Beförderung: 3 häufige Fehler, die man kennen sollte!

Die Beförderung wird durch viele Mitarbeiter angestrebt. Sie bringt mehr spannende Aufgaben, eine umfangreiche Verantwortung und dazu auch ein höheres Gehalt mit sich. Doch bis es so weit ist, müssen erst einmal viele Hürden genommen werden. Wie es mit einer Beförderung klappt und welche Fehler nicht gemacht werden sollten, ist hier zu lesen.

Wie läuft eine Beförderung ab?

Wer im Arbeitsrecht oder im Beamtenrecht auf die Suche nach Chancen für die Karriere geht, der wird hier mehr über die Beförderung lesen. Der Aufstieg innerhalb einer Firma kann dafür sorgen, dass sich das Endgrundgehalt steigert und auch die Anforderungen bei den Aufgaben zunehmen. Aber wie wird eigentlich eine Beförderung durchgeführt und wer hat die Chance, diese Stufe der Karriere zu erklimmen?

Wer im <strong>Arbeitsrecht</strong> oder im <strong>Beamtenrecht</strong> auf die Suche nach Chancen für die Karriere geht, der wird hier mehr über die Beförderung lesen.  ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Wer im Arbeitsrecht oder im Beamtenrecht auf die Suche nach Chancen für die Karriere geht, der wird hier mehr über die Beförderung lesen. ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Welche Gründe gibt es für eine Beförderung?

Es gibt verschiedene Gründe, warum eine Beförderung durchgeführt werden kann. In einem Unternehmen wird dabei zwischen drei Punkten unterschieden:

  1. Position besetzen

Das Unternehmen hat ein Problem. Es gibt eine neue Position oder eine bestehende Position ist frei geworden. Das Unternehmen benötigt nun also Unterstützung in diesem Bereich und greift dafür sehr gerne auf interne Mitarbeiter zurück.

  1. Förderung der Mitarbeiter

Eine Beförderung wird nicht immer nur durchgeführt, um dem Unternehmen einen Vorteil zu verschaffen. Auch die Förderung der Mitarbeiter selbst steht dabei im Fokus. Eine positive Einstellung zum Unternehmen wird so unterstrichen und dies wirkt sich auch auf den Erfolg der Firma selbst aus.

  1. Vorgaben zur Beförderung

Viele Unternehmen haben auch interne Festlegungen, wann Beförderungen für einen Mitarbeiter anstehen.

Wie wird eine Beförderung durchgeführt?

Die Durchführung der Beförderung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Möglicherweise sind die Schritte der Karriere bereits im Vertrag festgehalten und treten einfach zum genannten Zeitpunkt ein. In den meisten Fällen wird jedoch ein Mitarbeitergespräch geführt. Dieses kann vom Chef oder vom Mitarbeiter selbst ausgehen.

Werden sich die Parteien einig, erfolgt eine Anpassung des Arbeitsvertrages. Teilweise wird der Vertrag auch neu geschrieben. Dies hängt von der Vereinbarung ab. Mit einem festgesetzten Zeitpunkt tritt dann die Beförderung in Kraft.

Welche Voraussetzungen sind für eine Beförderung notwendig?

Um eine Beförderung zu erhalten, sind einige Voraussetzungen notwendig. Neben einer langen Betriebszugehörigkeit sind es vor allem die Leistungen, die für eine Beförderung wichtig sind.

Wer darüber nachdenkt, bei seinem Vorgesetzten eine Beförderung anzusprechen, der sollte die folgenden Punkte mitbringen:

  1. Mitarbeiter, die befördert werden möchten, sollten in ihren bisherigen Aufgabengebieten sicher und aktiv arbeiten und die an sie gestellten Anforderungen nicht nur erfüllen, sondern auch übertreffen.
  2. Der Wunsch nach mehr Herausforderung und Verantwortung besteht schon länger und ist gut durchdacht.
  3. Die Fachkompetenz im beruflichen Bereich ist besonders ausgeprägt und wird, durch Fort- und Weiterbildungen, noch gesteigert.
  4. Weiterbildungen gehören zu den regelmäßigen Terminen des Mitarbeiters.
  5. Die vakante Stelle für eine Beförderung entspricht den eigenen Kompetenzen und den Anforderungen an den Mitarbeiter.

Wichtig: Eine Beförderung sollte nicht nur unter dem Aspekt gesehen werden, dass es mehr Geld gibt. Zu betrachten ist in dem Zusammenhang auch der Punkt in Bezug auf Verantwortung und Zeit, die investiert werden muss. Nicht selten braucht es die Bereitschaft für Überstunden und Dienstreisen, um die Anforderungen erfüllen zu können. Auch bei einer Beförderung gibt es Probezeiten, die eingehalten werden müssen.

So kann eine Beförderung angesprochen werden

Der Plan steht: Die Beförderung ist der nächste Schritt der Karriere. Jetzt kommt allerdings die Frage auf, wie diese angesprochen werden kann. Auch bei diesem Gespräch gilt: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Dies bedeutet, dass die Vorbereitung einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

Die nachfolgenden Schritte sind daher zu empfehlen, bevor direkt auf die Beförderung angesprochen wird:

  1. Vorbereitungen treffen

In einem Gespräch ist es wichtig, auf Fragen des Vorgesetzten gut antworten zu können. Das funktioniert nur, wenn auch ausreichend Vorbereitungen in Angriff genommen wurden. Hier ist es wichtig, seine eigenen Leistungen noch einmal aufzulisten und auf die Gründe zu verweisen, die für eine Beförderung sprechen. Dies können ganz unterschiedliche Gründe sein, im Fokus sollte aber immer die Leistung stehen.

  1. Positionen innerhalb der Firma

Ist aktuell eine Position frei, die zu einem selbst passen würde? Besonders gut ist es für das Gespräch, wenn ein Mitarbeiter schon auf eine Position verweisen kann, die sich für eine Beförderung eignet. Daher ist es wichtig, generell die Positionen und Ausschreibungen im Blick zu behalten, die in der Firma angeboten werden.

  1. Der Zeitpunkt

Der Vorgesetzte sollte für ein Gespräch zur Beförderung ausreichend Zeit haben. Wichtig ist es auch, dass der Zeitpunkt in Bezug auf die eigenen Erfolge gut gewählt wird. Die generelle Lage von einem Unternehmen spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn sich also die Firma gerade in der Expansion befindet oder Steigerungen beim Umsatz erkennbar sind, ist eine Beförderung realistischer als bei Umsatzproblemen.

  1. Die richtigen Worte finden

Es haben schon Gespräche stattgefunden, in denen eigentlich um eine Beförderung gebeten werden sollte, die aber gar nicht zum Thema wurde. Das Problem liegt hier bei den Formulierungen. Daher ist es wichtig, klare Worte zu finden und deutlich zu formulieren, dass eine Beförderung gewünscht ist.

Mitarbeiter können eine Beförderung schon länger fokussieren und den Vorgesetzten vorbereiten. Das funktioniert auf unterschiedliche Weise:

  • Motivation zeigen: Die selbst initiierten Nachfragen zu möglichen Aus- und Weiterbildungen sind in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen.
  • Fairness: In einem Unternehmen ist es wichtig. Daher werden Mitarbeiter für die Beförderung bevorzugt, die Teamplayer sind.
  • Feedback: Kunden hinterlassen ein positives Feedback? Das darf ruhig an den Vorgesetzten weitergegeben werden.
  • Problemlösungen: Probleme gibt es in Unternehmen viele. Interessant sind aber die Mitarbeiter, die auch in der Lage sind, ein Problem zu lösen.
Der Plan steht: Die Beförderung ist der nächste Schritt der Karriere. Jetzt kommt allerdings die Frage auf, wie diese angesprochen werden kann.  ( Foto: Shutterstock-_Andrey_Popov  )

Der Plan steht: Die Beförderung ist der nächste Schritt der Karriere. Jetzt kommt allerdings die Frage auf, wie diese angesprochen werden kann. ( Foto: Shutterstock-_Andrey_Popov )

Das sind die drei häufigsten Fehler vor der Beförderung

Eigentlich wäre es doch Zeit für eine Beförderung, diese ist aber einfach nicht in Sicht? Der Kollege wurde befördert, obwohl er noch nicht so lange im Unternehmen ist? Kaum etwas ist so frustrierend, wie eine Karriereleiter, deren Stufen nicht zu erklimmen sind. Dabei sind es oft drei Fehler, die Mitarbeiter machen und mit denen sie eine Beförderung verhindern.

  1. Nicht auffallen

Gerade in einem großen Unternehmen ist es leicht, in der Menge zu verschwinden. Häufig gibt es in einer Abteilung mehrere Mitarbeiter mit ähnlichen Aufgaben. Wer hier nicht auffällt, der hat schlechte Karten, wenn es um eine Beförderung geht. Nach wie vor ist es aber dennoch einer der größten Fehler, dass Mitarbeiter versuchen, ihre Arbeit gut zu machen aber dabei nicht aufzufallen.

  1. Gut, aber nicht perfekt sein

Die eigenen Aufgaben werden sehr gut erledigt und das auch in der gewünschten Schnelligkeit? Das reicht aber nicht. Der zweite Fehler, der sehr häufig zu beobachten ist, liegt im persönlichen Engagement. Wer nicht über seine Grenzen geht und auch nicht bereit ist, selbst aktiv zu werden, um mehr Verantwortung zu erhalten, der hat kaum Chancen auf eine Beförderung.

  1. Falsche Selbstwahrnehmung

Dies ist ein Fehler, der gar nicht so einfach erkannt werden kann. Die Selbstwahrnehmung kann deutlich anders ausfallen, als die Wahrnehmung der Menschen drum herum. Daher ist es wichtig zu hinterfragen, wie das eigene Verhalten bei den Kollegen und den Vorgesetzten ankommt und ob etwas geändert werden sollte.

Das sind die drei häufigsten Fehler nach der Beförderung

Es hat geklappt und die Beförderung war erfolgreich. Die vertraglichen Bedingungen sind optimal und auch das Klima auf der Arbeit ist gut. Jetzt kommt es nur noch darauf an, sich auch zu bewähren. Genau hier gibt es immer wieder Probleme und die nachfolgenden drei Fehler fallen nach einer Beförderung besonders häufig an.

  1. Freundschaftliche Verhältnisse

Gerade noch waren alle Kollegen auf einer Stufe und nach der Beförderung sieht das anders aus. Ein Kollege aus dem internen Kreis ist jetzt vielleicht sogar zu einem Vorgesetzten geworden. Das kann das Betriebsklima beeinflussen und zwar negativ. Hier gibt es möglicherweise Neid und Missgunst oder auch Probleme damit, die Autorität anzuerkennen. Ein häufiger Fehler ist es, dass der beförderte Mitarbeiter keine klaren Ansagen macht und auch weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Das kann funktionieren, tut es aber in den meisten Fällen nicht. Zu Beginn klare Verhältnisse schaffen ist ein besserer Weg.

  1. Keinen Plan haben

Auch wenn oft lange auf eine Beförderung hingearbeitet wird, kommt ein Fehler häufig vor, wenn es dann so weit ist: fehlende Planung. Viele Mitarbeiter beginnen direkt mit der Arbeit und vergessen, sich eine Einarbeitungszeit zu gönnen und dabei ein erstes Bild vom Umfang zu erhalten. Wird gleich damit begonnen, die neuen Aufgaben abzuarbeiten, gehen möglicherweise hilfreiche Hinweise oder auch Tipps verloren. Bei den meisten Beförderungen gibt es eine Einarbeitungszeit und diese sollte auch unbedingt in Anspruch genommen werden. Falscher Ehrgeiz kann in eine ungewollte Richtung führen und einen faden Beigeschmack hinterlassen.

  1. Charakteränderungen

Eine Beförderung ist gut für das Selbstbewusstsein. Schwierig ist es jedoch, wenn dieses so stark steigt, dass eine Überheblichkeit und Selbstüberschätzung eintreten. Natürlich ist es ein Hinweis auf die eigene Kompetenz, wenn eine Beförderung durchgeführt wurde. Schnell schleicht sich jedoch der Gedanke ein, etwas Besseres als die Kollegen zu sein. Vielleicht fällt dies dem Beförderten selbst gar nicht unbedingt auf. Allerdings kann es bei den Kollegen umso unangenehmer wirken und auch Vorgesetzte beobachten, ob sich die Verhaltensweisen ändern. Selbstreflektion ist daher ein wichtiger Hinweis, der beachtet werden sollte.

Eigentlich wäre es doch Zeit für eine Beförderung, diese ist aber einfach nicht in Sicht? Der Kollege wurde befördert, obwohl er noch nicht so lange im Unternehmen ist?  ( Foto: Shutterstock- Fizkes)

Eigentlich wäre es doch Zeit für eine Beförderung, diese ist aber einfach nicht in Sicht? Der Kollege wurde befördert, obwohl er noch nicht so lange im Unternehmen ist? ( Foto: Shutterstock- Fizkes)

Fazit: Eine Beförderung ist hart erarbeitet

Die Beförderung ist ein wichtiger Schritt, um die eigene Karriere weiter nach vorne zu bringen und auch das Gehalt steigen zu lassen. Eine lange Betriebszugehörigkeit reicht jedoch dafür nicht aus. Der Arbeitgeber möchte Leistung sehen, um die Beförderung auch rechtfertigen zu können. Dahinter steht also harte Arbeit, die durch einige gängige Fehler teilweise jedoch wieder zerstört wird. Umso wichtiger ist es, die Beförderung als eine Chance zu sehen, sich auf eine positive Weise zu bewähren und so für das Unternehmen zu einem wertvollen Mitarbeiter zu werden.

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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