Jobbörsen: Jobsuche 2.0

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Es gibt sie noch immer, die Stellenanzeigen in der lokalen Tageszeitung oder auch in Fachzeitschriften. Doch was früher der Goldstandard war, verliert immer mehr an Bedeutung und überlässt seinen Platz der elektronischen Jobsuche in den Jobbörsen.

Schon 2011 wurde nur noch jeder fünfte Job in Printmedien veröffentlicht und die Zahl sinkt. An die Stelle dieser Art der Arbeitssuche tritt die Suche über soziale Netzwerke, direkt über Unternehmenswebsites oder aber auch über Jobbörsen. Die Anmeldung bei einer Jobbörse ist, in den meisten Fällen, für den Arbeitssuchenden kostenlos und nur der Arbeitgeber zahlt einen Beitrag, um seine Anzeige zu schalten. Diverse Filter und Suchfunktionen sollen Ihnen das Finden des perfekten Jobs erleichtern und jede Website scheint mit mehr Reichweite, netteren Arbeitgebern, besserer Bezahlung und leichterer Bedienbarkeit zu locken. Doch wie wählen Sie in der Flut an Online-Jobbörsen die richtige aus?

Jobbörsen: Allgemein oder speziell?

Einen ersten Überblick können Websites zum Vergleich der einzelnen Online-Jobbörsen bieten. Diese unterscheiden die Jobbörsen zuerst einmal nach eher allgemeineren Jobbörsen und nach Jobbörsen, die sich auf verschiedene Art und Weise spezialisiert haben. So eine Spezialisierung kann zum Beispiel anhand von Altersgruppen als Jobbörse für über Fünfzigjährige oder anhand der Berufserfahrung erfolgen.

Gerade wenn Sie über solche Fähigkeiten verfügen oder aber einen Job in einer bestimmten Branche anstreben, in der Sie vielleicht schon wichtige Erfahrungen vorweisen können, kann es durchaus sinnvoll sein, in einer spezialisierten Jobbörse nach dem Traumjob zu suchen. Denn ein Arbeitgeber, der genau weiß, welche Fähigkeiten er von neuen Mitarbeitern erwartet, wird eventuell gar keine Anzeige in einer generalisierten Jobbörse schalten. Zudem ermöglichen derart spezialisierte Portale eine deutlich gezieltere Suche und gegebenenfalls auch eine geringere Anzahl an Mitbewerbern. Wenn Sie genug Zeit und Geduld mitbringen, kann jedoch auch die Suche in allgemeineren Jobbörsen durchaus lohnend sein, wobei hier aufgrund einer höheren Anzahl an eingestellten Jobs, mehr Selektion und dadurch auch ein höherer Zeitaufwand erforderlich ist.

Von Jobbörsen abzugrenzen sind sogenannte Meta-Jobbörsen und Jobsuchmaschinen. Hierbei durchsuchen Meta-Jobbörsen verschiedene Jobbörsen nach Jobangeboten und tragen diese zusammen, während Jobsuchmaschinen zusätzlich auch noch Unternehmenswebsites und andere Portale durchsuchen. Dies ergibt zwar oft eine sehr viel höhere Anzahl von Treffern, jedoch braucht es auch dementsprechend mehr Zeit und Geduld, um alle diese Angebote zu sichten und zu bewerten.

Die perfekte Jobbörse gefunden. Und jetzt?

Die meisten Jobbörsen bieten die Möglichkeit, ein Profil anzulegen. Dieses gibt potentiellen Arbeitgebern einen ersten Eindruck und kann im besten Fall sogar zu einer Entdeckung durch Headhunter oder Personalvermittler führen. Auch verschiedene Firmen nutzen inzwischen die Online-Profile auf Jobbörsen, um die für sich passenden Mitarbeiter zu finden. Doch um in der Masse an Bewerbern auf den ersten Blick herauszustechen, bedarf es eines Profils, das interessant und ansprechend ist, aber auch eventuellen Nachforschungen durch Authentizität und Schlüssigkeit standhält. Es gilt also wie auch bei Bewerbungen: Ehrlich währt am längsten.

Auch ein Foto gehört natürlich in ein solches Online-Profil, welches ohne Foto zwar anonymer ist, sehr wahrscheinlich jedoch auch deutlich weniger Leuten im Gedächtnis bleiben wird, sodass zu viel Datenschutz an dieser Stelle tatsächlich eher schaden kann. Bei der Wahl eines passenden Fotos können Tipps für Bewerbungsfotos helfen. Schließlich soll Sie der zukünftige Arbeitgeber so positiv wie möglich in Erinnerung behalten.

Sollte nun der perfekte Job auftauchen oder der Recruiter Ihrer Traumfirma Sie anschreiben, heißt es handeln. Denn trotz aller Technik sind das Bewerbungsschreiben und das persönliche Vorstellungsgespräch noch immer die eigentlichen Entscheidungskriterien und durch kein Online-Profil zu ersetzen. Doch den Weg dahin können Online-Jobbörsen mit etwas Zeit und ein wenig Geduld sehr erleichtern.


Bildnachweis: © istock.com – Titelbild

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

2 Kommentare

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    Anna Renner am

    Hallo an das Team des Karrierepropellers.

    Ich muss mal danke sagen. Wofür? sag ich euch. Für euren Beitrag, der mir bei einem Wiedereinstieg ins Arbeitsleben echt geholfen hat.
    Ich musste nach meiner Trennung mich beruflich vollkommen neu orientieren. wenn ich früher gearbeitet habe um unsren Lebensstandart zu verbessern muss ich heute arbeiten um mich ernähren zu können.
    Ich hatte keine Ahnung wie ich das anstell aber eure Tips wegen der richtigen Jobbörse usw haben mir da schon geholfen.
    Jetzt hab ich nen Job komm damit auch gut klar und abhängig bin ich von keinen Mann mehr. Zur Not schau ich wieder auf eure Seite.

    LG

    • Avatar

      Hallo

      Das klingt doch super. Tut mir leid, dass die Situation sich bei dir derart verändert hat aber wie ich auch lesen kann, hast du es geschafft dein Leben fest in deinen Händen zu haben. Das dir der Beitrag, die Ratschläge geholfen haben, Klasse freut mich.

      LG

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