Bezahlte Umfragen: Lässt sich damit seriös Geld verdienen?

Bezahlte Umfragen werden als seriöse Heimarbeit angepriesen und sollen dabei helfen, nebenbei Geld zu verdienen. Wie viel sie tatsächlich einbringen und worauf man achten muss, das sagen wir jetzt.

Bezahlte Umfragen: Seriöse Heimarbeit oder Datenklau?

In Zeiten, in denen das Datenschutzgesetz schon fast ad absurdum geführt wird, stellt sich die Frage, wieso sich so viele Menschen auf bezahlte Umfragen einlassen.

  • Lockt das große Geld?
  • Liegt es an der Einfachheit der Arbeit?
  • An der Bequemlichkeit, derartige Umfragen direkt am heimischen Rechner ausfüllen zu können?

Wer etwas dazuverdienen möchte, kommt schnell auf bezahlte Umfragen, die inzwischen auf zahlreichen Internetseiten angepriesen werden. Dabei steckt in den seltensten Fällen ein bekanntes Meinungsforschungsinstitut hinter den Aktionen, meist handelt es sich um Seiten, die lediglich im Internet agieren und für verschiedene Institute Umfragen durchführen.

Sie werden als „Panels“ bezeichnet und nehmen Umfragen von Forschungsinstituten und anderen Stellen mit auf. Leider stellt sich bei manchen Seiten die Frage, ob es wirklich darum geht, herauszufinden, ob ein Produkt oder eine Leistung gut ist oder ob es nicht einfach nur um die Daten geht. Immerhin müssen sich die Teilnehmer umfänglich anmelden, geben Namen und Adresse sowie mindestens die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse an. Der Weg zu unerwünschter Werbung ist damit frei, außerdem ist nicht immer bekannt, was mit den angegebenen Daten weiter geschieht.

Video: Bezahlte Umfrage – Deshalb kannst Du nicht immer teilnehmen.

Der Hintergrund für bezahlte Umfragen ist, dass Unternehmen wissen müssen, wie ihr Produkt ankommt. Ob es Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der Qualität oder einfach nur Wünsche zu einer anderen Verpackung gibt. Es geht darum, die Zielgruppe des Unternehmens zu erreichen, sodass von dieser direkt Aussagen zum Produkt oder zu der Leistung zu erhalten sind. Bis vor einiger Zeit wurde ein Meinungs- oder Marktforschungsinstitut beauftragt, welches dafür zuständig war, die jeweilige Zielgruppe anzusprechen und eine repräsentative Umfrage durchzuführen. Doch diese Verfahrensweise zeigt sich angesichts moderner Möglichkeiten als unwirtschaftlich.

Umfragen werden heute online durchgeführt, denn hier lassen sich binnen kürzester Zeit sehr viele Menschen direkt erreichen, die auch nicht auf ihrem Weg zur Arbeit oder zu einem Treffen gestört werden, sondern die bei ihren Internettätigkeiten zu erreichen sind. Damit ein gewisser Anreiz besteht, teilzunehmen, sind bezahlte Umfragen ein probates Mittel. Die Anbieter von bezahlten Umfragen locken mit der Auszahlung eines Guthabens oder mit festen Prämien, damit sie ihre Ergebnisse erhalten.

Die Frage, ob bezahlte Umfragen seriös sind oder nicht, kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Denn schwarze Schafe gibt es auch hier und nicht alle Anbieter behandeln die Daten so sorgfältig, wie es eigentlich angebracht wäre. Es ist daher wichtig, auf einige Dinge zu achten, ehe die Teilnahme an derartigen Meinungsforschungen zugesagt wird. Fakt ist, dass es Umfragen geben muss, da die meisten Unternehmen ohne genaue Kenntnis über ihre Zielgruppe, deren Wünsche und eventuelle Änderungsvorschläge zu bestehenden Produkten nicht zielgerecht arbeiten könnten. Sie würden im schlimmsten Fall am Markt vorbei produzieren und große Verluste hinnehmen müssen.

Wer etwas dazuverdienen oder Prämien erhalten möchte, kommt sicherlich rasch auf bezahlte Umfragen.

Wer etwas dazuverdienen oder Prämien erhalten möchte, kommt sicherlich rasch auf bezahlte Umfragen.(#01)

Bezahlte Umfragen: So lässt sich nebenbei Geld verdienen

Wer etwas dazuverdienen oder Prämien erhalten möchte, kommt sicherlich rasch auf bezahlte Umfragen. Sie werden bei den meisten Möglichkeiten für Nebenverdienste sehr weit nach oben auf die Beliebtheitsskala gesetzt, allerdings sind die Vergütungen teils sehr gering. Dazu gleich mehr.
Es ist nicht schwer, an derartigen Umfragen teilzunehmen, die durch den Anbieter an ein Marktforschungsinstitut übergeben wurden.

Beide arbeiten einen Fragenkatalog aus, der die Grundlage für bezahlte Umfragen bildet. Das Institut wählt aus seiner Datenbank die Zielgruppe aus, die zum ausgewählten Produkt oder Unternehmen passt, und schlägt ihr vor, an der Umfrage teilzunehmen. Nach Ausfüllen des Fragenkatalogs wird die Vergütung ausgezahlt. Auch online sind bezahlte Umfragen möglich, wobei diese hier in den folgenden Schritten erfolgen:

Registrierung auf der Webseite des Anbieters

  1. Der erste Schritt ist die Angabe der eigenen Daten, wobei es sich persönliche Angaben zu Name, Geburtsdatum und Adressen handelt.
  2. Bestätigung erhalten
  3. Nach der Anmeldung verschickt der Anbieter der Umfragen eine Bestätigungsmail, die bestenfalls in einem extra dafür vorgesehenen Postfach landet. Wer seine allgemeine Mailadresse angibt, muss fortan mit umfassender Werbepost rechnen!
  4. Profil erstellen
    Nun gilt es, die Profilbögen auszufüllen, damit sich der Teilnehmer einer Zielgruppe zuordnen lässt. Je vollständiger die Fragebögen ausgefüllt werden, desto mehr Einladungen zu Umfragen wird es geben.
  5. Bezahlte Umfragen nutzen
  6. Die Einladungen zur Teilnahme an bezahlten Umfragen lassen jetzt meist nicht mehr lange auf sich warten. Wichtig: Die Fragen sollten wahrheitsgemäß beantwortet werden!
  7. Belohnungen und Prämien bekommen
    Die Belohnungen werden als Gutscheine oder Geschenke bzw. als Geldprämien angeboten. Teilweise werden auch Punkte vergeben, die an entsprechender Stelle eingelöst werden können. Meist muss eine bestimmte Grenze erreicht werden, ehe das Guthaben ausgezahlt werden kann. Dies wird mit dem Verwaltungsaufwand begründet, der für sehr kleine Auszahlbeträge unverhältnismäßig hoch wäre.

Nicht immer sind Fragebögen auszufüllen, teilweise besteht die bezahlte Umfrage auch im Testen bestimmter Produkte oder im Installieren einer Software. Die Teilnahme ist in jedem Fall freiwillig und wer ein Produkt nicht testen möchte, wird natürlich nicht dazu gezwungen!

Reich wird sicherlich niemand, wenn bezahlte Umfragen als Einkommensquelle dienen sollen.

Reich wird sicherlich niemand, wenn bezahlte Umfragen als Einkommensquelle dienen sollen.(#02)

Bezahlte Umfragen: Was ist wichtig?

Schon auf den ersten Blick lassen sich seriöse von unseriösen Angeboten unterscheiden: Letztere versprechen sehr viel Geld für wenig Aufwand! Ein seriöser Anbieter kann zwar auch gut zahlen, dennoch stehen Aufwand und Nutzen immer in einem angemessenen Verhältnis. Wer unsicher ist, ob es sich um einen reellen Anbieter handelt, sollte daher diesbezüglich Nachforschungen anstellen, was schon allein durch Eingabe des Namens in eine Suchmaschine möglich ist.

Die Ergebnisse bestehen aus Meinungen und Bewertungen, die hilfreich für die Einschätzung des Anbieters sind. Auch Vergleichsportale sind hilfreich, denn sie listen keine Institute oder Anbieter auf, die nicht seriös sind. Anfänger sollten sich daher besser an gelistete Anbieter halten, auch wenn der Verdienst dort oft geringer ist als bei unbekannten und eben nicht seriösen Anbietern.

Die folgenden Tipps sind ebenfalls wichtig:

  • Es wird keine Anmeldegebühr verlangt!
  • Die Abmeldung ist jederzeit möglich.
  • Es werden keine hohen Vergütungsversprechungen gegeben.
  • Kosten und Nutzen stehen in einem guten Verhältnis zueinander.

Video: Online Umfragen – lohnt sich das?

So viel Geld ist mit bezahlten Umfragen dazuzuverdienen

Reich wird sicherlich niemand, wenn bezahlte Umfragen als Einkommensquelle dienen sollen. Doch sie stellen einen hübschen Nebenverdienst dar! Möglich ist in der Regel ein Stundenlohn zwischen 6 und 16 Euro, wobei die Unterschiede sehr groß sind. Es gibt Umfragen, bei denen sind zwischen zwei und zehn Euro, teilweise sogar 15 Euro zu verdienen. Andere wiederum werden nur mit 50 Cent vergütet.

Der Verdienst ist dann limitiert, wenn eine Person nicht zur gesuchten Zielgruppe gehört und folglich keine Einladung zur Umfrage bekommt. Außerdem begrenzen manche Anbieter die Anzahl der möglichen Umfragen pro Monat. Die meisten Marktforschungsinstitute laden die Teilnehmer zu drei bis sechs Umfragen im Monat ein.

Wer mehr verdienen möchte, muss sich demzufolge bei verschiedenen Anbietern anmelden. Auch wenn die ausgezahlten Prämien und Gutscheine letzten Endes unter dem aktuellen Mindestlohn liegen, so ist mit den Umfragen doch etwas Geld dazuzuverdienen und es lässt sich ein angenehmer Nebenverdienst erzielen.

Die Welt der Online-Marktforscher scheint sich täglich zu vergrößern und so ist die Zahl der bezahlten Umfragen, die online angeboten werden, kaum überschaubar.

Die Welt der Online-Marktforscher scheint sich täglich zu vergrößern und so ist die Zahl der bezahlten Umfragen, die online angeboten werden, kaum überschaubar. (#03)

Bezahlte Umfragen: Vor- und Nachteile der Marktforschung im Netz

Der wohl größte Vorteil der Online-Umfragen besteht darin, dass der Verdienst mit einem minimalen Aufwand sowie der größtmöglichen Anonymität erworben werden kann. Auch wenn persönliche Daten anzugeben sind, sieht niemand einem Umfragenden in die Augen, sitzt ihm gegenüber oder hat das Gefühl, jemandem Rede und Antwort stehen zu müssen. Die Fragen werden unabhängig von Zeit und Lokalität beantwortet, niemand ist zeitlich oder örtlich gebunden. Außerdem ist es möglich, bei mehreren verschiedenen Anbietern angemeldet zu sein, die Umfragen können parallel zueinander stattfinden.

Doch Online-Umfragen haben auch Nachteile. Nur die wenigsten der Teilnehmer, die damit tatsächlich einen Zuverdienst erzielen wollen, werden hier von einer spaßigen Arbeit sprechen. Das Ausfüllen der Fragebögen kann eintönig und langweilig sein. Des Weiteren ist die Vergütung nicht sehr hoch, denn ein Stundenlohn von sechs bis 16 Euro klingt nicht wirklich attraktiv. Zumal es sich nicht um ein gesichertes Einkommen handelt, sondern tatsächlich nur um einen kleinen Zuverdienst in Heimarbeit.

Es kann durchaus zu Flauten kommen, in denen gar keine Einladungen zu Umfragen verschickt werden. Dieser Durststrecke können zahlenmäßig hohe Anfragen und Einladungen gegenüberstehen. Es handelt sich dementsprechend nicht um ein geregeltes Einkommen. Ein wichtiger Nachteil sei an dieser Stelle ebenfalls erwähnt: Nicht alle Anbieter sind seriös und so besteht durchaus die Gefahr, auch einem Betrüger auf den Leim zu gehen. Vor der Angabe persönlicher Daten sollte daher unbedingt geprüft werden, ob und welche Reputationen der Anbieter vorzuweisen hat. Wie immer im Netz ist hier ein gesundes Maß an Vorsicht wichtig.

Video: GELD VERDIENEN als SCHÜLER mit ONLINE-UMFRAGEN! NEBENJOB für SCHÜLER ab 14!

Auswahl an Marktforschungsinstituten

Die Welt der Online-Marktforscher scheint sich täglich zu vergrößern und so ist die Zahl der bezahlten Umfragen, die online angeboten werden, kaum überschaubar. Außerdem bietet jedes Marktforschungsinstitut immer mehr Umfragen zu verschiedenen Produkten und Leistungen der beteiligten Unternehmen. Grund für die zunehmende Anzahl ist die fortschreitende Digitalisierung, die bedingt, dass kaum noch ein Unternehmen zum Telefonhörer greift oder ein Institut mit der direkten Ansprache der Zielgruppen auf der Straße beauftragt.

Die folgenden Anbieter sind derzeit besonders bekannt und gelten als Betreiber seriöser Umfragen im Internet:

Alle diese Anbieter verfahren nach dem gleichen Prinzip und versenden die Einladungen zu den Umfragen vergleichsweise zügig nach Anmeldung und Angabe der persönlichen Daten. Sie stellen nur eine kleine Auswahl der zahlreichen mehr oder weniger bekannten Marktforscher dar, die derzeit im Internet zu finden sind.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Black Salmon -#01:  Phovoir-#02: GaudiLab _

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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