Monotonie im Beruf: Mit diesen Jobs wird’s garantiert nicht langweilig

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Jeder Beruf kann langweilig werden und bedeutet eine gewisse Monotonie. Ständige Herausforderungen finden sich jedoch selten. Wichtig ist, eine gelungene Mischung zu erreichen.

Das Ende der Monotonie: Spannende Berufe für jetzt und für die Zukunft

Es gibt bestimmte Berufe, die sind durch Monotonie geprägt. Andere wiederum strotzen nur so vor Herausforderungen und bieten einen Arbeitsalltag, der als solcher gar nicht bezeichnet werden kann. Häufig wird das als zu viel des Guten empfunden. Es gilt daher, für Abwechslung im Job zu sorgen, ohne dass damit eine Überforderung einhergeht. Tolle Berufe wie hier sind die Lösung.

Keine Monotonie in Trendberufen

Wirtschaftsforscher beschäftigen sich ständig mit der Frage, welche Berufe in Zukunft gefragt sein könnten und welche nicht mehr benötigt werden. Sie kamen jüngst zu dem Ergebnis, dass es zum Beispiel Stellen in Banken oder in der Versicherungswirtschaft sind, die zugunsten anderer Jobs gestrichen werden. Auch die Druckindustrie sowie die Papierverarbeitung wird künftig deutlich weniger Stellen anbieten können, die dortigen Aufgaben werden in andere Bereiche verlagert.

Anders sieht es zum Beispiel im Bereich der Pharmazie und des Einzelhandels aus, auch die Energie- und Wasserwirtschaft sowie die Metallverarbeitung werden weiterhin gefragt sein. Daneben gibt es einige Trendberufe, die sich derzeit als solche abzeichnen. Ob sie tatsächlich das Zeug dazu haben, auch längerfristig ein Trend mit entsprechend nötigen Aufgaben zu sein, bleibt abzuwarten und muss von den Wirtschaftsforschern immer wieder überprüft werden werden.

Beispiele für solche Branchen, bei denen mit Monotonie nicht zu rechnen sein dürfte, sind:

  • Automobilindustrie
  • Chemische Industrie
  • Medien
  • Tourismus
  • Logistik
  • Elektroindustrie
  • Groß- und Außenhandel

Ob freiberufliche Reisereporter, Meeresbiologe oder Ethnologe: Ungewöhnliche Berufe bieten alles andere als Monotonie, sind aber natürlich kein 9-to-5-Job. Sie sind herausfordernd und verlangen nicht nur häufig mehr Zeit als in üblichen Jobs, sondern stellen Stelleninhaber vor immer neue Aufgaben, die teilweise nur interdisziplinär gelöst werden können.

 Angesichts der derzeit immer deutlicher werdenden Klimakrise wird es nötig sein, dass immer mehr Umwelttechniker sowie verwandte Fachleute in diesem Bereich tätig sind. ( Foto: Shutterstock- Just dance )

Angesichts der derzeit immer deutlicher werdenden Klimakrise wird es nötig sein, dass immer mehr Umwelttechniker sowie verwandte Fachleute in diesem Bereich tätig sind. ( Foto: Shutterstock- Just dance )

Von langweiligen Berufen in die Abwechslung starten?

Mit einem normalen Berufsabschluss oder Studium kann in verschiedenen Branchen gearbeitet werden. Neue Berufe verlangen nicht zwingend eine ungewöhnliche Ausbildung! Wer ein Journalistikstudium abgeschlossen hat, kann durchaus als Reisereporter starten, wobei dieser Job auch Quereinsteigern offensteht.

Auch diejenigen, die zum Beispiel in der Entwicklungshilfe arbeiten wollen, brauchen nicht zwingend eine medizinische Ausbildung hinter sich zu haben. Auch Ingenieure oder Techniker, Handwerker oder Landwirte können als Entwicklungshelfer arbeiten und einen Bereich für sich finden, der alles andere als langweilige Aufgaben bereithält.

Wer ein BWL-Studium abgeschlossen hat, kann zum Beispiel auch als Category-Manager arbeiten und wird von einer täglichen Routine bzw. Monotonie weit entfernt sein. Wurde eine technische Ausbildung abgeschlossen, kann mit einer entsprechenden Weiterbildung der Job als Umwelttechniker angetreten werden. Angesichts der derzeit immer deutlicher werdenden Klimakrise wird es nötig sein, dass immer mehr Umwelttechniker sowie verwandte Fachleute in diesem Bereich tätig sind.

Als Trendberufe gelten überdies diese:

  • Hörakustiker
  • BIM Manager
  • Drohnen-Pilot
  • Data-Engineer
  • KI-Spezialist
  • Content-Manager
Monotonie im Job wünscht man sich nicht. Es gibt Möglichkeiten das zu ändern. ( Foto: Shutterstock- Monster Ztudio_)

Monotonie im Job wünscht man sich nicht. Es gibt Möglichkeiten das zu ändern. ( Foto: Shutterstock- Monster Ztudio_)

Berufe ohne Monotonie: Auch Nicht-Trendberufe bieten einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag

Viele Berufe sind schon seit langer Zeit vorhanden, in den letzten Jahren aber immer weniger stark gefragt. Inzwischen gibt es hier sogar einen Fachkräftemangel, der mit einer Überarbeitung der Arbeitsbedingungen und leichteren Zugangsvoraussetzungen verringert werden soll.

Auch über das Gehalt wird versucht, mehr junge Menschen für eine Ausbildung in diesen Bereichen zu gewissen. Doch der anstrengende Arbeitsalltag in den Jobs verhindert, dass die Abwechslung als Nonplusultra gesehen wird. Davon gibt es in diesen Jobs schon fast zu viel und viele Berufsangehörige wünschen sich ein wenig mehr Monotonie.

Beispiele für diese Berufe sind:

  • Pflegefachkraft
  • Lehrer
  • Erzieher

Diese Berufe werden immer nötig sein, sie können nicht durch andere Jobs abgelöst werden. Gleichzeitig gibt es einen immer stärker werdenden Fachkräftemangel, der mittlerweile mit Quereinsteigern versucht wird, zu kompensieren. Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, wissen alle Beteiligten. Doch die Anreize fehlen und so entscheiden sich immer noch nicht genügend Menschen dafür, in diesen so wichtigen Berufen tätig sein zu wollen.

War der Tag einmal besonders hart, langweilig oder von Misserfolgen geprägt, steigert es sowohl Kraft als auch Motivation, wenn privat etwas Schönes unternommen werden kann. ( Foto: Shutterstock-PH888)

War der Tag einmal besonders hart, langweilig oder von Misserfolgen geprägt, steigert es sowohl Kraft als auch Motivation, wenn privat etwas Schönes unternommen werden kann. ( Foto: Shutterstock-PH888)

Mehr Abwechslung im Arbeitsalltag: Der Monotonie entkommen ohne neuen Job

Nicht immer ist es möglich oder auch nur gewünscht, einen neuen Job anzutreten. Dennoch muss etwas gegen die Monotonie getan werden, damit der Frust im Job ein verträgliches Maß behält.

Hier kommen die besten Tipps, mit denen jeder dem täglichen Trott entkommen kann und mit denen die Arbeit wieder mehr Spaß macht:

  • Neue Kraft tanken

    Wer nur noch die Monotonie im Job sieht, fühlt sich meist völlig ausgebrannt. Ein Teufelskreis beginnt, denn wer ausgebrannt ist, hat keine Kraft, um etwas zu ändern. Es ist daher wichtig, neue Kraft zu tanken und etwas zu finden, was Spaß macht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur im Job nach Kraftspendern gesucht wird, sondern auch privat. War der Tag einmal besonders hart, langweilig oder von Misserfolgen geprägt, steigert es sowohl Kraft als auch Motivation, wenn privat etwas Schönes unternommen werden kann.

  • Neugierig bleiben

    Wer nicht mehr neugierig ist, stumpft ab und wird beim Arbeitsalltag abschalten. Ständige Routine lässt den Menschen in einen Ruhemodus verfallen. Wer aber neugierig bleibt, nach neuen Aufgaben sucht und sich immer wieder neu beweisen möchte, wird auch nicht mit Monotonie zu kämpfen haben. Kleine Motivationstiefs sind normal, doch das ständige Hinterfragen von Dingen trägt dazu bei, dass sich der Mensch wohler und wieder als Chef des eigenen Lebens fühlt.

  • Menschen in den Fokus rücken

    Die Menschen im alltäglichen Umfeld sollten nicht vergessen werden. Zuhören, miteinander sprechen und eine gute Beziehung zu den Kollegen sind die Schlüsselwörter, die zu mehr Zufriedenheit im Job führen. Der Tag vergeht schneller und auch unliebsame Aufgaben sind weniger deprimierend, wenn man sich mit Menschen absprechen kann. Und sei es nur das Pläuschchen auf dem Gang, das für ein wenig Abwechslung sorgt!

  • Weiterbildungen helfen

    Die tägliche Routine ist langweilig? Dann sollte etwas Neues gelernt werden! Ob die Weiterbildungsmaßnahme für den aktuellen Job gedacht ist und hier neue Perspektiven eröffnet, oder ob sie bereits der erste Schritt in Richtung eines neuen Jobs ist, ist dabei unerheblich. Wichtig ist nur, dass mit der Weiterbildung auch eine neue Aufgabe wartet, die täglich angegangen werden kann. Gleichzeitig gibt es damit ein Ziel, das anvisiert wird.

    Wichtig ist nur, dass mit der Weiterbildung auch eine neue Aufgabe wartet, die täglich angegangen werden kann. Gleichzeitig gibt es damit ein Ziel, das anvisiert wird. (Foto: Shutterstock-fizkes)

    Wichtig ist nur, dass mit der Weiterbildung auch eine neue Aufgabe wartet, die täglich angegangen werden kann. Gleichzeitig gibt es damit ein Ziel, das anvisiert wird. (Foto: Shutterstock-fizkes)

  • Durch Gesprächen Langeweile entgegenwirken

    Natürlich wird niemand zum Chef laufen und diesem sagen, dass der aktuelle Job so langweilig ist. Ehe jedoch aus Frust Fehler unterlaufen, sollte das Gespräch mit dem Vorgesetzten gesucht werden. Dort lässt sich einflechten, dass eine große Zufriedenheit mit dem Job vorhanden ist, dass aber mehr Abwechslung wichtig wäre. Im besten Fall bringt der Betreffende bereits eigene Ideen mit, die dem Chef überzeugend präsentiert werden können.

    Wichtig: Der Umfang des Gesprächs muss sicherlich auch ein wenig am Gehalt festgemacht werden. Wer ein hohes Gehalt kassiert, wird die gut bezahlte Langeweile zum gewissen Maß hinnehmen müssen, wenn nicht demnächst ein neuer Job gesucht werden soll.

  • Abwechslung durch Home-Office

    In vielen Jobs ist es möglich, auch mal von zu Hause aus zu arbeiten. Wo das bisher nicht geschehen ist, lohnt sich eventuell die Nachfrage beim Chef. Auch damit kann mehr Abwechslung in den Alltag gebracht werden. Wichtig ist am Ende nur, dass wirklich alle Aufgaben erledigt werden. Meist braucht es dafür zu Hause weniger Zeit, was ein weiteres Glücksgefühl beschert.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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