Bereits im Februar führen in Bayern steigende Hasel? und Erlenpollenmengen bei Allergikerinnen und Allergikern zu ersten Beschwerden. Das elektronische Polleninformationsnetzwerk ePIN überwacht acht Messstationen und meldet Pollenkonzentrationen. Mit der kostenfreien ePIN-App können Nutzerinnen und Nutzer ein Pollentagebuch führen und ihre Symptome mit den Pollenflugkurven vergleichen. Die Daten lassen sich als PDF-Diagramme erstellen und mit Ärztinnen und Ärzten austauschen. So unterstützt das System Allergiker gezielt. Ministerin Gerlach mahnt zur frühzeitigen Medikation.
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Gerlach: 3,5 Millionen Menschen in Bayern leiden an Allergien
Die Bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach weist darauf hin, dass rund 3,5 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 79 Jahren in Bayern an Allergien leiden, darunter 1,4 Millionen mit Heuschnupfen. Pollenflug kann Symptome von leichtem Niesen, juckenden Augen und Nasenreizungen bis hin zu schweren Atembeschwerden auslösen, die Asthma ähneln. Bei akuten Beschwerden empfiehlt Gerlach, unverzüglich in Absprache mit Ärztinnen und Ärzten wirksame Medikamente einzunehmen, um Beschwerden schnell und nachhaltig zu lindern.
ePIN meldet Hasel- und Erlenpollen an allen acht Messstationen
Das bayerische elektronische Polleninformationsnetzwerk ePIN hat in diesem Jahr an sämtlichen acht Messstationen sowohl Hasel- als auch Erlenpollenflug registriert. Diese breitflächige Erkennung ermöglicht Allergikern eine zeitnahe Information über die aktuelle Pollenbelastung. Durch die frühzeitige Warnung können Betroffene geeignete vorbeugende Maßnahmen ergreifen, wie das Tragen von Atemschutzmasken und das Vermeiden von Außenaufenthalten während hoher Pollenflugperioden. Zudem lassen sich auf Basis der Daten Medikamente rechtzeitig planen und anwenden. Hierfür dienen präzise Daten.
Kostenfreie ePIN-App ermöglicht interaktives Pollentagebuch mit Pollenwert-Abgleich und Exportfunktion
Die ePIN-App ermöglicht Allergikerinnen und Allergikern das Führen eines persönlichen Pollentagebuchs ohne zusätzliche Kosten. Anwenderinnen und Anwender erfassen täglich auftretende Beschwerden und tragen sie mit den automatisch erfassten Pollenflugwerten zusammen. Über intuitive Graphen stellt die Anwendung diese zeitlichen Zusammenhänge grafisch dar, sodass Trends und Risikospitzen leicht erkennbar sind. Ein integrierter PDF-Export ermöglicht den unkomplizierten Datentransfer zu behandelnden Ärztinnen oder Ärzten, um Therapieentscheidungen zu unterstützen. Erinnerungsfunktionen fördern regelmäßige Eingaben, effizientes Monitoring.
Prof. Dr. Herr betont Nutzen des Pollen-Tagebuchs im Alltagsmanagement
Professor Dr. med. Caroline Herr, Amtsleiterin Gesundheit am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, betont die Vorteile des elektronisch geführten Pollentagebuchs. Durch die systematische Erfassung tagesaktueller Pollenflugdaten erhalten Betroffene detaillierte Einblicke in Umweltbedingungen. Auf dieser Basis können sie ihre medikamentöse Behandlung bedarfsgerecht abstimmen und Verhaltensweisen im Alltag gezielt anpassen. Diese datenbasierte Vorgehensweise unterstützt Allergikerinnen und Allergiker dabei, Beschwerden vorzubeugen und individuelle Maßnahmen präzise zu planen. Die App erleichtert dieses Monitoring erheblich.
ePIN-App verzeichnet acht Prozent mehr Zugriffe im Jahr 2025
Laut Angaben von Ministerin Gerlach stieg die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer der ePIN-App im Beobachtungszeitraum 2025 gegenüber dem Vorjahr um etwa acht Prozent an. Parallel dazu erreichte das Angebot der Pollenfluginformationen innerhalb der letzten beiden Jahre insgesamt über 1,3 Millionen Zugriffe. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung des digitalen Informationsdienstes für Allergikerinnen und Allergiker in Bayern, die von einer zuverlässigen und frühzeitigen Pollenprognose profitieren; das System wird regelmäßig genutzt.
LGL entwickelt ePIN-Plattform und App kontinuierlich mit neuen Funktionen
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erweitert kontinuierlich die Funktionen seiner ePIN-Plattform sowie der begleitenden mobilen Anwendung, um eine zunehmend zuverlässigere Pollenprognose bereitzustellen. Nutzer profitieren von aktualisierten Daten, erweiterten Filteroptionen und individualisierbaren Alarmen, die das frühzeitige Erkennen hoher Pollenkonzentrationen ermöglichen. Durch regelmäßige Softwareaktualisierungen, verbesserte Algorithmen und nutzerorientierte Optimierungen unterstützt das System Alltagsplanung und medikamentöse Versorgung, indem es Allergikern verlässlich entscheidungsrelevante Informationen liefert. Zusätzlich sorgt eine Benutzeroberfläche für mehr Übersichtlichkeit.
ePIN-Netzwerk erkennt Pollen früh, Pollentagebuch optimiert Therapie und Alltag
Mit der frühen Erfassung von Hasel- und Erlenpollen durch das ePIN-Netzwerk erhalten Betroffene in Bayern zeitnah präzise Informationen über die aktuelle Pollenbelastung. Die integrierte Pollentagebuch-Funktion der ePIN-App ermöglicht es, persönliche Beschwerden systematisch zu protokollieren und mit den Messdaten abzugleichen. Ein PDF-Export der Diagramme erleichtert die ärztliche Beratung, sodass Therapiepläne und Alltagsroutinen optimal auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt werden. Insgesamt verbessert das digitale Management spürbar die Lebensqualität nachhaltig unterstützt und die Allergieprävention im Alltag optimiert.

