Bankgespräch als Lösung bei Zahlungsschwierigkeiten

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Die steigenden Kosten für Wohnen, Heizen und Lebensmittel führen zu einer wachsenden Zahl von Menschen in Deutschland, die mit Überschuldung zu kämpfen haben. Besonders ältere Menschen und Frauen sind von langfristigen Zahlungsstörungen betroffen. Wenn es finanziell eng wird, ist es wichtig, dass Betroffene aktiv werden und geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihre Schulden zu reduzieren und ihre finanzielle Situation zu verbessern.

Finanzielle Engpässe überwinden: Tipps der ARAG Experten

Die ARAG Experten haben praktische Tipps parat, um finanzielle Herausforderungen zu meistern und Schulden zu reduzieren.

  1. Um eine Kündigung der Wohnung zu vermeiden, sollte die Miete immer pünktlich bezahlt werden. Falls es jedoch nicht mehr möglich ist, die Miete oder Nebenkosten vollständig zu begleichen, besteht die Möglichkeit, Wohngeld bei der Gemeinde zu beantragen. Auch ein offenes Gespräch mit dem Vermieter kann helfen, eine Lösung zu finden, etwa eine zeitliche Aussetzung der Mietzahlungen oder Teilzahlungen. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass dabei Verzugszinsen anfallen können
  2. Die Kosten für Energie, Wasser, Telefon und Internet können schnell zu einer großen finanziellen Belastung werden. Daher ist es wichtig, die Energiekosten vorrangig zu bezahlen, um eine Unterbrechung der Versorgung zu vermeiden
  3. Es ist ratsam, das Gespräch mit Ihrer Bank zu suchen, wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Kredite zu bedienen. Die Bank bietet verschiedene Möglichkeiten an, wie die Minderung oder Aussetzung der Kreditraten, die Verlängerung der Laufzeit oder das Aussetzen einzelner Raten. Bitte beachten Sie, dass diese Änderungen zu zusätzlichen Kosten führen können
  4. Es ist nicht ratsam, Versicherungen, insbesondere Altersvorsorgeversicherungen, vorschnell zu kündigen. Je nach Alter und Gesundheitszustand können einige Policen nicht erneut abgeschlossen werden und die Kündigung kann teuer sein. Viele Versicherungen bieten jedoch die Möglichkeit, Verträge für einen begrenzten Zeitraum ruhen zu lassen oder Beiträge später nachzuzahlen oder zu reduzieren
  5. In finanziellen Notlagen ist es ratsam, sich frühzeitig an amtlich anerkannte Schuldnerberatungsstellen zu wenden. Dort stehen Experten zur Verfügung, die Wege aus den Schulden aufzeigen können. In Deutschland gibt es etwa 1.400 solcher Beratungsstellen, die von verschiedenen Organisationen unterstützt werden. Die Beratung ist in der Regel kostenfrei und vertraulich

Um die eigenen Finanzen besser im Blick zu behalten, empfehlen Experten das Führen eines Haushaltsbuchs. Hierbei werden alle Einnahmen und Ausgaben festgehalten, sodass man einen klaren Überblick über seine finanzielle Situation hat und gezielte Einsparungen vornehmen kann.

Finanzielle Engpässe können eine große Belastung sein, aber es gibt Wege, um sie zu bewältigen. Durch das Aufstellen eines Haushaltsplans und das Priorisieren von Ausgaben kann man Schulden reduzieren und langfristig eine finanziell gesunde Situation erreichen.

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