Fachweiterbildung Pflege: Dauer, Voraussetzung, Gehalt, Finanzierung, Prüfung

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Mit einer Fachweiterbildung Pflege lässt sich der nächste Karriereschritt ebenso vorbereiten wie eigene Kompetenzen erweitert werden können. Verschiedene Abschlüsse sind durch eine Fachweiterbildung möglich.

Das erreichen Sie mit der Fachweiterbildung Pflege

Die Fachweiterbildung Pflege bietet nicht nur die Möglichkeit der individuellen Weiterentwicklung, sondern kann auch der erste Schritt auf der Karriereleiter sein. Oder der nächste, denn auch mehrere Weiterbildungen sind möglich.

Wichtig:
Der Gesetzgeber hat in SGB XI §11 sogar verankert, dass Weiterbildungen für Angestellte von Pflegeeinrichtungen vorgeschrieben sind. Denn die dort untergebrachten Pflegepersonen sollen nach dem aktuellen Stand des Wissens und der Medizin versorgt werden. Dies wiederum ist nur durch ständige Weiterbildungen zu gewährleisten.

Durch die in 2020 eingeführte generalistische Ausbildung in der Pflege wurde die Grundausbildung sehr allgemein gehalten, eine Spezialisierung ist erst im dritten Jahr der Ausbildung möglich. Nach dem Abschluss stehen verschiedene Fachweiterbildungen offen. Sie verlangen unterschiedliche Voraussetzungen.

Unterschiedliche Arten der Weiterbildung

Die Fachweiterbildung Pflege ist im Rahmen der Erhaltungsfortbildung möglich. Ein Beispiel: Eine Pflegerin wechselt von der inneren auf die chirurgische Station und braucht das entsprechende Fachwissen. Möglich ist zudem die Erweiterungsfortbildung, mit der sich neue Kompetenzen erwerben lassen.

Die Anpassungsfortbildung wird nötig, wenn neue technische Geräte zur Anwendung kommen müssen und die betreffende Person Einblick in die Anwendung dieser Technik bekommen muss. Zuletzt sei die Aufstiegsfortbildung erwähnt, mit der sich eine höhere Position erreichen lässt.

 Foto: Shutterstock- Gorodenkoff_

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Fachweiterbildung Pflege: Pflegeberufe im Kurzporträt

Mit der Fachweiterbildung Pflege lassen sich verschiedene Abschlüsse erreichen, die im Folgenden vorgestellt werden sollen:

Fachweiterbildung Pflege: Fachkrankenpfleger/in für Anästhesie- und Intensivpflege

Der Fachkrankenpfleger für Anästhesie- und Intensivpflege arbeitet auf der Intensivstation und in der Anästhesie des Krankenhauses. Weiterbildungen werden in Kooperation mit verschiedenen Kliniken angeboten, die die praktische Ausbildung übernehmen.

Dauer

Die Fachweiterbildung dauert zwei Jahre und findet berufsbegleitend statt. Die Ausbildung ist in Voll- oder Teilzeit möglich, wobei sie in Teilzeit deutlich länger dauert. Eine Verkürzung oder Verlängerung ist auf Antrag möglich.

Finanzierung

Die Kosten für diese Weiterbildung übernehmen die jeweiligen Kliniken, die die Weiterbildung für ihre Pflegekräfte anbieten. Eventuell lässt sich ein Zuschuss über einen Prämiengutschein für die Weiterbildung erlangen. Zusätzliche Ausgaben können im Rahmen der Steuererklärung und hier als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Voraussetzung

Der Zugang zur Weiterbildung ist nur nach Nachweis der erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung in einem Gesundheitsberuf sowie in Verbindung mit einer mehrjährigen Berufspraxis möglich.

Inhalte

Teilnehmer lernen die Aufgaben in der Anästhesie- und Intensivpflege kennen und erfahren, wie Patienten mit Traumata und intensivpflichtigen Erkrankungen zu betreuen sind. Es geht um mögliche Infektionen und pflegerische Interventionen.

Im Rahmen der praktischen Ausbildung lernen die Teilnehmer verschiedene Abteilungen in den einzelnen Fachgebieten kennen, sind bei der operativen Intensivpflege sowie in weiteren Funktionsbereichen dabei. Je nach Bundesland ist eine Spezialisierung auf den Bereich Anästhesiepflege oder Intensivpflege möglich.

Prüfung

Die Weiterbildung endet mit einer Prüfung, die Bezeichnung nach dem Abschluss ist je nach Bundesland unterschiedlich. Der Grund dafür liegt in den landesrechtlich verschiedenen Bestimmungen.

Wird die Weiterbildung nach der Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft durchgeführt, lautet der erworbene Abschluss „Gesundheits- und Krankenpfleger/in für die Intensiv- und Anästhesiepflege“. In einigen Bundesländern wird der Titel „Fachgesundheitspfleger/in für Intensiv- und Anästhesiepflege“ erworben.

Gehalt

Fachpfleger/innen für Intensiv- und Anästhesiepflege verdienen durchschnittlich zwischen 3.300 und 4.400 Euro brutto im Monat.

Fachweiterbildung Pflege: Fachkrankenpfleger/in Hygiene

Fachkrankenpfleger für Hygiene sind dafür zuständig, in Krankenhäusern sowie anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens das Entstehen und Ausbreiten von Krankheitskeimen zu verhindern. Außerdem sind sie in die Bekämpfung von Infektionskrankheiten involviert.

Dauer

In der Regel ist die Weiterbildung auf zwei Jahre angelegt, maßgeblich für die konkrete Dauer sind die Verordnungen der Bundesländer und die Regelungen der Landespflegekammern. Verkürzungen und Verlängerungen der Weiterbildungsmaßnahme sind unter Umständen möglich.

Finanzierung

Da die Weiterbildung berufsbegleitend durchgeführt wird, wird sie nicht separat vergütet. Der Aufwand für Lehrmaterialien kann ggf. beim Arbeitgeber beantragt werden. Mögliche Förderungen bestehen über das Aufstiegs-BAföG oder über die Beantragung von Geldern bei der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Dort wird ein Weiterbildungsstipendium angeboten, das beantragt werden kann.

Voraussetzung

Auch hier gilt wieder, dass der Abschluss in einem einschlägigen Gesundheitsberuf vorhanden sein muss. Außerdem ist eine mehrjährige Berufspraxis in diesem Beruf nachzuweisen. Die genauen Regelungen zur Teilnahme an der Weiterbildung sind durch den jeweiligen Anbieter geregelt und müssen individuell nachgefragt werden.

Inhalte

Teilnehmer an der Fachweiterbildung erlernen alles zum Thema Hygiene und in Bezug auf die Fachwissenschaft. Es geht um die Grundlagen der Infektiologie, um mikrobiologische Untersuchungen und um den Erwerb vertiefender Kenntnisse aus allen Fachbereichen. Die spezifische Sozialwissenschaft, Sozialmarketing und Rechtslehre kommen als Fachgebiete hinzu.

Die Arbeit auf der Intensivstation, im Operationssaal, auf der chirurgischen oder internistischen Station, in der technischen Abteilung oder in der Küche bildet den berufspraktischen Ausbildungsteil. Nach der Weiterbildung ist die Qualifikation zur Praxisanleitung als Spezialisierungsrichtung ebenso möglich wie die Prüfung zum Sterilgutassistenten.

Prüfung

Die Prüfungen sind landesrechtlich geregelt und werden mit einem je nach Bundesland verschiedenen Titel beendet. So gibt es zum Beispiel in Baden-Württemberg die „Staatlich anerkannte Hygienefachkraft“, in Hessen ist es der „Staatlich anerkannte Hygienebeauftragte“, in Niedersachsen wiederum die „Fachkraft für Hygiene in der Pflege“. Die Ausbildungsinhalte sind jedoch gleich.

Gehalt

Das Durchschnittsgehalt für eine Fachkraft für Hygiene liegt derzeit bei rund 40.500 Euro brutto im Jahr.

Gehalt Krankenpfleger und Krankenschwester
mittleres (medianes) Gehalt in den Bundesländern
Bundesland Krankenpflegehelfer Behindertenpflege Krankenpfleger Allgemein Fachkrankenpfleger Intensivpflege
Baden-Württemberg 2.778 3.567 4.186
Bayern 2.682 3.480 3.922
Berlin 2.279 3.322 3.793
Brandenburg 2.107 3.006 3.276
Bremen 3.575
Hamburg 2.859 3.437 4.008
Hessen 2.579 3.445 3.950
Mecklenburg-Vorpommern 1.932 2.962 3.182
Niedersachsen 2.452 3.367 4.056
Nordrhein-Westfalen 2.797 3.528 4.008
Rheinland-Pfalz 2.942 3.493 4.081
Saarland 2.568 3.644
Sachsen-Anhalt 2.337 3.100 3.391
Sachsen 2.027 3.045 3.545
Schleswig-Holstein 2.461 3.408 3.697
Thüringen 2.173 3.136 3.435
Quelle: Tarifverträge TVöD-P, Deutsches Rotes Kreuz, AVR Caritas, AVR Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband und andere

Fachweiterbildung Pflege: Fachkrankenpfleger/in Klinische Geriatrie

Mit dieser Fachweiterbildung ist die Arbeit in Alten- und Pflegeheimen ebenso möglich wie in Krankenhäusern oder bei ambulanten Pflegediensten. Es geht allgemein um die Pflege und Betreuung älterer Menschen.

Dauer

Die Fachweiterbildung für Klinische Geriatrie dauert in der Regel zwei Jahre, Verkürzungen oder Verlängerungen der Maßnahme sind auf Antrag möglich. Die Dauer richtet sich auch danach, ob die Maßnahme in Voll- oder Teilzeit durchgeführt wird.

Finanzierung

Wie bei den übrigen Angeboten ist eine Förderung der Weiterbildung auch durch staatliche Unterstützung über das Aufstiegs-BAföG oder über ein Stipendium möglich.

Voraussetzung

Die Zulassung zur Weiterbildung ist nur mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege möglich. Alternativ kann eine dreijährige abgeschlossene Ausbildung in der Altenpflege vorgewiesen werden. In beiden Fällen muss eine mehrjährige Berufspraxis vorhanden sein. Außerdem muss ein Zeugnis vom Arbeitgeber vorhanden sein, das die Eignung für die Weiterbildung bescheinigt.

Inhalte

Verschiedene Lernbereiche (Pflege, Medizin, psychosoziale Kompetenz) werden abgehandelt. Es geht um die Pflegedokumentation, um die Arbeit mit Angehörigen, um die Pflege Demenzkranker und um die Hilfe bei neuropsychologischen Störungen. Ergänzt werden die theoretischen Inhalte mit Praxisanteilen im Bereich Klinische Geriatrie, Akutgeriatrie oder bei ambulanten Pflegediensten.

Prüfung

Die Fachweiterbildung Klinische Geriatrie ist nur in Hamburg, Sachsen und Thüringen landesrechtlich geregelt. In Hamburg wird mit der Prüfung der Titel „Fachkrankenpfleger in klinischer Geriatrie und Rehabilitation“ erworben. In Sachsen lautet der Titel dann „Fachpflegeexperte für Geriatrie, Rehabilitation und Gerontopsychiatrie“. Die Weiterbildung in Thüringen endet mit der Prüfung zur „Fachpflegekraft für Geriatrie und Gerontopsychiatrie“.

Gehalt

Das Durchschnittsgehalt liegt aktuell bei rund 35.900 Euro brutto im Jahr. Zulagen wie Schichtzulage, Weihnachts- und Urlaubsgeld sind je nach Arbeits- und Tarifvertrag möglich. Wichtig: Regionale Unterschiede sind in Bezug auf die Höhe der Gehälter üblich. Darüber hinaus ist zu bemerken, dass die Arbeitgeber unterschiedliche Basisgehälter und verschiedene Zulagen gewähren.

Fachweiterbildung Pflege: Fachkrankenpfleger/in Notfallpflege

Fachkrankenpfleger für die Notfallpflege sind für die Aufnahme und Pflege von Patienten in der Notaufnahme eines Krankenhauses zuständig. Sie nehmen die Ersteinschätzung vor und sorgen für die Einleitung der ersten pflegerischen Maßnahmen.

Dauer

Die Dauer der Weiterbildung ist verschieden. Im Allgemeinen kann von zwei Jahren ausgegangen werden, Verkürzungen und Verlängerungen sind möglich. Wird die Maßnahme in Teilzeit absolviert, wird sie länger dauern.

Finanzierung

Weiterbildungsstipendium und Aufstiegs-BAföG stehen als Fördermittel des Bundes zur Verfügung und müssen bei entsprechender Stelle beantragt werden. Eine reguläre Vergütung für die Teilnahme an der Weiterbildung gibt es nicht, sie findet berufsbegleitend statt. Eventuelle Kosten können beim Arbeitgeber beantragt werden, ansonsten gilt die normale Vergütung weiter.

Voraussetzung

Vorausgesetzt wird in der Regel die abgeschlossene Ausbildung in einem Pflege- oder Gesundheitsberuf, außerdem eine pflegerische Tätigkeit von mehreren Jahren. Mindestens sechs Monate davon müssen zusammenhängend in einem Bereich absolviert worden sein. Weitere Voraussetzungen können zum Beispiel in der Zugehörigkeit zu bestimmten Krankenhäusern, in der Erklärung des Arbeitgebers zur Eignung und in der Vorlage eines Führungszeugnisses bestehen.

Inhalte

In den berufspraktischen Anteilen geht es um die Arbeit in der Notaufnahme, auf der Intensivstation und um die präklinische Notfallrettung. In der Theorie werden zum Beispiel die Grundlagen zum ökonomischen Handeln im Gesundheitswesen und zur Begleitung von Patienten in speziellen Pflegesituationen angesprochen.

Des Weiteren geht es um die Behandlung von Patienten nach akuten Traumata sowie um die Strukturierung der Abläufe einer Notaufnahme. Auch die Ersteinschätzung der Patienten, deren Aufnahme und Begleitung ist ein wichtiger Themenbereich.

Prüfung

Eine rechtliche Regelung für die Weiterbildung gibt es nur in den Bundesländern Baden-Württemberg („Gesundheits- und Krankenpfleger für Notfallpflege“ oder „Pflegefachmann für Notfallpflege“), in Berlin („Staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpfleger für Notfallpflege“), in Bremen („Fachpfleger für Notfallpflege“) und in Sachsen („Fachpflegeexperte für Notfallpflege“). Wird die Weiterbildung nach den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft durchgeführt, endet die Prüfung mit dem Titel „Gesundheits- und Krankenpfleger für die Notfallpflege“.

Gehalt

Das durchschnittliche Gehalt ist sehr unterschiedlich und bewegt sich zwischen 30.000 und 48.000 Euro brutto im Jahr. Die Zugehörigkeit zu einer Trägerschaft sowie das Bundesland spielen hier eine erhebliche Rolle bei der Gestaltung der Gehälter.

Fachweiterbildung Pflege: Fachkrankenpfleger/in für Rehabilitation und Langzeitpflege

Fachkrankenpfleger für Rehabilitation und Langzeitpflege pflegen sind für die Pflege und Unterstützung der Patienten während der Rehabilitation verantwortlich. Sie sind im neurologischen Bereich ebenso tätig wie im orthopädisch-traumatologischen und im internistisch-geriatrischen Bereich.

Dauer

Durchschnittlich ist die Weiterbildung auf zwei Jahre angelegt, je nach Anbieter der Weiterbildung sowie je nach Ausrichtung auf Voll- oder Teilzeit ist es möglich, die Maßnahme zu verkürzen. Sie kann gegebenenfalls auch verlängert werden.

Finanzierung

Eine Vergütung gibt es für die Weiterbildung nicht, der Arbeitgeber kann ggf. Mehrkosten für Arbeitsmaterialien und Lehrbücher übernehmen. Diese sind ansonsten als Werbungskosten in der Steuererklärung ansetzbar. Eine Unterstützung durch den Staat per Ausbildungs-BAföG oder Weiterbildungsstipendium ist möglich.

Voraussetzung

Neben einer mehrjährigen Berufspraxis in einem passenden Bereich von mindestens sechs Monaten Dauer in einem einzelnen Bereich wird der Abschluss eines einschlägigen Gesundheitsberufs erwartet. Eventuell kann zusätzlich gefordert werden, dass eine Empfehlung des Arbeitgebers vorgelegt wird. Auch die Vorlage eines Führungszeugnisses kann in Einzelfällen nötig sein. Die jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen teilt der Anbieter vorab mit.

Inhalte

Die Reha in pflegerischen Situationen ist ebenso Thema der Fachweiterbildung wie die Bereiche Sozialwissenschaften, Konzepte und Methoden in der Rehabilitation sowie Management: Leiten und Führen. In der Vertiefungsphase geht es unter andrem um die Reflexion der Berufspraxis, um die pflegerische Diagnostik und um Strategien in therapeutischen Teams.

Im berufspraktischen Teil der Weiterbildung wird es um die kardiologische Reha gehen, um die Reha im Bereich Neurologie und Neurochirurgie und auch psychiatrische Rehabilitationen werden zum Thema gemacht. Onkologische, orthopädische oder eine fachübergreifende Reha bei speziellen Erkrankungen sind ebenfalls wichtige Themen, die bei der Weiterbildung behandelt werden.

Prüfung

Die Weiterbildung endet mit einer Prüfung, wobei eine rechtliche Regelung der Fachweiterbildung nur in den folgenden Bundesländern und mit den folgenden Abschlüssen vorhanden ist:

  • Baden-Württemberg („Gesundheits- und Krankenpfleger für Rehabilitation“ und „Pflegefachmann für Rehabilitation“)
  • Berlin („Staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpfleger für Rehabilitation und Langzeitpflege“)
  • Saarland („Fachpfleger für Rehabilitation und Langzeitpflege“)
  • Sachsen („Fachpflegeexperte für Geriatrie, Rehabilitation und Gerontopsychiatrie“)
  • Schleswig-Holstein („Fachpfleger für Rehabilitation“)

Gehalt

Das Gehalt für einen Fachkrankenpfleger für Rehabilitation ist regional und arbeitgeberbedingt unterschiedlich, bewegt sich aber in der Regel zwischen 3.100 und 3.500 Euro brutto im Monat.

Fachweiterbildung Pflege: Weiterbildung zum Stationsleiter in der Alten-, Kranken- oder Kinderpflege

Stationsleiter in der Alten-, Kranken- oder Kinderpflege sind für die Organisation einer Pflegeeinheit oder einer funktionellen Einheit innerhalb des Krankenhauses zuständig. Sie koordinieren sämtliche Maßnahmen zur Pflege oder Therapie und kümmern sich um die personal- und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten.

Dauer

Die Fachweiterbildung dauert zwischen einem und zwei Jahren, wobei sich die Dauer nach der zeitlichen Einteilung (Voll- oder Teilzeit) richtet. Wurden bereits Weiterbildungen mit den einschlägigen Inhalten absolviert, können diese angerechnet werden und führen ggf. zu einer Verkürzung der Maßnahme.

Finanzierung

Da die Maßnahme stets berufsbegleitend stattfindet, wird keine Vergütung gezahlt. Diese ist mit der regulären Berufstätigkeit abgeschlossen. Werden in anderen Krankenhäusern oder Einrichtungen berufspraktische Inhalte absolviert, können diese eventuell vergütet werden. Ansonsten sind Aufstiegs-BAföG oder Weiterbildungsstipendien Möglichkeiten zur Finanzierung.

Voraussetzung

Die Zulassung zur Weiterbildung ist in der Regel nur mit vorliegender Abschlussprüfung in einem einschlägigen Gesundheitsberuf möglich. Außerdem muss eine mindestens zweijährige Berufspraxis in einem Pflegeberuf nachgewiesen werden. Leitungserfahrung ist von Vorteil. Teilweise wird ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30a des Bundeszentralregisters gefordert.

Inhalte

Die Sozialwissenschaften werden ebenso behandelt wie Inhalte aus den Wirtschaftswissenschaften, aus den Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie aus dem Bereich Recht. Die Inhalte der Lehrgänge werden schwerpunktmäßig nach den jeweiligen Berufsfeldern (Alten-, Kinder- oder Krankenpflege) ausgerichtet. Neben dem theoretischen Unterricht sind berufspraktische Zeiten zu absolvieren. Möglich ist eine weiterführende Ausbildung in einzelnen Schulen, sodass zum Beispiel der Erwerb der Fachhochschulreife ermöglicht wird.

Prüfung

Die Prüfung beendet die Fachweiterbildung und ist landesrechtlich bzw. durch die Landespflegekammern geregelt. Die Abschlüsse sind je nach Bundesland unterschiedlich. Geregelte Abschlüsse sind wie folgt möglich:

  • Baden-Württemberg („Altenpfleger für die pflegerische Leitung einer Station oder Einheit“, „Heilerziehungspfleger für die pflegerische Leitung einer Station oder Einheit“, „Pflegefachmann für die pflegerische Leitung einer Station oder Einheit“)
  • Berlin („Staatlich anerkannte Hebamme für Leitungsfunktionen in Einrichtungen der Pflege im Gesundheits- und Sozialwesen“, „Staatlich anerkannter Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger für Leitungsfunktionen in Einrichtungen der Pflege im Gesundheits- und Sozialwesen“)
  • Bremen („Leitender Entbindungspfleger einer geburtshilflichen Abteilung“)
  • Niedersachsen („Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege“)
  • Hessen („Staatlich anerkannte Gruppen- oder Wohnbereichsleitung“)
  • Rheinland-Pfalz („Staatlich anerkannter Leiter einer Pflege- oder Funktionseinheit im Gesundheitswesen und in der Altenpflege“)
  • Sachsen („Fachaltenpfleger für Leitungsaufgaben in Pflegeeinrichtungen“, „Fachpflegeexperte für Leitungsaufgaben in Pflegeeinrichtungen“)
  • Thüringen („Verantwortliche Pflegefachkraft nach § 71 SGB X“)

Gehalt

Das durchschnittliche Gehalt für Stationsleiter in der Pflege liegt zwischen 2.700 und 4.300 Euro, wobei dieses regional unterschiedlich ist sowie vom Arbeitgeber abhängt. Vor allem mit längerer Betriebszugehörigkeit steigt das Gehalt.

Fachweiterbildung Pflege: Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen

Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen sind für die Organisation und Steuerung der Geschäftsprozesse in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie in den verschiedenen weiteren Organisationen und Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens zuständig.

Dauer

Die Dauer der Weiterbildung ist je nach Anbieter unterschiedlich. In Vollzeit ist sie auf drei bis neun Monate beschränkt, wer in Teilzeit lernt, muss bis zu zwei Jahre dafür einplanen. Auch im Fernunterricht ist die Maßnahme möglich, dann sind bis zu 18 Monate einzuplanen.

Finanzierung

Über das Weiterbildungsstipendium oder über Aufstiegs-BAföG können Zuschüsse zu den Lehrgangs- und Prüfungskosten erwirkt werden. Ansonsten ist eine Angabe der Kosten in der Steuererklärung möglich, wo diese als Werbungskosten abgesetzt werden können.

Voraussetzung

Die Zulassung zur Prüfung ist nach einer abgeschlossenen Ausbildung in einem medizinischen, handwerklichen, verwaltenden oder kaufmännischen Beruf innerhalb des Gesundheits- und Sozialwesens möglich.

Ein Pflegeberuf muss vorab nicht erlernt werden. Auch ein abgeschlossenes Hochschulstudium in einem der genannten Bereiche berechtigt zur Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme. Dazu kommt jeweils eine mehrjährige Berufspraxis. Alternativ ist die Zulassung zur Weiterbildung mit anschließender Prüfung nach mindestens fünfjähriger Berufspraxis möglich.

Inhalte

Im Rahmen der Weiterbildung geht es unter anderem um die Themen Planung und Steuerung betrieblicher Prozesse, um das Qualitätsmanagement und um die Gestaltung von Projekten. Auch die Überwachung der Finanzen bzw. weiterer Ressourcen, die Personalführung und die Planung und Durchführung von Marketingmaßnahmen stehen auf dem Stundenplan.

Prüfung

Die Weiterbildung endet mit der Prüfung zum „Geprüften Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen“.

Gehalt

Das Gehalt des Fachwirts im Gesundheits- und Sozialwesen ist mit 2.500 bis 3.500 Euro brutto im Monat nicht besonders hoch. Regionale Unterschiede sind ebenso erkennbar wie die Auswirkungen einer längeren Betriebszugehörigkeit.

Fachweiterbildung Pflege: Fragen zum Gehalt

Die Gehälter unterscheiden sich nicht nur je nach Bundesland (im Osten niedriger als im Westen), sondern sind auch von den Arbeitgebern selbst abhängig. Außerdem vom Land: Während die Gehälter in Deutschland nur bei etwas mehr als 40.000 Euro brutto im Jahr für eine Pflegefachkraft herumdümpeln, zahlen die Luxemburger bis zu 96.000 Euro oder die Schweizer bis zu 82.000 Euro im Jahr.

Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass die Lebenshaltungskosten dort um ein Vielfaches höher sind als in Deutschland, insofern relativieren sich die höheren Gehälter. Wer in Deutschland ein Jahresbruttogehalt von bis zu 96.000 Euro erhalten möchte, wird dies nur als Pflegekraft mit Fachweiterbildung bei Zeitarbeitsfirmen wie TimeLOG Care erreichen.

Tipp
In Krankenhäusern mit staatlichem oder kirchlichem Träger sind die Gehälter deutlich besser als in privaten Häusern. Der Grund: Dort wird nach Tarifvertrag gezahlt und die Gehälter nach TVöD sind höher als die in Krankenhäusern in privater Trägerschaft. Dazu kommen noch regionale Unterschiede: Ein Krankenpfleger ohne Spezialisierung verdient in Bremen rund 600 Euro mehr als in Mecklenburg-Vorpommern.

Dort verdienen die Krankenpfleger mit durchschnittlich 3.575 Euro brutto sogar mehr als die Vergleichspersonen in Bayern mit rund 3.480 Euro. Mecklenburg-Vorpommern ist hier das Schlusslicht, dort sind es nur etwas mehr als 2.900 Euro brutto monatlich.

Fotolizenz- shutterstock DC Studio

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Wo verdient man in der Pflege am meisten?

In der Pflege lässt es sich über eine Zeitarbeitsfirma gut verdienen:
Zwischen 4.000 und 6.000 Euro sind hier monatlich drin.

Für eine Pflegekraft mit Fachweiterbildung geht es sogar noch weiter nach oben. Wer bei der Zeitarbeitsfirma TimeLOG Care arbeitet, verdient sogar
zwischen 5.000 und 8.000 Euro brutto.

Vorsicht:
Einige Zeitarbeitsfirmen vergüten die Zeiten des Nichteinsatzes nicht, was allerdings kein Zeichen für Seriosität ist.

Eine vertrauenswürdige Firma zahlt einen garantierten Lohn und bietet zusätzlich eine Betreuung rund um die Uhr. So können auch diejenigen, die sich eventuell in Schichtarbeit befinden, jederzeit einen Ansprechpartner erreichen.
Die oben genannte Zeitarbeitsfirma TimeLOG Care beispielsweise zahlt den
hohen Garantielohn auch bei Krankheit, Urlaub und auch wenn kein Einsatz stattfindet.

Teilweise ist es überdies möglich, zu bestimmen, ob Schichtdienst oder der Dienst am Wochenende infrage kommen. So lassen sich Beruf und Familie besser unter einen Hut bekommen.

Daher gilt:
Die Arbeit in der Pflege über eine Zeitarbeitsfirma kann lukrativ sein, bei der Wahl der Firma sollte allerdings genauer hingeschaut werden, sodass die Beschäftigung wirklich zum eigenen Vorteil wird.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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