Kann ich mein Bewerbungsfoto drucken oder muss ich das Original beilegen?

Auf jede Bewerbung gehört ein Bewerbungsfoto – doch das wird auf Dauer recht teuer. Professionelle Bilder vom Fotografen kosten zwischen 20 und 30 Euro, meist werden hier aber nur vier Bilder ausgehändigt. Wer sich häufiger bewirbt, muss also tiefer in die Tasche greifen. Dann vielleicht doch einen Ausdruck der Bewerbungsfotos ankleben?

Keine Pauschalisierung möglich

Allgemein will natürlich kein Personaler sehen, dass Sie Geld sparen wollen. Genau das wird aber unterstellt, wenn Sie ein Bewerbungsfoto lediglich ausdrucken und keinen Abzug anheften oder aufkleben, der vom professionellen Fotografen stammt. Stimmen die sonstigen Unterlagen und können Sie mit Ihren Qualifikationen überzeugen, werden Sie allerdings nicht Gefahr laufen, dass Ihre Bewerbung allein aufgrund des Fotos aussortiert wird.

Stellen Sie sich vor der Entscheidung für oder gegen den Ausdruck die Fragen:

    1. Was will das Unternehmen?
    2. Auf welche Art kann ich diese Anforderungen erfüllen?

Wenn Sie feststellen, dass das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben wollen, eher konservativ eingestellt ist und auf klassische Werte achtet, sollten Sie den Gedanken an die Verwendung eines Fotoausdrucks auf der Bewerbung rasch wieder verwerfen. Hier würden Sie wahrscheinlich trotz guter Ausbildung und Erfahrung auf den Stapel der Bewerbungen gelangen, die eventuell, unter ganz bestimmten Umständen und falls sich niemand Besseres findet, berücksichtigt werden. Wenn Sie sich bei einem jungen Unternehmen aus der Kreativbranche bewerben, können Sie sicherlich auch mit einem Ausdruck punkten.

Fazit: Sie machen auf keinen Fall etwas falsch, wenn Sie einen originalen Fotoausdruck verwenden – egal, wo Sie sich bewerben. Wenn Sie aber eine Bewerbung zu einem Unternehmen schicken, welches eher Wert auf Inhalte als auf den schönen Schein legt, kann auch ein Ausdruck genutzt werden. Dieser muss allerdings auf hochwertigem Fotopapier gedruckt und sorgfältig vom Rest des Blattes gelöst werden.

Aufkleben mit Hindernissen

Den Ausdruck des Bewerbungsfotos müssen Sie aufkleben – dies ist jedoch für einen Abzug ebenfalls nötig. Dabei können sich einige Probleme auftun, die Sie vorher nicht bedacht haben. Seien Sie daher äußerst vorsichtig, wenn Sie sich mit dem Befestigen des Fotos befassen.

Wichtig: Es kommt auf den professionellen Gesamteindruck an und scheinbar unwichtige Details können am Ende ausschlaggebend dafür sein, ob Sie den Job bekommen oder nicht.

Kleben Sie das Foto daher gerade auf und achten Sie darauf, dass keine sichtbaren Klebespuren zurückbleiben. Das Papier darf sich nicht wellen, daher sollten Sie keinen flüssigen Kleber verwenden. Idealerweise nutzen Sie speziellen Fotokleber. Gerade dann, wenn Sie nur einen Ausdruck des Bewerbungsfotos aufkleben, sollte dieser so perfekt wie möglich sitzen und keinen Fauxpas darstellen.

Dass keine Büroklammern zum Anheften oder Tackernadeln zur Befestigung genutzt werden sollten, dürfte klar sein und braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden. Leider zeigt sich im Alltag immer wieder, dass einige Bewerber derart mit ihren Bewerbungsfotos umgehen – vielleicht kann also doch nicht häufig genug auf diesen Punkt hingewiesen werden.

Hochwertige LED-Drucker für Fotoausdrucke

Ist dieser Drucker wirklich gut genug für vernünftige Bewerbungsfotos? Wer sich dazu entschließt, sein Bewerbungsfoto als Ausdruck beizufügen, sollte unbedingt auf einen sehr hochwertigen Farbdrucker setzen. (#01)

Ist dieser Drucker wirklich gut genug für vernünftige Bewerbungsfotos? Wer sich dazu entschließt, sein Bewerbungsfoto als Ausdruck beizufügen, sollte unbedingt auf einen sehr hochwertigen Farbdrucker setzen. (#01)

Wer sich dazu entschließt, sein Bewerbungsfoto als Ausdruck beizufügen, sollte unbedingt auf einen sehr hochwertigen Farbdrucker setzen. Außerdem ist natürlich gutes Papier wichtig – gerade daran sollten Sie nicht sparen.

Für den Ausdruck nehmen Sie bitte eine Bilddatei vom Fotografen, ein eigener Scan oder gar ein Schnappschuss („Selfie“) ist fehl am Platze.

Nur durch eine gute Vorlage erreichen Sie eine professionelle Qualität und vermeiden schattige und pixelige Bilder. Sollten Sie keinen ausreichend guten Drucker zu Hause haben, gehen Sie besser in den Copyshop und erstellen dort Bilder in der benötigten Güte.

Sollten Sie demnächst über die Neuanschaffung eines Druckers nachdenken, so schauen Sie sich die modernen LED-Drucker einmal näher an. Bei diesen zeigen sich deutliche Unterschiede zum Laserdrucker, was die Qualität des Ausdrucks angeht. Natürlich ist ein hochwertiger LED-Drucker teuer als die Tintenstrahlvariante, dafür kann der Toner aber auch mehrere Tausend Seiten bedrucken. So werden die Seitenpreise gesenkt und die Anschaffung rechnet sich wieder.

Wer farbiges Kopierpapier verwendet, kann bei einem LED-Drucker mit immer gleichbleibender Qualität der Ausdrucke rechnen. Eine geringere Schärfe an den Rändern ist hier nicht möglich, ganz im Gegensatz zu den herkömmlichen Druckern auf Tintenstrahlbasis.

Also: Wenn ein Bewerbungsfoto schon als Ausdruck verwendet werden soll, dann sollte es wenigstens durch einen besonders hochwertigen Drucker produziert worden sein. Ein LED-Drucker ist hier sehr zu empfehlen und bietet natürlich auch bei anderen Drucksachen die Möglichkeit, besonders hochwertig zu arbeiten.

Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto

Der Ausdruck des Bewerbungsfotos kann also eine gute und preisgünstige Alternative zum Foto vom Fotografen sein, wenn auf gute Qualität bei Papier und Drucker gesetzt wird.

Dennoch besteht die Möglichkeit, viel falsch zu machen:

  • Wenn Sie zum Beispiel Freizeitkleidung auf dem Bild tragen und sich für einen Job in einem konservativen Unternehmen bewerben, ist das nicht besonders günstig.
  • Eine Ganzkörperaufnahme oder ein besonders unnatürliches Foto kommt ebenfalls nicht gut an.
  • Dass Bilder aus dem Automaten oder vom letzten Urlaub nicht für eine Bewerbung verwendet werden sollten, versteht sich von selbst.

Daher noch einmal der Tipp, das Foto durch einen Fotografen anfertigen zu lassen.

Dieser weiß genau, worauf es bei einem Bewerbungsfoto ankommt und wird die entsprechenden Hinweise geben. Lassen Sie sich die Bilddatei mitgeben, so können Sie das Foto immer wieder verwenden.

Meist fallen dafür weitere Kosten an, denn ein Fotograf will natürlich, dass Sie für weitere Abzüge direkt zu ihm kommen. Gibt er die Bilddatei aus den Händen, so möchte er Geld dafür haben. Wenn die Bilder aber entsprechend hochqualitativ sind und Sie diese als Ausdruck (unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte) verwenden können, sparen Sie viel Geld und haben immer genügend Bewerbungsfotos im Haus.

Video: Bewerbungsfoto Tutorial #1 – Die perfekte Gestaltung

Was sollten Sie noch beachten?

  • Ihr Bild soll Ihrer Person und Ihrem Wesen entsprechen.
    Bewerben Sie sich für einen Job als Geschäftsführer, muss das Foto zudem Charakterstärke, Ausstrahlung, Dynamik und Motivation übermitteln. Keine leichte Aufgabe für ein Foto, das als Momentaufnahme gilt. Ihr professioneller Fotograf wird Ihre Wünsche allerdings umsetzen können, sodass Sie mit dem Bewerbungsfoto ein Stück von sich selbst transportieren können.
  • Wichtig zu wissen: Es gibt in Deutschland ein Gleichbehandlungsgesetz, nach dem die Übermittlung eines Bewerbungsfotos keine Pflicht ist.
    Dennoch erwarten die Unternehmen, die eine Stelle zur Besetzung ausschreiben, natürlich ein Bild. Übermitteln Sie dieses in sehr guter Qualität und vergessen Sie nicht, auf die Rückseite Ihren Namen zu schreiben! Die Schrift darf sich natürlich nicht durchdrücken. Die Personalisierung ist aber wichtig, damit das Bild auch dann zugeordnet werden kann, wenn es vielleicht durch eine zu geringe Menge Klebstoff von der Bewerbung abgefallen ist.

Wenn Sie eine Onlinebewerbung verschicken, verwenden Sie ebenfalls ein gutes Bewerbungsfoto. Gehen Sie davon aus, dass der Personaler die Bewerbung ausdrucken wird und dann sollten Text und Bild gut erkennbar bzw. qualitativ hochwertig sein.

Fotos aus dem Netz sind natürlich wie auch Urlaubsbilder nicht zu verwenden. Übrigens: Wenn Sie sich für eine neue Stelle bewerben, sollten Sie sich unbedingt vorab selbst googeln und eventuell unvorteilhafte Bilder oder Texte löschen. Achten Sie auf die Privatsphäreeinstellungen in sozialen Netzwerken, denn auch die Personaler schauen sich hier ihre zukünftigen neuen Mitarbeiter an. Gehen Sie davon aus, dass nichts unbeachtet bleiben wird und dass Sie auf Herz und Nieren geprüft werden.

Abschließend lässt sich die Frage, ob ein Bewerbungsfoto als Ausdruck verwendet werden kann, mit einem klaren „Ja“ beantworten – abhängig aber vom Unternehmen, in dem Sie sich bewerben. Verwenden Sie einen hochwertigen LED-Drucker für das Ausdrucken von Fotos und setzen Sie auf erstklassiges Fotopapier. Ansonsten behandeln Sie das Bewerbungsfoto wie eines vom Fotografen, was das Anbringen auf der Bewerbung sowie das Kennzeichnen des Bildes angeht.


Bildnachweis: © Fotolia Titelbild: contrastwerkstatt – #01 geniuskp

Über Iris Martin

Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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