Rauchen aufhören: Häufige Nebenwirkungen!

Im Laufe der Zeit als Raucherin oder Raucher gewöhnt sich der Körper an das in der Zigarette enthaltende Nikotin und dessen regelmäßige Zufuhr. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache ist es nicht verwunderlich, dass beim Rauchen aufhören mit gewissen Nebenwirkungen – den sogenannten Entzugserscheinungen – zu rechnen ist.

 

Der Körper war es zuvor gewöhnt, regelmäßig den Suchtstoff Nikotin zugeführt zu bekommen und plötzlich wird die regelmäßige und für den Körper inzwischen notwendig gewordene Zufuhr des inzwischen notwendigen Botenstoffes beendet. Die Begleiterscheinungen des nun folgenden Entzugs sind nicht zu unterschätzen und können sich recht umfangreich und mit großer Macht äußern.

Endlich mit dem Rauchen aufhören: Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Die Entzugserscheinungen nach dem Rauchstopp äußern sich vor allem durch starke Nervosität, großes Rauchverlangen, Schlafstörungen, Aggressivität, Schwindel, Kopfschmerzen, schlechte bis gar depressive Stimmung sowie einen gesteigerten Appetit.

Die Intensität sowie Dauer der „Rauchen-aufhören-Nebenwirkungen“ kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Während einige Raucher von kaum spürbaren Nebenwirkungen nach ihrem Rauchstopp und dem damit verbundenen Nikotinentzug berichten, können andere den Entzug kaum ertragen und verfallen gar nicht mal so selten recht schnell wieder in alte Gewohnheiten und müssen das Projekt „rauchfrei“ relativ schnell wieder beenden.

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte grundsätzlich mit den folgenden Nebenwirkungen rechnen:

  • Frustration und erhöhte Reizbarkeit
  • Abgespanntheit und Müdigkeit
  • Schlechte Laune und Katzenjammer
  • Stark ausgeprägtes Rauchverlangen
  • Extrem großer Appetit

Wie intensiv auch immer sich die Symptome bei der einzelnen Person äußern, so kann im Allgemeinen davon ausgegangen werden, dass die auftretenden Nebenwirkungen etwa nach sieben bis zehn Tagen immer mehr abschwächen, bis sie dann meist nach einigen Wochen gänzlich verschwinden.

Die Entzugserscheinungen nach dem Rauchstopp äußern sich vor allem durch starke Nervosität, großes Rauchverlangen, Schlafstörungen, Aggressivität, Schwindel, Kopfschmerzen, schlechte bis gar depressive Stimmung sowie einen gesteigerten Appetit.

Die Entzugserscheinungen nach dem Rauchstopp äußern sich vor allem durch starke Nervosität, großes Rauchverlangen, Schlafstörungen, Aggressivität, Schwindel, Kopfschmerzen, schlechte bis gar depressive Stimmung sowie einen gesteigerten Appetit. (#01)

Was tun bei Entzugserscheinungen?

Als grundsätzlicher und sehr wichtiger Tipp beim Kampf gegen die Entzugserscheinungen beim Rauchstopp hat sich sportliche Betätigung bzw. Bewegung bewährt. Generell gibt es so einige Optionen, um die Entzugserscheinungen weitestgehend einzudämmen und sie somit erträglicher zu machen. Ausreichend Sport und Bewegung eignen sich als sehr gute Hilfe bei so gut wie allen Entzugserscheinungen.

Ansonsten haben sich für die nachfolgenden typischen Nebenwirkungen, die sich durchs Rauchen aufhören ergeben können, die folgenden Tipps als hilfreich bewährt:
1) Was tun bei extrem großen Appetit?

  • Stets ausreichend Obst und Rohkost bereithalten
  • Viel trinken
  • Genießen Sie Ihre regulären Mahlzeichen ganz bewusst und essen Sie nicht zu schnell
  • Lutschen zuckerfreier (!) Bonbons und Kaugummikauen
  • Genüssliches und langsames Zergehen eines Zartbitterschokoladenstücks im Mund
  • Bei Ihrem Rauchstopp hilft Ihnen Bewegung dabei, Sie auf andere Gedanken zu bringen und bewahrt Sie zusätzlich vor einer möglichen Gewichtszunahme

 

2) Was tun bei extremer Müdigkeit sowie Abgespanntheit?

  • Immer wieder kleine bewusste Pausen an der frischen Luft oder zumindest bei geöffnetem Fenster einlegen
  • Für die nächste Zeit mehr Schlaf einplanen
  • Neben Bewegung wie Spazierengehen ist auch Entspannung sehr wichtig. Ob nun eine Meditationseinheit oder ein warmes Bad – alles was Ihnen beim Entspannen hilft, ist herzlich willkommen.
Was tun bei extremer Müdigkeit sowie Abgespanntheit? Immer wieder kleine bewusste Pausen an der frischen Luft oder zumindest bei geöffnetem Fenster einlegen

Was tun bei extremer Müdigkeit sowie Abgespanntheit? Immer wieder kleine bewusste Pausen an der frischen Luft oder zumindest bei geöffnetem Fenster einlegen. (#02)

3) Was tun bei großer Reizbarkeit sowie Frustration?

  • Ausgiebiges Sporttreiben hilft sowohl beim Abreagieren von Stress und Wut als auch beim Ausschütten von Glückshormonen
  • Das Erlernen einer oder mehrerer bestimmter Entspannungsübungen kann im Notfall Wunder bewirken
  • Eine Vertrauensperson für ausführliche Gespräche sowie das Informieren des Umfelds über den Rauchstopp ist ebenfalls wichtig

 

4) Was tun bei schlechter Laune/ Katzenjammer?

  • Halten Sie sich möglichst viel in Gesellschaft anderer Menschen auf
  • Gönnen Sie sich mehr Zeit für sich und Ihre Hobbys
  • Reden Sie mit einer Vertrauensperson über Ihre Gefühle, die Sie nun mit den Nebenwirkungen des Projekts „Rauchen aufhören“ plagen

 

5) Was tun bei extrem starkem Rauchverlangen?

  • Nichts ist besser als möglichst viel Bewegung zur Ablenkung von den Entzugssymptomen – Sport ist auch hilfreich zur Produktion von Glückshormonen im Körper
  • Einen Schluck Wasser trinken und Zähne putzen
  • Vermeidung typischer Rauchsituationen sowie Ablenkung, wo es nur geht!
Was tun bei schlechter Laune/ Katzenjammer?

Was tun bei schlechter Laune/ Katzenjammer? (#03)

Allgemein greifen viele Menschen auf ihrem Weg zum rauchfreien Leben sehr gerne auch zu Hilfsmitteln aus der Apotheke, die zur Linderung der Entzugserscheinungen führen sollen. Dabei sollte möglichst nach Nikotinersatz Produkten Ausschau gehalten werden. Denn Produkte, die Nikotin enthalten, wie etwa Nikotinpflaster oder entsprechende Kaugummis, können die Rauchentwöhnung nur unnötig in die Länge ziehen und so womöglich noch mühsamer machen.

Vor dem Beginn des Projekts „Rauchen aufhören“ und um die damit verbundenen Nebenwirkungen möglichst gut meistern zu können, ist es ratsam sich gründlich auf den Entzug vorzubereiten.

Mithilfe dieser Tipps kann effektiv vermieden werden, schon am ersten harten Tag des Entzugs wieder rückfällig zu werden:

  • Für den Fall der Fälle Nikotinersatzpräparate bereit halten
  • Ausreichend Schlaf einplanen
  • Erstellen einer Aufstellung, wie viel Geld man durch die Rauchentwöhnung spart
  • Aschenbecher, Feuerzeuge und Zigaretten aus der Wohnung entfernen
  • Meiden von Orten, wo geraucht wird
  • Viel trinken!
  • Meditations- und Entspannungsübungen
Der Nikotinentzug fängt meist mit extremer Unruhe, Gereiztheit und Nervosität an. Die Gedanken drehen sich nur noch um das Verlangen nach einer Zigarette.

Der Nikotinentzug fängt meist mit extremer Unruhe, Gereiztheit und Nervosität an. Die Gedanken drehen sich nur noch um das Verlangen nach einer Zigarette. (#04)

Was genau passiert eigentlich beim Nikotinentzug?

Der erste Schritt auf dem Weg zum Nichtraucher Dasein ist das Weglassen der Zigarette und möglichst auch der Verzicht auf Nikotinpflaster etc. Spätestens einige Stunden nach dem Rauchen aufhören machen sich erste Nebenwirkungen bemerkbar. Der Nikotinentzug fängt meist mit extremer Unruhe, Gereiztheit und Nervosität an. Die Gedanken drehen sich nur noch um das Verlangen nach einer Zigarette. Nur wer wirklich mit dem Rauchen aufhören will, kann stark genug bleiben, um den Nebenwirkungen zu trotzen.

Schließlich geht es hier darum, eine Sucht zu bekämpfen. Aber warum setzt nur wenige Stunden nach der letzten Zigarette bereits dieser starke Entzug ein? Was genau passiert da eigentlich? Als Ursache für dieses große Nikotinbedürfnis gilt der Nikotinabusus, auch Nikotinsucht genannt. Der Körper braucht das Nikotin und verlangt streng danach – ähnlich wie bei Alkohol- oder Drogensucht. Wird dem Körper der Botenstoff verweigert, so lassen die Entzugserscheinungen nicht lange auf sich warten. Es ist nicht leicht, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Neben den mentalen Entzugserscheinungen wie die Lust auf eine Zigarette, Gereiztheit und Unruhe, setzen schon bald auch körperliche Beschwerden ein. Zu Symptomen wie Kopfschmerzen kommt es zu Herzrasen, Übelkeit und Schwindel – und das sind nur einige wenige mögliche Nebenwirkungen. Der Körper verlangt schreiend nach dem Nikotin und versucht alles, um ihn zu bekommen. Während des Entzugs sollte man sich immer wieder vor Augen führen, dass Nikotin ein schädigendes Nervengift ist.

Neben den körperlichen Entzugserscheinungen schlagen aber vor allem auch die mentalen Nebenwirkungen extrem hart zu.

Neben den körperlichen Entzugserscheinungen schlagen aber vor allem auch die mentalen Nebenwirkungen extrem hart zu. (#05)

Rauchen aufhören: Wie lange ist mit Nebenwirkungen zu rechnen?

Die ersten 72 Stunden nach der letzten Zigarette und gänzlich ohne Nikotin gelten als die unerträglichsten. Innerhalb dieses Zeitabschnitts werden die meisten Raucher wieder rückfällig, weil sie die Entzugserscheinungen nicht mehr aushalten können. In der Regel gilt: Wer die ersten 3 Tage ohne Nikotin durchgehalten hat, der befindet sich auf einem sehr guten Weg. Allerdings gibt es – wenn auch sehr selten – recht intensive Fälle, wo die körperlichen Entzugserscheinungen bis zu 30 Tage andauern können.

Bereits nach gut 48 Stunden ist der Körper gänzlich frei vom Nikotin – das Nervengift wird innerhalb dieser Zeit gänzlich und restlos im Körper abgebaut. Die körperlichen Nebenwirkungen, die mit dem Rauchen aufhören einhergehen, beginnen schon nach drei Tagen allmählich nachzulassen. Langsam hören endlich die emotionale Überreizung, die Übelkeit, der Schwindel und die Kopfschmerzen auf und das Leben wird wieder ein Stück weit erträglicher.

Wenn man sich einmal genau vor Augen führt, welche negativen gesundheitlichen Folgen das Rauchen hat, so sollte man umso bereiter dazu sein, das Thema „Rauchen aufhören“ mit all seinen Nebenwirkungen anzugehen.

Wenn man sich einmal genau vor Augen führt, welche negativen gesundheitlichen Folgen das Rauchen hat, so sollte man umso bereiter dazu sein, das Thema „Rauchen aufhören“ mit all seinen Nebenwirkungen anzugehen.(#06)

Neben den körperlichen Entzugserscheinungen schlagen aber vor allem auch die mentalen Nebenwirkungen extrem hart zu. Vor allem wer das Rauchen mit Gewohnheiten verknüpft hat, muss nun gedanklich umrüsten. Anstelle der beliebten Zigarette in der Hand – aus reiner Gewohnheit – kann schon ein Stift anstelle der Zigarette helfen. Die Gewohnheiten müssen also nur auf den ersten Blick aufgegeben werden, auf den zweiten Blick lassen sie sich einfach ein wenig abändern und erträglich gestalten. Die passende Ablenkung kann hier schon wahre Wunder bewirken.

Denn gerade die mentalen Entzugserscheinungen gelten als langwierig und erfordern meist einen besonders harten Kampf auf dem Weg zum Nichtraucherdasein. Ein starker Wille und eine gute Selbstdisziplin sind also beim Rauchen aufhören sehr wichtige Voraussetzungen, um all die Nebenwirkungen gut durchstehen zu können. Die mentalen Entzugserscheinungen können sogar mehrere Monate andauern. Um diese mitunter monatelange Stress-Situation auf dem Weg ins rauchfreie Leben möglichst entspannt meistern zu können, sind regelmäßige Entspannungs- und Meditationsübungen sehr ratsam. Eine weitere wertvolle Hilfe sind auch diverse Ablenkungen in Form von Sport, Hobbys sowie die Gesellschaft von Freunden – so kann die schwere Zeit deutlich erleichtert werden.

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 110.000 Menschen an den Folgen von Tabak (laut Bundesgesundheitsministerium). Das sind nur einige der häufigsten Folgen, die durch das Rauchen verursacht werden.

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 110.000 Menschen an den Folgen von Tabak (laut Bundesgesundheitsministerium). Das sind nur einige der häufigsten Folgen, die durch das Rauchen verursacht werden. (#07)

Darum ist es so wichtig, mit dem Rauchen aufzuhören

Wenn man sich einmal genau vor Augen führt, welche negativen gesundheitlichen Folgen das Rauchen hat, so sollte man umso bereiter dazu sein, das Thema „Rauchen aufhören“ mit all seinen Nebenwirkungen anzugehen. Inzwischen weiß jedes Kind, wie ungesund das Rauchen ist. Durch das Rauchen riskiert man unnötig Lungenkrebs sowie viele weitere Krebsarten. So verlieren starke Raucher im Durchschnitt etwa zehn wertvolle Jahre ihrer Lebenszeit. Auch der Blutdruck ist bei Rauchern erhöht und das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, steigt stark an.

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 110.000 Menschen an den Folgen von Tabak (laut Bundesgesundheitsministerium). Das sind nur einige der häufigsten Folgen, die durch das Rauchen verursacht werden. Insgesamt sind es noch zahlreiche weitere negative Folgen, die das Rauchen von Zigaretten nach sich ziehen können. So sind bei Rauchern u. a. auch der Geruchs- und der Geschmackssinn nicht mehr voll funktionsfähig. Bereits wenige Tage nach dem Rauchen der letzten Zigarette regenerieren sich die entsprechenden Nervenenden jedoch wieder, so dass der Geruchs- und Geschmackssinn in der Regel wieder voll funktionsfähig sind.

Wer fest dazu entschlossen ist, mit dem Rauchen aufzuhören, der kann sich beim Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg telefonisch beraten lassen. Die kompetenten Mitarbeiter erteilen gerne Auskünfte zum Thema Rauchen und Aufhören.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg ist für die telefonische Beratung immer von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer: 06221 424200 zu erreichen.


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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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