob das Studium zwingend abgeschlossen sein muss und ob Praxiserfahrung Voraussetzung für eine Einstellung ist. Außerdem kommen gefragte Soft Skills zur Sprache – nicht jeder Bewerber ist gleichermaßen für jedes Unternehmen gut geeignet.

Video: Soft Skills bei Informatikern

Stellen finden über Netzwerke

Früher kannte man jemanden, der wiederum jemanden kannte, der wiederum gesagt hat, dass jemand einen Mitarbeiter sucht – „Vitamin B“ hieß diese Art der Jobfindung früher einmal. Heute wird das ganz modern als Netzwerken bezeichnet. Netzwerke sind in der Regel über das Internet entstanden und deutlich weniger persönlich. Facebook, Xing und Linkedin werden von Firmen genutzt, die einen Job zu vergeben haben und die aktiv neue Mitarbeiter gewinnen wollen.

Bewerber sollten aber nicht darauf vertrauen, dass die Angebote schon von allein kommen werden – eigene Aktivität ist gefragt. In Foren wird mitdiskutiert, wobei es natürlich auf die Art und Qualität des Forums ebenso ankommt wie auf das eigene gezeigte Niveau. In den Netzwerken besteht die Möglichkeit, sich selbst vorzustellen und eigene Wünsche an eine neue Stelle zu äußern. Auf interessante Anzeigen oder Angebote kann direkt geantwortet werden.

Lieber direkt?

Besonders die IT-Jobs sind in hohem Maße von Fachkompetenz bestimmt. Das kann schon malUnsicherheiten schaffen. Reicht mein Fachwissen? Andererseits geben viele Arbeitgeber Gelegenheit, dazu zu lernen und freuen sich auf lernbereite Bewerber. Stürmen Sie also voller Motivation zur tollen Karriere! (#2)

Besonders die IT-Jobs sind in hohem Maße von Fachkompetenz bestimmt. Das kann schon malUnsicherheiten schaffen. Reicht mein Fachwissen? Andererseits geben viele Arbeitgeber Gelegenheit, dazu zu lernen und freuen sich auf lernbereite Bewerber. Stürmen Sie also voller Motivation zur tollen Karriere! (#2)

Einige Bewerber haben eine Firma aus dem IT-Bereich im Kopf, bei der sie gern arbeiten möchten. Hier kommt die Variante zum Tragen, bei der der direkte Weg gegangen wird. Die Bewerbung kann für eine ausgeschriebene Stelle in der betreffenden Firma versandt werden, auch Initiativbewerbungen sind möglich.

Gehen diese Bewerbungen per E-Mail oder online ein, kommt das bei den meisten Firmen besonders gut an – der Arbeitsaufwand für die Personaler hält sich damit in Grenzen und für einen groben Überblick über die Eignung des vielleicht neuen Mitarbeiters sind die Aussagen in der Kurzbewerbung meist ausreichend. Viele Firmen haben es sogar schon aufgegeben, auf Post-Bewerbungen zu warten, sie sind von der Effizienz der Onlinebewerbungen überzeugt.

Teilweise steht aber auch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des betreffenden Unternehmens, ob Initiativbewerbungen überhaupt erwünscht sind und wenn ja, auf welche Weise.

Tipps zum Schluss

Viele Bewerber haben bereits eine Firma im Blick, die für sie als der ideale Arbeit- oder Auftraggeber gilt. Wichtig ist, sich ausreichend über diesen zu informieren, damit die Idealvorstellungen nicht enttäuscht werden.

Außerdem ist wichtig, möglichst viele verschiedene Wege zu nutzen. Nicht nur die Stellenanzeigen in der Zeitung abgrasen, sondern auch im Internet schauen und Netzwerke verschiedener Art nutzen. Auch wenn Sie vielleicht kein Freund von Facebook und Co. sind, so gibt es verschiedene soziale Netzwerke, die deutlich sicherer und auf eine bestimmte Branche spezialisiert sind.

Auch Jobmessen können unverhofft zum Erfolg führen. Probieren Sie am besten alle fünf Wege aus – es sei denn, bereits der erste oder zweite Versuch ist von Erfolg gekrönt.


Bildnachweis: © Fotolia – #1 Coloures-pic, #2 Marco2811

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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