Praxis einrichten: Hilfreiche Tipps für die Gestaltung der Räume

Ärzte, Physiotherapeuten und andere Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich müssen ihre Praxis einrichten. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich die Patienten hier wohlfühlen.

Praxis einrichten: So lässt sich eine Beklemmung bei den Patienten vermeiden

Wenn ein Patient eine Arztpraxis betritt, empfindet er häufig eine starke Beklemmung. Nur selten sind die Untersuchungen angenehm und manche Menschen haben außerdem Angst vor negativen Ergebnissen. Es ist sehr schwierig, dieses Gefühl zu vermeiden. Allerdings kommt in vielen Arztpraxen hinzu, dass auch die Einrichtung bedrückend wirkt. Die Patienten fühlen sich während der Wartezeit wie gefangen in einem kleinen und steril wirkenden Wartezimmer. Das führt dazu, dass der Arztbesuch noch unangenehmer wird als eigentlich notwendig.

Ein ähnlicher Effekt ist auch in den Wartezimmern von Physiotherapeuten und anderen Fachkräften aus dem Gesundheitsbereich zu beobachten, obwohl hier in der Regel keine unangenehmen Untersuchungen anstehen. Die Aufgabe des Arztes und seines Teams besteht jedoch darin, den Aufenthalt in der Praxis so angenehm wie möglich zu gestalten. Das führt dazu, dass sich die Patienten wohlfühlen und bei der Untersuchung entspannt sind. Außerdem ist dies auch aus wirtschaftlicher Sicht empfehlenswert.

Wenn die Patienten sich sehr beklemmt fühlen, ist es möglich, dass sie bei ihrem nächsten Arztbesuch einen anderen Mediziner wählen. Das kann den Gewinn der Praxis deutlich mindern. Dieser Ratgeber stellt vor, mit welchen Mitteln es möglich ist, die Praxis für die Patienten angenehmer zu gestalten.

Kleine geschlossene Räume führen bei vielen Menschen zu einem beklemmenden Gefühl. Wenn dann auch noch die unangenehme Situation eines Arztbesuchs hinzukommt, fühlen sie sich sehr unwohl. (#01)

Kleine geschlossene Räume führen bei vielen Menschen zu einem beklemmenden Gefühl. Wenn dann auch noch die unangenehme Situation eines Arztbesuchs hinzukommt, fühlen sie sich sehr unwohl. (#01)

Ein offenes Raumkonzept ist hilfreich

Kleine geschlossene Räume führen bei vielen Menschen zu einem beklemmenden Gefühl. Wenn dann auch noch die unangenehme Situation eines Arztbesuchs hinzukommt, fühlen sie sich sehr unwohl. Daher ist es empfehlenswert, die Räume so offen wie möglich zu gestalten. Dabei sind unter anderem große Fenster sinnvoll, die viel Licht in den Raum einfallen lassen. Die Größe der Fenster ist zwar vorgegeben, doch ist es wichtig, diese so wenig wie möglich zu verdecken. Sollte in den Untersuchungsräumen ein Sichtschutz erforderlich sein, ist es sinnvoll, auf Milchglas anstatt auf schwere Vorhänge zu setzen.

Dieses Material hält störende Blicke ab, lässt aber dennoch viel Licht eindringen. Auch bei der Gestaltung der Türen ist es empfehlenswert, auf transparente Materialien zu achten. Glastüren sorgen für eine freie Sicht und führen dazu, dass die Patienten sich nicht eingeschlossen fühlen. Auch hierbei ist es sinnvoll, für den Sichtschutz in den Untersuchungsräumen falls notwendig Milchglas zu verwenden, um die Privatsphäre zu schützen.

Helle Farben schaffen ein wohnliches Ambiente

Die Auswahl der Farben spielt in der Arztpraxis ebenfalls eine sehr bedeutende Rolle. Dabei ist es nicht nur notwendig, dass diese dem Praxis-Team gefallen. Viel wichtiger ist es, dass sich die Patienten hier wohlfühlen. Eine helle Gestaltung sorgt für weniger Beklemmung und hebt die Stimmung. Außerdem entsteht durch die Verwendung heller Farben ein weitläufiger optischer Eindruck, der ebenfalls sehr positiv wirkt. Darüber hinaus signalisieren diese Farbtöne Ruhe und Harmonie und führen dazu, dass die Patienten den Arztbesuch in einer entspannten Atmosphäre erleben.

Die Auswahl der Farben spielt in der Arztpraxis ebenfalls eine sehr bedeutende Rolle. Dabei ist es nicht nur notwendig, dass diese dem Praxis-Team gefallen. (#02)

Die Auswahl der Farben spielt in der Arztpraxis ebenfalls eine sehr bedeutende Rolle. Dabei ist es nicht nur notwendig, dass diese dem Praxis-Team gefallen. (#02)

Farbenfrohe Dekoration sorgt für eine positive Stimmung

Obwohl helle Grundfarben sehr zu empfehlen sind, ist es möglich, diese mit anderen Tönen zu kombinieren. Das lockert den gesamten Raum etwas auf und sorgt ebenfalls für eine positive Grundstimmung. Auch ansprechende Deko-Gegenstände und Bilder machen einen interessanten und wohnlichen Eindruck. So fühlen sich die Patienten beinahe wie in ihrem eigenen Wohnzimmer. Hinsichtlich der Auswahl der Farben gibt es keine einheitlichen Regeln. Hier kann der Inhaber der Praxis nach seinen eigenen Wünschen entscheiden. Allerdings ist es wichtig, dass der Gesamteindruck nicht zu bunt wird. Das würde unruhig wirken und macht außerdem keinen allzu seriösen Eindruck.

Aus diesem Grund ist es bei der Verwendung farbiger Gestaltungselemente sinnvoll, darauf zu achten, dass sich diese innerhalb der gleichen Farbfamilie bewegen. Das sorgt für einen besonders harmonischen Eindruck. Außerdem ist es ratsam, nur kleine Bereiche der Praxis farbenfroh zu gestalten. Eine gute Idee stellt es dar, eine Wand pro Raum farbig zu streichen und mit Bildern und anderen Gegenständen zu dekorieren. Für die übrigen Wände ist es sinnvoll, eine dezente helle Grundfarbe zu verwenden.

Eine ansprechende Beleuchtung

Die Beleuchtung ist ein Faktor, der sich in hohem Maße auf das Wohlbefinden der Menschen auswirkt. Daher ist es notwendig, diesem Aspekt bei der Einrichtung der Praxis eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Zum einen ist es sehr wichtig, dass die Praxisräume ausreichend hell sind. Das ist nicht nur für die Untersuchungen unbedingt erforderlich. Darüber hinaus sorgt ein helles Zimmer für eine freundliche und positive Stimmung. Des Weiteren ist es wichtig, auf die Lichtfarbe zu achten. Kaltes Neonlicht wirkt ausgesprochen unangenehm und führt dazu, dass sich die Patienten sehr beklemmt fühlen. Besser ist es, eine wärmere Lichtfarbe zu wählen, damit sie sich wohlfühlen.

Zeitschriften im Wartezimmer auszulegen zählt dabei zum Standard – doch reicht dies heutzutage nicht mehr aus. Sehr positiv nehmen es die Patienten auf, wenn ihnen frische Getränke angeboten werden. (#03)

Zeitschriften im Wartezimmer auszulegen zählt dabei zum Standard – doch reicht dies heutzutage nicht mehr aus. Sehr positiv nehmen es die Patienten auf, wenn ihnen frische Getränke angeboten werden. (#03)

Unterhaltungsangebot während der Wartezeit

Die Wartezeit bereitet den Patienten oftmals viel Langeweile. Um dies zu vermeiden, ist es nicht nur empfehlenswert, die Termine sinnvoll zu planen, um einen allzu langen Aufenthalt im Wartezimmer zu vermeiden. Darüber hinaus ist es wichtig, diese Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Zeitschriften im Wartezimmer auszulegen zählt dabei zum Standard – doch reicht dies heutzutage nicht mehr aus. Sehr positiv nehmen es die Patienten auf, wenn ihnen frische Getränke angeboten werden. Auch ein Multimedia-Angebot verhindert Langeweile.

Ein kleiner abgetrennter Raum mit einem Fernsehgerät oder einem ähnlichen Angebot sorgt für einen unterhaltsamen Aufenthalt. Außerdem ist es empfehlenswert, Spielgeräte für Kinder bereitzustellen. Eine sanfte und dezente Musik im Wartezimmer wirkt entspannend und beruhigend.

Es ist nicht nur sinnvoll, das Wartezimmer mit rückenschonenden Stühlen auszustatten, sondern auch entsprechende Sitzgelegenheiten für die Mitarbeiter anzuschaffen. Auch diese verbringen viel Zeit im Sitzen. (#04)

Es ist nicht nur sinnvoll, das Wartezimmer mit rückenschonenden Stühlen auszustatten, sondern auch entsprechende Sitzgelegenheiten für die Mitarbeiter anzuschaffen. Auch diese verbringen viel Zeit im Sitzen. (#04)

Ergonomisches Mobiliar ist wichtig

Die Patienten verbringen die meiste Zeit in der Praxis im Sitzen – zunächst im Wartezimmer und anschließend im Behandlungszimmer. Wenn die Stühle dabei unbequem sind, führt das dazu, dass der Aufenthalt besonders unangenehm ist. Daher ist es ausgesprochen wichtig, auf eine gemütliche Ausstattung zu achten. Darüber hinaus sollte gerade im Gesundheitsbereich Wert auf die Ergonomie gelegt werden. Wenn in einer Arztpraxis oder im Wartezimmer eines Physiotherapeuten Stühle stehen, die den Rücken schädigen, macht das einen ausgesprochen unprofessionellen Eindruck. Daher ist es sinnvoll, sich an einen spezialisierten Anbieter für ergonomische Büromöbel zu wenden.

Bei Ergobasis sind beispielsweise vielfältige Büromöbel erhältlich, die ergonomischen Anforderungen entsprechen. Es ist nicht nur sinnvoll, das Wartezimmer mit rückenschonenden Stühlen auszustatten, sondern auch entsprechende Sitzgelegenheiten für die Mitarbeiter anzuschaffen. Auch diese verbringen viel Zeit im Sitzen. Um eine langfristige Schädigung des Rückens zu vermeiden, sind hochwertige Stühle sehr wichtig. In manchen Arztpraxen stehen mittlerweile sogar Sofas im Wartezimmer. Das bringt zwar einen zusätzlichen Aufwand mit sich, doch ist dies für die Patienten besonders gemütlich.

Wer sich hierzu entschließt, sollte jedoch in jedem Fall darauf achten, dass der Bezug einfach mit einem feuchten Lappen und mit Desinfektionsmittel zu reinigen ist. Das ist aus hygienischen Gründen unbedingt erforderlich.

Damit die Abschreibung möglich ist, muss es sich dabei um einen beweglichen und abnutzbaren Gegenstand handeln, der eigenständig nutzbar ist. (#05)

Damit die Abschreibung möglich ist, muss es sich dabei um einen beweglichen und abnutzbaren Gegenstand handeln, der eigenständig nutzbar ist. (#05)

Einrichtungsgegenstände von der Steuer absetzen

Wer seine Praxis neu einrichtet, muss dafür erhebliche Ausgaben auf sich nehmen. Stühle für das Wartezimmer, ansprechende Deko-Gegenstände und eine hochwertige Multimedia-Ausstattung kosten viel Geld. Doch besteht häufig die Möglichkeit, diese Produkte von der Steuer abzusetzen. Das reduziert den finanziellen Aufwand erheblich. Dabei ist es jedoch notwendig, einige Regeln zu beachten. Gerade bei kleineren Ausgaben empfiehlt es sich, diese als geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) abzusetzen.

Damit die Abschreibung möglich ist, muss es sich dabei um einen beweglichen und abnutzbaren Gegenstand handeln, der eigenständig nutzbar ist. Außerdem ist es erforderlich, dass dieser für die Verrichtung der Arbeit der steuerpflichtigen Person notwendig ist. Hinzu kommt ein finanzieller Rahmen. Seit 2018 gilt eine Obergrenze von 800 Euro brutto für jedes einzelne Produkt. Bei Artikeln, die zuvor erworben wurden, liegt der Grenzbetrag bei 410 Euro. Stühle für die Praxiseinrichtung erfüllen in der Regel all diese Kriterien, sodass die Absetzung als GWG sehr zu empfehlen ist.

Das bringt den Vorteil mit sich, dass dabei der gesamte Betrag auf einmal von der Steuer abgesetzt werden kann. Das bedeutet, dass das Geld noch im gleichen Jahr zurückerstattet wird. Bei größeren Investitionsgütern erfolgt die Abschreibung in einem deutlich längeren Rahmen. Genauere Informationen zum Thema der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter hat die Zeitschrift Finanztip zusammengestellt.


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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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