Ausbildung als Friseurin: Karrieretipps für die Zeit nach der Lehre

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Die Ausbildung als Friseurin ist nicht unumstritten. Junge Frauen wissen häufig nicht, welche Berufe nach dem Abschluss der Schule für sie in Frage kommen. Früher oder später stoßen sie dann auf der Suche nach einem Beruf für eine Ausbildung auf das Berufsbild der Friseurin. Grund dafür ist nicht selten das in der Freizeit ausgelebte Interesse am Styling von Frisuren, dem Pflegen und Frisieren der Haare. Sind die Gehälter für Friseurinnen wirklich so schlecht, wie ihr Ruf? Welche Karrierechancen bieten Berufe wie die der Friseurin überhaupt?

Ausbildung als Friseurin: Inhalte, Dauer und Voraussetzungen

Das Berufsbild des Friseurs beschäftigt sich in vielen Facetten mit Haaren und setzt als persönliche Eignung die Freude am Umgang mit Menschen voraus. Wer sich für dieses Berufsbild interessiert, sollte bestenfalls in einem Praktikum in den Arbeitsalltag hineinschnuppern. Zu den typischen Tätigkeiten eines Friseurs gehören das Pflegen von Haaren, das Schneiden von Frisuren, Colorationen und Haarverlängerungen.

Diese Aufgaben übernehmen Azubis nach und nach im Laufe ihrer Ausbildung. Zunächst erhalten sie dabei Anleitung von einer Fachkraft aus dem Betrieb.

Fakten zur Ausbildung als Friseurin:

  • Dauer der Ausbildung: drei Jahre (Verkürzung möglich)
  • Ausbildungsart: duales Modell aus Berufsschule und Betrieb
  • Voraussetzungen: je nach Betrieb ein Abschluss der Haupt- oder Realschule
  • Gehalt im ersten Lehrjahr: durchschnittlich 200 bis 300 Euro
  • Gehalt im dritten Lehrjahr: durchschnittlich 500 Euro

Gehalt nach der Ausbildung zur Friseurin

Das Gehalt als ausgelernte Friseurin hängt stark von dem Salon ab, in dem die Fachkraft beschäftigt ist. Gehälter können zwischen 900 und 1.500 Euro liegen. In sehr exklusiven Salons sind auch Gehälter von rund 2.000 Euro üblich. Friseure haben in ihrem Beruf verschiedene Möglichkeiten, das eigene Gehalt zu steigern. Das gelingt zum Beispiel durch den Erwerb von Wissen und Kenntnissen in einem speziellen Fachbereich des Friseurhandwerks. Außerdem kann es sinnvoll sein, neben einer vollen Stelle eine selbstständige Arbeit als mobile Friseurin aufzunehmen.

Karriere als Angestellte machen

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bieten sich Absolventen verschiedene Möglichkeiten, um Karriere zu machen. Eine ist es, sich schrittweise im Lehrbetrieb in eine Führungsposition hochzuarbeiten. Dazu beginnen Absolventen in der Regel zunächst ein Angestelltenverhältnis. Später steigen sie bei Eignung zur stellvertretenden Salonleitung auf und können bei Friseurketten mit entsprechendem Engagement schließlich die Salonleitung übernehmen.

Hilfreich bei derartigen Plänen für die eigenen Karriere sind Weiterbildungen auch nach der abgeschlossenen Ausbildung zur Friseurin. Solche Lehrgänge erschließen neue Aufgabenbereiche und machen eine Spezialisierung zum Beispiel auf Extensions oder Brautfrisuren möglich.

Selbstständig als Friseurin: Der Weg zum eigenen Salon

Wer nach der Ausbildung zur Friseurin im eigenen Salon Haare schneiden möchte, hat einen langen Weg vor sich. Zur Saloneröffnung wird ein Meistertitel benötigt, da es sich beim Friseur um ein zulassungspflichtiges Handwerk handelt. Nach den Lehrjahren folgen daher weitere Jahre des Lernens bis zum Erwerb des Meistertitels. Die Mühen lohnen sich jedoch, denn am Ende ist die Eröffnung eines eigenen Salons möglich.

Wer auch ohne Meisterbrief selbstständig als Friseurin arbeiten möchte, kann eine Ausnahmegenehmigung erwirken, indem statt einem Friseursalon ein Kosmetikstudio mit ergänzenden Friseurleistungen eröffnet wird. Auch mobile Friseure, die Hausbesuche bei ihren Kunden anbieten, benötigen keinen Meisterbrief.

Ein eigener Salon ist für einen Friseur mit viel Verantwortung verbunden und erweitert den Arbeitsumfang enorm. Neben dem Schneiden von Frisuren stehen dann unter anderem auch folgende Tätigkeiten auf dem täglichen Arbeitsplan:

  • Werbung von Kunden
  • Personalsuche und Mitarbeiterführung
  • Buchhaltung
  • Wareneinkauf
  • Planung und Überprüfung der Abläufe im Friseursalon

Der Beginn auf dem Weg in die Selbstständigkeit ist die Absicht, nach der Ausbildung zur Friseurin einen eigenen Salon zu eröffnen. Eine solche Entscheidung sollte man gründlich planen. Anlaufstellen für Existenzgründer helfen beim Aufstellen eines Business-Plans, dem Konzept für das Marketing und den anderen Schritten auf dem Weg zum eigenen Salon.


Bildnachweis: © Fotolia – master1305

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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