Start Up Unternehmen gründen: Checkliste für den erfolgreichen Start

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Wer ein Start Up Unternehmen gründen will, hat meist eine gute Idee. Nach Prüfung der Idee geht es um die Finanzierung für das Start Up und dann kann das Unternehmerleben starten. Aber ist es wirklich so leicht? Die Checkliste zeigt es.

Start Up in Deutschland gründen: Checkliste lesen und an den Start gehen

Ein Start Up definiert sich durch eine innovative Idee, die nach Prüfung auf Herz und Nieren ein hohes Wachstumspotenzial ergeben hat. Dennoch ist es nicht so einfach, nur mit einer Idee ein Start Up gründen zu können. Jedes Start Up Unternehmen unterliegt auch einem hohen Risiko, zu scheitern.

Verschiedene Phasen beim Start Up Unternehmen gründen

Wer ein Start Up Unternehmen gründen möchte, durchläuft in der Regel bestimmte Phasen. Dabei handelt es sich um …

  • die Traumphase,
    die im ersten halben Jahr nach der Gründung besteht und dadurch gekennzeichnet ist, dass die weitere Vorgehensweise noch unsicher ist.
  • … die Entwicklungsphase
    Die darauf folgende Entwicklungsphase reicht bis in das zweite Lebensjahr des Unternehmens und zeigt, ob das Start Up Zukunft haben kann bzw. was dafür zu tun ist.
  • … die Wachstumsphase
    Nun schließt sich die Wachstumsphase Hierbei geht es darum, das Start Up voranzubringen, die laufende Finanzierung zu sichern und die Weichen für den dauerhaften Erfolg für das Start Up Unternehmen zu stellen.
Wichtig: Das Team soll nicht aus einer Masse homogenen Wissens bestehen, sondern aus verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. ( Foto: Shutterstock-Lisa-S)

Wichtig: Das Team soll nicht aus einer Masse homogenen Wissens bestehen, sondern aus verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. ( Foto: Shutterstock-Lisa-S)

Tipp: Wer Hilfe in den Phasen der Unternehmensgründung braucht, sollte sich unbedingt rechtzeitig an kompetente Stellen wenden! So manches Start Up ist bereits in der Traumphase gescheitert und hätte mit der richtigen Hilfe und etwas mehr Fachwissen durchaus ein großes Wachstumspotenzial gehabt.

Checkliste für den Erfolg: Start Up Unternehmen gründen nach Plan

Das Statistische Bundesamt meldete die Gründungen in 2020, wobei festzustellen war, dass bereits im ersten Halbjahr rund 9,4 Prozent weniger Unternehmen gegründet wurden als im Vorjahreszeitraum. Bezogen ist diese Zahl aber nicht auf jedes Start Up, sondern nur auf die Firmengründungen, denen ein potenzieller Erfolg unterstellt wurde.

Rund ein Fünftel weniger Kleinunternehmen wurden gegründet, doch gleichzeitig gingen auch die vollständigen Gewerbeaufgaben um 14,1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 zurück. Wer ein Start Up Unternehmen gründen möchte, lässt sich von einer Krise nicht aufhalten!

Video: Startup: Gründen in Deutschland (1)

Damit das Start Up Unternehmen eine Chance hat, hier unsere Checkliste für mehr Erfolg:

  1. Ideen für das Start Up sammeln

    Um aus einer fixen Idee eine Geschäftsidee zu entwickeln, braucht es einige Kenntnisse. Wie sieht es auf dem Markt aus, gibt es eine Nische für das eigene Produkt und wie steht es um die Konkurrenz? Darauf aufbauend lässt sich ein Start Up Unternehmen gründen bzw. die vorhandene Idee an eine potenzielle Nachfrage anpassen. Vielleicht gibt es auch Vorbilder aus dem Ausland, die herangezogen werden können?

  2. Team für das Start Up Unternehmen zusammenstellen

    Wichtig: Das Team soll nicht aus einer Masse homogenen Wissens bestehen, sondern aus verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Talente sollen sich ergänzen, Fachwissen aufeinander aufbauen. Daraus entstehen unterschiedliche Sichtweisen auf Situationen und neue Herausforderungen, was das Unternehmen auf längere Sicht gesehen voranbringt. Dennoch muss das Zwischenmenschliche stimmen!

  3. Businessplan ausarbeiten und Checkliste für die Finanzierung aufstellen

    Ein Start Up lebt nicht von der guten Idee allein, sondern auch von der wohlüberlegten Finanzierung. Der Businessplan ist daher nicht nur für die Bank wichtig, damit diese einen Eindruck über den möglichen Erfolg des jungen Unternehmens bekommt, ehe sie den beantragten Kredit vergibt. Auch diejenigen, die das Start Up gründen, müssen wissen, ob ihre Idee tragfähig ist.

    Eine Checkliste hilft dabei, sich über die Finanzierung klar zu werden und ggf. rechtzeitig Hilfe ins Boot zu holen. Außerdem sollte in dem Zuge eine Exit-Strategie in die Checkliste aufgenommen werden. Was ist, wenn das Start Up scheitert, wie kann das geliehene Geld zurückgezahlt werden? Welche Sicherheiten gibt es?

    Eine Checkliste hilft dabei, sich über die Finanzierung klar zu werden und ggf. rechtzeitig Hilfe ins Boot zu holen. ( Foto: Shutterstock-zeljkodan )

    Eine Checkliste hilft dabei, sich über die Finanzierung klar zu werden und ggf. rechtzeitig Hilfe ins Boot zu holen. ( Foto: Shutterstock-zeljkodan )

  4. Unternehmensform für das Start Up wählen

    Als Kleinunternehmer werden Gründer meist nicht wirklich ernst genommen. Es gilt daher, eine GmbH zu gründen oder alternativ auf die UG zu setzen, wenngleich einem Start Up als UG auch gern neben mangelndem Geld fehlendes Fachwissen unterstellt wird. Die Unternehmensform ist wichtig für die Frage der Haftungsbeschränkung! Wer nicht mit seinem Privatvermögen haften will, kommt um eine GmbH oder UG nicht herum.

  5. Firmen- und Produktname für das Start Up überlegen

    Wer ein Unternehmen gründen möchte, hat meist vorher schon eine Namensidee. Nun gilt es aber, diese auf ihre Tragfähigkeit hin zu überprüfen. Das Start Up möchte auf dem Markt ernst genommen und nicht für seinen Namen belächelt werden. Gleichzeitig soll der Name einzigartig sein und darf keine Namens- oder Markenrechte verletzen. Schon ähnlich klingende Namen können zu Abmahnungen führen! Wichtig: Basiert das Start Up Unternehmen auf einer technischen Neuheit, ist der Patentschutz wichtig. Ein Patentanwalt berät gern dazu.

  6. Checkliste für bürokratische Aufgaben aufstellen

    Die bürokratischen Aufgaben, die mit der Gründung für das Start Up Unternehmen anfallen, sind immens. Daher ist es sinnvoll, eine Checkliste für alle die Dinge aufzustellen, die hier zu erledigen sind.

    Dieses Probleme kennen auch zahlreiche Einwanderer unter den Gründern von Start-ups, die zwar gern nach Deutschland kommen, um hier die Gründerszene zu bereichern, die aber auch vor scheinbar unüberwindliche Hürden gestellt werden. Auf die Checkliste gehören auch wichtige Termine wie die Anmeldung im Handelsregister und die Eintragung des Unternehmens beim Notar.

  7. Auf Mitarbeiter setzen

    Wer ein Start Up gründen möchte, kommt allein oder mit dem Partner nicht weit. Es braucht Mitarbeiter, die organisatorische oder marketingtechnische Aufgaben übernehmen können. Ist das erst einmal noch nicht möglich, kann eine Beteiligung am Unternehmen als Entlohnung angeboten werden. Ist das Start Up aus der heißen Phase heraus, können reguläre Mitarbeiter eingestellt und entlohnt werden.

Wer ein Start Up gründen möchte, kommt allein oder mit dem Partner nicht weit. Es braucht Mitarbeiter, die organisatorische oder marketingtechnische Aufgaben übernehmen können. ( Foto: Shutterstock-dotshock )

Wer ein Start Up gründen möchte, kommt allein oder mit dem Partner nicht weit. Es braucht Mitarbeiter, die organisatorische oder marketingtechnische Aufgaben übernehmen können. ( Foto: Shutterstock-dotshock )

Checkliste: Diese 7 Fehler beim Gründen vermeiden – und siegen

Auf dem Weg zum Erfolg zeigen sich zahlreiche Stolpersteine, darunter die im Folgenden aufgeführten 7.

Wer diese Hürden gezielt umschifft, hat die besten Chancen, sein Start Up erfolgreich werden zu lassen:

  1. Fehler beim Unternehmen gründen: Produkt ist uninteressant für den Markt

    Fehlende Marktrelevanz ist einer der häufigsten Stolpersteine, denn ein nachhaltiger Erfolg stellt sich nur ein, wenn die Geschäftsidee auf soliden Beinen steht und eine reelle Chance auf dem Markt hat. Wenn niemand das Produkt oder die Leistung haben will, ist das Start Up Gründen zum Scheitern verurteilt. Daher: Vorher die Markttauglichkeit prüfen und erst dann das Start Up Unternehmen ins Leben rufen!

  2. Fehler beim Unternehmen gründen: Falschen Standort wählen

    Bestimmte Produkte brauchen einen Standort, an dem zum Beispiel die Laufkundschaft davon erfährt – oder die Produkte kostengünstig hergestellt und optimal versandt werden können. Wer sich auf einen reinen Online-Verkauf konzentriert, kennt dieses Problem freilich nicht. Dann ist sogar das Gründen auf dem Land möglich. Dennoch ist auch dort die Bildung eines überregionalen Expertennetzwerks unverzichtbar.

  3. Fehler beim Unternehmen gründen: Zu wenig Kapital

    Was kostet die Welt? Oder wenigstens das eigene Start Up in den ersten 24 Monaten? Wer sich das nicht vorher überlegt, scheitert ganz schnell. Denn wer ein Unternehmen gründen möchte, muss wissen, welche Kosten damit auf ihn oder auf sie zukommen. Sind die Ausgaben dauerhaft höher als der Umsatz, ergibt sich ein massives Problem. Die Ausgaben müssen daher am vorhandenen Investitionsvolumen orientiert sein.

  4. Fehler beim Unternehmen gründen: Homogenes Team

    Das klingt auf den ersten Blick nicht negativ. Ist doch gut, wenn sich alle verstehen! Doch wer im Team gründet, muss auf unterschiedliche Meinungen und Perspektiven setzen können, sollte für Fachwissen aus verschiedenen Bereichen sorgen. So ergänzen sich die Teammitglieder und das Start Up kann von Anfang an gezielt wachsen.

    Wer ein Unternehmen gründen möchte, hat meist vorher schon eine Namensidee. Nun gilt es aber, diese auf ihre Tragfähigkeit hin zu überprüfen. ( Foto: Shutterstock-Stock Rocket)

    Wer ein Unternehmen gründen möchte, hat meist vorher schon eine Namensidee. Nun gilt es aber, diese auf ihre Tragfähigkeit hin zu überprüfen. ( Foto: Shutterstock-Stock Rocket)

  5. Fehler beim Unternehmen gründen: Wettbewerb übersehen

    Wer ein Start Up gründen möchte, hat meist eine tolle Idee. Dann aber stellt sich heraus, dass es diese Idee schon gibt und dass der Wettbewerber durchaus erfolgreich ist. Wer dennoch das Start Up Unternehmen mit einer bereits vorhandenen Ideen gründen möchte, sollte andere Wege gehen. Einer davon besteht darin, mit den Kunden und Mitarbeitern im ständigen Dialog zu bleiben, sodass immer wieder neue Anregungen entstehen sowie Kooperationen mit anderen Marktteilnehmern.

  6. Fehler beim Unternehmen gründen: Produkt zu teuer

    Geht es darum, ein Start Up gründen zu wollen, sind die Gründer meist von ihrem Produkt überzeugt und meinen, es sei besonders wertvoll. Leider sieht die Zielgruppe das manchmal anders und entscheidet sich dagegen, ein Produkt für viel Geld zu kaufen, das sie nicht brauchen oder dass sie eben nicht bereit sind, in dieser Höhe zu bezahlen.

    Der Produktpreis muss sich daher unbedingt am Markt orientieren. Nicht die eigenen Kosten sind der Maßstab, sondern der Preis, den Kunden für das Produkt bezahlen wollen.

  7. Fehler beim Unternehmen gründen: weder Strategie noch Marketing

    Hier kommt wieder der Businessplan aufs Tapet: Dort sollte dargestellt werden, wie das Start Up Gründen zum Erfolg werden kann. Wer ohne Strategie und ohne passende Marketingmaßnahmen durchstarten will, wird scheitern. Dabei ist wichtig, dass das Start Up Unternehmen bereits vom ersten Tag an passend beworben wird.

FAQs zum Unternehmen Gründen

Video: Per Zufall zum Millionen-Unternehmen: Diese Deutschen gründen erfolgreich | Galileo | ProSieben

Wann ist ein Startup ein Startup?

Ein Startup ist ein Unternehmen, welches sich in der ersten Phase seines Lebenszyklus befindet. Es ist demnach erst vor Kurzem gegründet worden. Wichtiges Merkmal: Die Geschäftsidee gilt als innovativ und birgt ein großes Wachstumspotenzial.

Wie viel kostet ein Startup?

Die Kosten für ein Startup belaufen sich durchschnittlich auf knapp 950 Euro bezogen auf die reinen Gründungskosten, die im ersten Jahr steuerlich geltend gemacht werden können. Alleingründer, die die geforderten 25.000 Euro als Stammkapital in die GmbH einbringen, müssen rund 800 Euro je nach Unternehmensausrichtung und Branche aufbringen.

Wie finanziert man ein Start Up?

Wer ein Start Up gründen möchte, finanziert das meist über eigene Rücklagen oder geliehene Gelder von Familie und Freunden. Auch staatliche Förderungen, ein Bankkapital oder Crowdfunding sind Möglichkeiten der ersten Finanzierung der neuartigen Geschäftsidee. Des Weiteren stellt ein Bankkredit oder das Gewinnen eines Geschäftspartners einen Finanzierungsweg dar.

Wie viel Startkapital braucht man für eine Firma?

Um eine Firma als GmbH zu gründen, braucht man die gesetzlich vorgeschriebenen 25.000 Euro Stammkapital. Darüber hinaus fallen meist zwischen 800 und 1000 Euro als Gründungskosten an. Bei einer UG muss das Stammkapital nicht in der Höhe aufgebracht werden, es wird aus den ersten Unternehmensgewinn angespart.

Wie viel Geld braucht man um ein Unternehmen zu gründen?

Das Geld, was man braucht, um ein Unternehmen zu gründen, richtet sich nach der Art des Unternehmens. Eine GmbH braucht das Stammkapital von 25.000 Euro, dazu kommen die üblichen Gründungskosten. Müssen Maschinen und Anlagen für den Unternehmensstart vorhanden sein, addieren sich diese zu den rund 1000 Euro für die Unternehmensgründung hinzu. Wer ein Start Up gründen möchte, braucht daher viel Kapital.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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