Lohnfortzahlung: Im ersten Monat krank? Wer zahlt Krankengeld?

Lohnfortzahlung: Im ersten Monat krank? Wer zahlt Krankengeld?

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Sie haben einen neuen Job angenommen und benötigen eine Lohnfortzahlung im ersten Monat, weil Sie krankheitsbedingt nicht arbeiten können? In diesem Fall tritt eine Sonderregelung der Krankenkassen in Kraft, die Ihren Arbeitnehmer von der Lohnfortzahlung zunächst entbindet. Von wem Sie wann Ihre Entgeldfortzahlung erhalten und was Sie sonst noch über die Lohnfortzahlung im ersten Monat wissen müssen, erfahren Sie hier.

Lohnfortzahlung im ersten Monat: Wer ist zuständig?

Wer seine neue Arbeitsstelle nach wenigen Tagen oder Wochen wegen einem Krankheitsfall nicht mehr aufsuchen kann, erhält statt seines Arbeitslohns oder Gehalts eine Fortzahlung des Lohns durch die Krankenversicherung. Normalerweise zahlt diese während einer Anstellung in den ersten sechs Wochen der Arbeitgeber und anschließend die Krankenkasse. Die Lohnfortzahlung im ersten Monat einer neuen Beschäftigung verhält sich jedoch anders. Hier springen sofort die zuständigen Krankenkassen ein und übernehmen die Lohnfortzahlung.

Das gilt für einen Zeitraum von 28 Tagen ab Arbeitsantritt. Wer also am 1. Oktober eine Arbeit aufnimmt und sich am 5. Oktober krankmeldet, erhält bis zum 28. Oktober eine Entgeldfortzahlung von seiner Krankenkasse. Im Anschluss daran übernimmt diese der Arbeitgeber für eine Dauer von sechs Wochen während der Arbeitsunfähigkeit. In unserem Beispiel wird die Lohnfortzahlung also vom 29. Oktober bis zum 10. Dezember vom Arbeitgeber getragen. Anschließend zahlt bei längerer Krankheit die Krankenversicherung das Krankengeld aus. Welche Formalitäten dazu notwendig sind, unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer. Bei Fragen dazu hilft Ihnen Ihr Ansprechpartner bei Ihrer Krankenversicherung weiter.

Wer seine neue Arbeitsstelle nach wenigen Tagen oder Wochen wegen einem Krankheitsfall nicht mehr aufsuchen kann, erhält statt seines Arbeitslohns oder Gehalts eine Fortzahlung des Lohns durch die Krankenversicherung.(#01)

Wer seine neue Arbeitsstelle nach wenigen Tagen oder Wochen wegen einem Krankheitsfall nicht mehr aufsuchen kann, erhält statt seines Arbeitslohns oder Gehalts eine Fortzahlung des Lohns durch die Krankenversicherung.(#01)

So erhalten Sie Lohnfortzahlung im ersten Monat

Um Ihre Lohnfortzahlung im ersten Monat ohne Ausfälle sicherzustellen, sollten Sie sich nach der Krankmeldung direkt an Ihre Krankenversicherung wenden. Auf dem Postweg oder in einem persönlichen Gespräch klären Sie Ihren Anspruch auf Entgeldfortzahlung und können gleichzeitig mögliche Therapien oder Behandlungsmöglichkeiten absprechen.

Schließlich ist nicht nur die Zahlung Ihres Lohns von großer Wichtigkeit, sondern auch Ihre schnelle Genesung. Entscheidend ist, dass Sie schnell reagieren und Ihre Krankenkasse in Kenntnis setzen. Gleichzeitig sollten Sie sich nach Ablauf der vierwöchigen Frist an Ihren Arbeitgeber wenden, um die weitere Lohnfortzahlung abzuklären. Übrigens gilt auch in der Probezeit direkt nach Aufnahme einer neuen Arbeitsstelle mit wenigen Ausnahmen, dass Sie im Krankheitsfall nicht kündbar sind.

Sollte eine Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf der vierwöchigen Wartefrist im neuen Job eintreten, gelten die gesetzlichen Regelungen zur Entgeldfortzahlung. Ein Arbeitnehmer hat in diesem Fall Anspruch auf eine Fortzahlung des Gehalts in voller Höhe durch den Arbeitgeber. (#02)

Sollte eine Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf der vierwöchigen Wartefrist im neuen Job eintreten, gelten die gesetzlichen Regelungen zur Entgeldfortzahlung. Ein Arbeitnehmer hat in diesem Fall Anspruch auf eine Fortzahlung des Gehalts in voller Höhe durch den Arbeitgeber. (#02)

Wie verhält es sich im Krankheitsfall nach dem ersten Monat

Sollte eine Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf der vierwöchigen Wartefrist im neuen Job eintreten, gelten die gesetzlichen Regelungen zur Entgeldfortzahlung. Ein Arbeitnehmer hat in diesem Fall Anspruch auf eine Fortzahlung des Gehalts in voller Höhe durch den Arbeitgeber. Dieser Anspruch gilt für einen Zeitraum von sechs Wochen ab dem Tag der Krankmeldung.

Im Anschluss daran übernehmen Krankenkassen die Zahlung von Krankengeld. Dieses entspricht in der Höhe nicht dem vollen Gehalt, sondern wird gesondert berechnet und liegt bei etwa 70 Prozent des durchschnittlichen Gehalts der letzten 12 Monate. Dauert eine Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit länger als 78 Wochen, fällt der Erkrankte in den Bereich der Sozialleistungen.

Fakten zur Lohnfortzahlung im ersten Monat auf einen Blick

  • In den ersten 28 Tagen einer neuen Anstellung übernehmen Krankenkassen die Entgeldfortzahlung für den Arbeitnehmer.
  • Anschließend besteht ein sechswöchiger Anspruch auf Lohnfortzahlung durch das Unternehmen, in dem Sie angestellt sind.
  • Nach dieser Frist wird Krankengeld von der Krankenkasse ausgezahlt.
  • Die Krankheit sollte der Versicherung schnellstmöglich mitgeteilt werden, um die Lohnfortzahlung im ersten Monat sicherzustellen.

Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: pix4U -#01: Gina Sanders-#02: SZ-Designs

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Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

Sabrina MüllerLohnfortzahlung: Im ersten Monat krank? Wer zahlt Krankengeld?

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