In diesem Stapel ist sicher das richtige Hemd für jeden Anlass dabei

Hemden im Business: Welches Hemd für welche Gelegenheit?

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Nicht nur zu geschäftlichen Anlässen ist es üblich, Hemden zu tragen – viele Männer bevorzugen dieses Kleidungsstück auch in ihrer Freizeit. Während der Anzug reine Fassade ist, können sich Männer bei der Wahl des Hemdes austoben und ihren individuellen Geschmack zur Geltung bringen. Leider wird nicht gerne viel Zeit in den Hemdenkauf investiert – in gerade einmal durchschnittlich dreißig Minuten greifen Männer oft wahllos irgendwelche Hemden, Hauptsache, sie passen. Gerne wird dann von diesem Hemd drei bis vier Stück gekauft, der Einfachheit halber. Dabei können Sie anhand weniger Schritte feststellen, ob das Hemd zu Ihnen passt und sich der Kauf somit lohnt. Außerdem zeigen wir Ihnen, welches Hemd zu welchen Anlässen passt und liefern einige Tipps und Tricks.

Hemden sind in zahlreichen Modellen erhältlich – ob einfarbig, gemustert, kurz- oder langärmelig, eine oder zwei Manschettenknöpfe: die Auswahl ist riesig. Aus diesem Grund wollen wir zunächst folgende Frage klären:

Wie finde ich das für mich passende Hemd?

Es existieren einige Parameter, anhand derer Sie ein passendes und qualitativ hochwertiges Hemd erkennen können. Dazu zählen:

  • Die Länge des Hemdes
  •  Der Stoff
  •  Die Art der Knöpfe.

Zunächst einmal müssen Sie überlegen, ob Sie auf der Suche nach einem lang- oder kurzärmeligen Hemd sind. Generell gilt: auch wenn im Sommer die Temperaturen hoch sind, sollten Sie zu geschäftlichen Terminen langärmelige Hemden tragen, da diese stilvoller und eleganter wirken als die kurzärmelige Variante. Es besteht immer noch die Möglichkeit, ggf. die Ärmel hochzukrempeln.

Ein wichtiger Styling-Tipp: unter einem Sakko darf kein kurzärmeliges Hemd getragen werden! Denn hier gilt die Faustregel: die geschlossenen Manschetten des (langärmeligen) Hemdes sollten mindestens einen Zentimeter unter der Anzugjacke zu sehen sein. Zudem sollten kurzärmelige Hemden nicht in Kombination mit einer Krawatte getragen werden.

Die für Sie richtige Länge bei Hemden ermitteln Sie folgendermaßen:

 Am Rücken sollte das Hemd so lang geschnitten sein, dass es auch beim Bücken nicht aus der Hose rutscht.
 Des Weiteren sollte der Ärmel auch bei angewinkeltem Arm noch bis zur Daumenwurzel reichen.

Zudem kommt es beim Kauf eines neuen Hemdes natürlich auch auf den bevorstehenden Anlass an. Dabei gilt folgende Faustregel: je feierlicher und offizieller der Anlass ist, desto mehr sollte auf eine verdeckte Knopfleiste geachtet werden, vor allem, wenn Sie eine Fliege tragen. Zudem sollten Sie bei Festivitäten zu Hemden mit einer Doppelmanschette greifen, da diese wesentlich eleganter aussehen als eine Kombi- oder Sportmanschette. Für den alltäglichen Business-Look ist hingegen eine offene Knopfleiste und einfache Manschette völlig ausreichend.

Hochwertige Hemden sind nicht mit den einfachen und gängigen Knöpfen aus Plastik, sondern mit widerstandsfähigen Perlmutt-Knöpfen ausgestattet.
Drei weitere Tipps, die Sie sich beim Hemdenkauf merken sollten und anhand derer Sie qualitativ hochwertige Kleidungsstücke erkennen:

1. Gut geschnittene Hemden haben am Rücken eine Besonderheit: die sogenannte Rückenpasse. Dieser spezielle Schnitt sorgt dafür, dass bei Bewegung nichts unangenehm spannt.

2. Je mehr Stiche eine Naht aufweist, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass diese aufgeht. Pro Zentimeter sollten ca. acht Stiche vorhanden sein.

3. Gute Hemden sind mit Kragenstäbchen aus biegsamen und herausnehmbaren Kunststoff (und nicht etwa aus Pappe) ausgestattet, die dem Hemd Festigkeit verleihen und zugleich verhindern, dass die Kragenspitzen sich aufstellen.

Auch der Stoff ist ein entscheidendes Kriterium für oder gegen den Kauf eines Hemdes. Kunstfasern sollten möglichst gemieden werden, da diese niemals hochwertig aussehen. Auch Seidenhemden haben auf geschäftlichen Terminen nichts verloren, diese können in der Freizeit sowie am Abend getragen werden. Generell sollte ein Hemd zu mindestens 80 Prozent aus reiner Baumwolle bestehen. Im Sommer bietet sich auch der luftdurchlässige Stoff Leinen sehr gut an. Bei der Wahl der Farbe gehen die Geschmäcker weit auseinander. Mit den Farben Weiß, Schwarz, Grau und Blau können Sie nichts falsch machen, da diese Farbtöne jedem stehen.

Bei anderen Farben muss stets darauf geachtet werden, dass sie zum Typ passen. Lassen Sie sich von einem Verkäufer oder Freund beraten, wenn Sie sich nicht sicher sind. Achtung: Gelb und Pastellfarben lassen die meisten Menschen eher blass erscheinen. Generell eignen sich Hemden in hellen Farben gut als Business Kleidung, während dunklere Farben eher am Abend getragen werden können. Auch gemusterte Hemden erfreuen sich einer großen Beliebtheit – sei es einfarbig mit einem bestimmten Symbol, kariert oder gepunktet.

Solche Hemden können grundsätzlich auch auf der Arbeit getragen werden, allerdings sollten sie nicht zu auffällig sein. Ein Tipp: Hemden mit Streifen wirken stets seriöser als solche, die kariert sind. Zudem sollte auch beachtet werden, dass gemusterte Hemden auftragen. Achtung: ist der Anzug bereits gemustert, muss in jedem Fall ein einfarbiges Hemd darunter getragen werden! Denn: in einem Outfit sollten, um den Betrachter nicht zu verwirren, nie mehr als zwei Muster miteinander kombiniert werden.

Zum korrekten Auftritt, mit dem richtigen Hemd, Krawatte, Anzug gehört auch die richtige Manschette

Zum korrekten Auftritt, mit dem richtigen Hemd, Krawatte, Anzug gehört auch die richtige Manschette (#01)

Die Wahl der richtigen Manschette

Als Manschette wird der untere Teil des Hemdärmels bezeichnet, der das Hemd schön abschließt und dafür sorgt, dass der Stoff weder ausfranst noch unschöne Verfärbungen annimmt. Die Formen von Manschetten sind vielfältig und erstrecken sich von rund und einfach bis hin zu doppelt und eckig. Bei klassischen Hemden finden sich an den Manschetten je zwei Löcher für die Manschetten-Knöpfe.

Es werden drei Manschetten-Formen unterschieden:

1. Die Doppelmanschette ist die eleganteste Manschettenart. Ihr Name rührt daher, dass die Manschette einmal umgeschlagen ist und mit einem Manschettenknopf geschlossen wird. Doppelmanschetten eignen sich durch ihr stilvolles Auftreten vor allem für offizielle Anlässe mit einem Dresscode oder Abendveranstaltungen.

2. Die Sportmanschette ist eine sehr beliebte Manschettenform. Diese Manschettenart wird entweder mit einem oder zwei nebeneinander liegenden Knöpfen geschlossen, wodurch die Ärmelweite flexibel eingestellt werden kann. Die aus einlagigem Stoff bestehende Sportmanschette ist für sämtliche Termine des Alltags bestens geeignet.

3. Die Kombimanschette besteht ebenfalls aus einlagigem Stoff und wird auch als Wiener-Manschette bezeichnet. Sie hat den großen Vorteil, dass sie sowohl mit normalen als auch mit Manschettenknöpfen geschlossen werden kann und dadurch für die unterschiedlichsten Anlässe geeignet ist – seien es Hochzeiten, Vorstellungsgespräche oder Jobmeetings.

Welches Hemd passt zu welchem Anlass?

Der Hemdkragen in seinen vielfältigen Varianten ist ein wichtiges Kriterium für die richtige Wahl des Hemdes zu bestimmten Anlässen. Hemdkragen werden eingeteilt in die Rubriken „formell“, „privat“ und „beides“. Zu formellen Anlässen wie Hochzeiten sollte ein Hemd mit Tab-Kragen gewählt werden, bei dem die sogenannten Kragenschenkel durch einen Stoffsteg sowie zusätzlich einen Druckknopf eng zusammengezogen werden, wodurch der Kragen nicht mehr hochklappen kann und der Krawattenkragen automatisch angehoben wird.

Auch London- und Smoking-Kragen eignen sich hervorragend für formelle Festivitäten. Bei privaten Anlässen kann hingegen auf ein Hemd mit Button Down-Kragen in vielfältigen Variationen zurückgegriffen werden. Der Steh- und Windsorkragen sowie der Haifischkragen, dessen Kragenschenkeln weit auseinander stehen und der als Klassiker bezeichnet wird, kann sowohl auf geschäftlichen als auch privaten Termine getragen werden. Auch der Kentkragen, bei dem die Kragenenden dicht zusammenstehen und der auch aufgeknöpft und ohne Krawatte gut aussieht, ist für jeden Anlass eine gute Wahl.

Sietht sportlich aus, keine Frage nur im Business ein No go

Sietht sportlich aus, keine Frage nur im Business ein No go (#02)

Hemden-Knigge: nützliche Tipps und No-Go‘s

Eine Brusttasche wird vor allem in der Geschäftswelt als stillos verpönt, da sie im überladenen Zustand keine gute Figur macht und somit nicht gerne an Business-Hemden gesehen wird. Wenn es sich vermeiden lässt, sollte unter dem Hemd kein T-Shirt getragen werden. Das Problem besteht nämlich darin, dass die Ärmel sich auf dem Hemdenstoff abzeichnen, was unschön aussieht. Schwitzen oder frieren Sie jedoch sehr stark und wollen aus diesem Grund nicht auf ein T-Shirt verzichten, so greifen Sie zu enganliegenden Shirts in der gleichen Farbe des Hemdes. Ein V-Ausschnitt eignet sich zudem besser als ein Shirt mit Rundkragen, da dieser Kragen sichtbar ist, vor allem, wenn das Hemd aufgeknöpft getragen wird.

Die passende Krawatte zum Hemd

Vor allem in der Arbeitswelt ist sie sehr beliebt und weit verbreitet: die Krawatte. Krawatten wirken in Kombination mit einem schicken Hemd sowie einem Anzug bzw. Sakko besonders seriös, allerdings nur, wenn die richtige Farb- und Musterwahl beachtet wird: anstatt zu schrillen Mustern und albernen Motiven sollten Sie lieber zu solchen aus Seide mit Streifen, Tupfen, Paisley-Muster oder schlicht einfarbig greifen. Die Wirkung einer Krawatte sollte nicht verkannt werden: sie verleiht einem Outfit die persönliche Note, bildet den Blickfang Ihres kompletten Outfits und sollte deswegen nach dem erstrebten Effekt gewählt werden. Blau beispielsweise lässt den Krawattenträger eher zurückhaltend wirken, während rot Präsenz und Stärke wiederspiegelt.

Die Kragenform Ihres Hemdes entscheidet die Art des Krawattenknotens. Generell gilt: je weiter die Kragenschenkel auseinander gehen, desto größer kann der Knoten gebunden werden. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, dass die Kragenspitzen nicht vom Hemd abstehen. Der Windsor-Knoten eignet sich perfekt für den alltäglichen Business-Look, da dieser schnell gebunden ist und gut sitzt. Die Krawatte zu geschäftlichen Anlässen sieht wie folgt aus: über dem Hemd wird eine Krawatte aus Seide getragen in einem, je nach den eigenen Vorlieben, klassischen oder modernen Muster. Die richtige Länge einer Krawatte erkennen Sie daran, dass diese bis zur Gürtelschnalle reicht.

Ein Tipp am Rande: tragen Sie keine Krawatte, kann der oberste Knopf des Hemdes offen gelassen werden.

Der passende Anzug zum Hemd

Das Business-Outfit besteht aus einem harmonischen Ensemble: ein Zweireiher Anzug ohne Weste oder Einreiher mit Weste, ein ausgewähltes Hemd, eine dazu passende Krawatte sowie schicke Schnürschuhe. Zu Beginn Ihrer Karriere sollten Sie über mindestens zwei einfarbige oder klassische Nadelstreifenanzüge sowie sechs Hemden verfügen. Ein dunkler Anzug in Anthrazit oder Dunkelblau, dazu eine passende Krawatte über einem schicken Hemd, schwarze Socken sowie schwarze geputzte Schuhe passt zu jeder Gelegenheit. Fliegen sollten nur zu bestimmten feierlichen Anlässen wie Theater-Besuche oder Hochzeiten getragen werden, für den alltäglichen Business-Look sind sie eher nicht geeignet. Ob ein Hemd ohne oder mit Manschettenknöpfen gewählt wird, hängt vom jeweiligen Anlass ab. Vor allem in konservativen Branchen sowie Mitarbeiter der Führungsposition greifen gerne auf diese edle Variante zurück.

Im alltäglichen Berufsleben sollte das Outfit zugleich modern, lässig und gepflegt erscheinen. Ziel ist es, das Sie bei der Arbeit nicht behindert werden und auch nicht zu overdressed aussehen. Während in Führungspositionen traditionell eher dunklere Anzüge getragen werden, können Sie in Berufen, in denen die Kleiderwahl legerer gehandhabt wird, auch sehr gut zu einer Kombination aus Sakko und Hose greifen. Der englische Look bestehend aus einem Tweed Sakko kombiniert mit einer farblich passenden Wollhose ist derzeit sehr angesagt.

Auch Nadelstreifenanzüge mit farbintensiven Seidenkrawatten oder italienische Anzüge in gedeckten Farben wie Khaki, Cognac oder Braun in Stoffen wie Baumwolle und Cord sind momentan sehr modern. Mögen Sie es lieber klassisch, können Sie mit einem dunkelblauen Blazer, einer grauen Flanellhose, Hemd und gestreifter Krawatte nichts falsch machen. Für welchen Anzug Sie auch immer sich entscheiden: maßgeblich für einen guten Look ist ein perfekter Sitz sowie qualitativ hochwertig verarbeitete Materialien. Den für Sie passenden Sitz erkenn Sie auch an der Länge der Hose: diese sollte vorne mit einem Knick auf dem Schuh aufliegen und hinten am oberen Absatzrand des Schuhs enden.

Für abendliche Aktivitäten ist ein dunkler Anzug ein Muss, dieser zeugt von Stilsicherheit und wirkt dennoch nicht zu overdressed. Besonders gut passen dazu weiße Manschettenhemden mit entsprechenden Knöpfen.

Im Business ist man viel unterwegs.; Das richtige packen will gelernt sein

Im Business ist man viel unterwegs.; Das Richtige packen will gelernt sein (#03)

Hemden richtig packen

Wer öfter auf Geschäftsreisen fährt, kennt das Dilemma: wie kommen die schön gebügelten Hemden, Anzüge und Krawatten knitterfrei ans Ziel? Hier einige Tipps:

1. Zunächst sollten Sie alle Dinge, die Sie auf Ihre Reise mitnehmen wollen, sammeln. Überlegen Sie genau, was Sie wirklich brauchen und was ggf. auch zu Hause bleiben kann. Erst danach wird der Koffer damit bestückt.

2. Die schweren Sachen gehören immer nach unten in den Koffer, leichtere werden oben drauf gestapelt. Dies hat den einfachen Sinn, dass die schweren Gegenstände wie Kulturbeutel ansonsten die Ordnung wieder vernichten würden.

3. Hemden können faltenfrei reisen, wenn sie gerollt anstatt gefaltet werden. So lässt sich die Kleidung leichter verstauen und auch wieder aus dem Koffer heraus nehmen.

4. Auch Krawatten knittern nicht, wenn sie gerollt werden (am besten über dünne Stoffbeutel).

5. Wer Platz sparen will, steckt die Socken direkt in die Schuhe. Dies ermöglicht gleichzeitig, dass die Schuhe ihre Form behalten. Außerdem ist es sinnvoll, Unterwäsche und Socken zuletzt einzupacken, da sich meist noch einige kleine Löcher im Koffer finden, die sehr gut mit Wäsche gestopft werden können.

6. In die Ärmel von Sakkos sollte immer Seidenpapier (oder wahlweise auch Butterbrotpapier) gelegt werden, damit keine Falten entstehen.

7. Haben Sie nach dem Auspacken am Zielort festgestellt, dass Ihr Anzug trotz gepflegter Packweise Falten wirft, hilft dieser Tipp: der Anzug wird an einem Kleiderbügel in die Dusche gehängt und heißes Wasser aufgedreht. Der Dampf sorgt dafür, dass sich die Falten wieder glätten.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild:Syda Productions-#01:kucheruk-#02: kegfire-#03:_Syda Productions

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Rebecca LiebigHemden im Business: Welches Hemd für welche Gelegenheit?