Erotik Jobs: Wichtige Regeln für Sexworker

Erotik Jobs: Wichtige Regeln für Sexworker

Die Erotikbranche ist weltweit ein Milliardengeschäft. Ob online oder offline – die Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen ist groß. Da das Berufsfeld allerdings bis heute mit einem Stigma belegt ist, gibt es in diesem Arbeitsumfeld viele Grauzonen. Diese führen dazu, dass viele Frauen und Männer in Erotik Jobs nicht sicher sind. Daher sollte man sich auf jeden Job gut vorbereiten.

Die wichtigsten Grundregeln

Ob man für eine Escort-Agentur arbeitet, einen eigenen Kundenstamm bedient oder in einem Sexclub tätig ist – man sollte immer versuchen, sich in einem legalen Umfeld zu bewegen. Denn auch, wenn es aus rechtlicher Sicht noch viel für Sexarbeiter getan werden muss, ist man bei legaler Arbeit weniger anfällig für Erpressungen und Ähnliches. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass NIEMALS originale Identitätsunterlagen abgegeben werden sollten.

Weder der Pass, noch der Personalausweis oder gar der Führerschein gehören im Original in die Hände von vermeintlich legitimen Arbeitgebern. Gleichzeitig sollten beglaubigte Kopien dieser Unterlagen immer griffbereit sein – während der Arbeit, zuhause und unterwegs.

Tipp

Die Teilnahme an einem Selbstverteidigungskurs ist für Frauen und Männer ein absolutes Muss. Auch Deeskalationstraining ist ein wertvolles Tool, das während der Arbeit öfter gebraucht wird, als man denkt.

Erotik Jobs bieten ein hohes Einkommenspotenzial. (#01)

Erotik Jobs bieten ein hohes Einkommenspotenzial. (#01)

Finanzen sichern und vorbereitet sein

Erotik Jobs bieten ein hohes Einkommenspotenzial. Gleichzeitig verleitet das Umfeld, in dem man sich befindet, dazu, hohe Monatsausgaben zu kreieren. Diese sind oft unnötig. Von teurer Kleidung bis hin zu Alkohol und Drogen: Es gibt viele Ablenkungen. Grundsätzlich sollte man sich nicht auf den Weg zu einem Klienten machen, wenn man sich an diesem Tag nicht bereit fühlt.

Sowohl eine mentale, als auch eine körperliche Schwäche kann den Eindruck erwecken, dass man nicht viel mehr als ein leichtes Opfer ist – solche Situationen können schnell eskalieren. Für Ausfalltage aufgrund von Krankheit oder mentalen Tiefphasen, unbedingt ausreichend finanziellen Rückhalt schaffen.

Während der Arbeitszeit auf Drogenkonsum komplett verzichten. Auch Alkohol – wenn überhaupt – nur in Maßen einnehmen. Wer in einem festen Club arbeitet, der sollte mit der Bar vereinbaren, die Getränke unbemerkt alkoholfrei zu mixen oder alkoholfreien Sekt bereitzustellen.

Für das Arbeiten außerhalb eines Clubs die Handtasche vor dem Arbeitsantritt kontrollieren:

  • Aufgelandenes Handy (Eventuell Powerbank)
  • Guthaben auf dem Handy
  • Ausreichend Bargeld
  • Kondome
  • Pfefferspray
  • Trillerpfeife

Das Telefon so programmieren, dass man im Ernstfall mit nur einem Knopfdruck einen Notfallkontakt erreichen kann. Niemals einen Kundenbesuch planen, ohne dass mindestens eine weitere Person den genauen Standort und den geplanten Zeitrahmen kennt. Wenn nötig, einen Rückruf vereinbaren. Wird dieser versäumt, durch die Person die Polizei alarmieren lassen.

Leider ist es nicht immer möglich, die eigene Kundschaft auszuwählen. Wer als Ecsort tätig ist, der sollte mit dem Arbeitbgeber ein paar Grundregeln vereinbaren. (#02)

Leider ist es nicht immer möglich, die eigene Kundschaft auszuwählen. Wer als Ecsort tätig ist, der sollte mit dem Arbeitbgeber ein paar Grundregeln vereinbaren. (#02)

Die richtigen Kunden wählen

Leider ist es nicht immer möglich, die eigene Kundschaft auszuwählen. Wer als Ecsort tätig ist, der sollte mit dem Arbeitbgeber ein paar Grundregeln vereinbaren:

  • Keine betrunkenen Kunden
  • Aggressive Kunden dürfen abgelehnt werden
  • Mehrere Partner nur in einer kontrollierten Umgebung (Club mit Sicherheitspersonal)

Auch müssen mögliche Tabus bekannt sein. Die eigenen Grenzen niemals für ein paar Euro extra überschreiten.

Achtung

Vor allem Neukunden bergen ein großes Risiko. Dem Kunden nicht den Rücken zudrehen. Nicht hinter verschlossenen Türen arbeiten. Am besten darauf verzichten, Schals oder Ketten und anderen Schmuck zu tragen.

Kommunikation mit dem Kunden

Ein extrem wichtiger Punkt ist eine direkte wie ehrliche Kommunikation mit dem Kunden. Was ist erwünscht? Was ist man bereit, umzusetzen? Wer gute Alternativen im Repertoire hat, kann mehr Kundschaft bedienen. Auch über den Preis sprechen. Dabei sollte klar sein, dass es sich hier um eine geschäftliche Transaktion handelt. Sind diese Grenzen klar gesteckt, ist die Grundlage für gegenseitigen Respekt gelegt.

Erotik Job: Sicher während der Arbeit

Erotik kommt für Frauen und Männer in vielen Formen. Eines sollte jedoch für jede Dienstleistung gelten – immer auf Vorkasse arbeiten! Das Geld unmittelbar nach dem Erhalt an einem sicheren Ort hinterlegen, ohne dass der Kunde es sehen kann. Während der Arbeit das Telefon in Griffnähe aufbewahren. Persönliche Gegenstände nicht unbeachtet liegen lassen.

Safe-Sex ist nicht verhandelbar. Immer Kondome verwenden. Sollte ein Kondom platzen, oder man befürchtet, sich auf andere Art mit einer Krankheit angesteckt zu haben, umgehend einen Arzt aufsuchen.

Video: Das Geschäft mit dem Sex: Prostitution ohne Grenzen

Wenn etwas schief läuft?

Der Kunde beginnt, bereits vor dem Service über den Preis zu diskutieren und möchte nicht in Vorkasse treten? Oder das überreichte Geld ist Falschgeld? Was auch immer das Problem sein mag: Unbedingt sofort aus der Situation entziehen. Diskussionen sind nur selten hilfreich und sorgen in der Regel für ungewollten Ärger.

Gibt es im Raum einen Alarmknopf, besser einmal mehr darauf drücken, als einmal zu wenig. Eine Trillerpfeife sorgt sofort für Aufmerksamkeit. Zum Beispiel, wenn man aus einem Hotelzimmer flüchtet oder sich in einem fremden Wohnkomplex befindet.
Niemals Waffen bei sich tragen. Messer oder Schusswaffen (auch wenn legal) bergen ein großes Risiko. Sie eskalieren die Situation und können gegen den Sexarbeiter verwendet werden.

Sobald es zu einem Übergriff kommt, den Weg zur Polizei antreten. Nicht davon ausgehen, dass man als Sexarbeiter keine Hilfe bekommt.

Den richtigen Sexclub finden

Erotik Jobs innerhalb eines legalen Sexclubs sind sehr beliebt. Hier muss man sich nicht auf die Suche nach Kundschaft begeben. Es ist immer ausreichend Arbeit vorhanden. Aber nicht jeder Club bietet gute Arbeitsverhältnisse. Worauf ist also bei der Wahl des passenden Erotik-Clubs zu achten?

Ein umfangreiches Sicherheitssystem darf nicht fehlen. Von Überwachungskameras in den Durchgängen bis hin zu Alarmknöpfen am Bett: Man muss sich in jedem Raum absolut sicher fühlen. Jeder Raum hat am besten zwei Ausgänge zu bieten, die sich nicht verschließen lassen. In den Zimmern dürfen sich keine schweren oder spitzen Gegenstände befinden. Diese könnten im Ernstfall als Waffe genutzt werden.

Video: Escort-Service auf Mallorca – Eine Sex-Agentin packt aus

Erotik Jobs: Die Arbeitskleidung beachten

Kleidung spielt für die Erotik eine wichtige Rolle. Aber nicht nur die Wünsche der Kunden sind für die Wahl der Arbeitskleidung relevant. Grundsätzlich sollte die Kleidung bequem genug sein, um auch lange Stunden darin zu verbringen, ohne sich unwohl zu fühlen. Darauf achten, dass man sich ausreichend bewegen kann. Kommt es zu einem Übergriff, können die falschen Kleidungsstücke ein Nachteil sein.

Das gilt auch für die Wahl der Schuhe. Unbedingt Schuhe wählen, in denen man zur Not auch schnell laufen kann. Keine langen Ohrringe tragen. Wenn möglich, auf Schmuck komplett verzichten. Für die Handtasche ein Modell mit Tragegriffen wählen. Ein langer Schulterriemen kann als Waffe missbraucht werden. Während der Arbeit lange Haare hochstecken.

Tipp

Jacken komplett schließen oder komplett öffnen. Halb geschlossene Jacken kann man über die Schultern ziehen, und die Arme lassen sich nicht mehr frei bewegen.

Vor allem Neukunden bergen ein großes Risiko. Dem Kunden nicht den Rücken zudrehen. Nicht hinter verschlossenen Türen arbeiten. Am besten darauf verzichten, Schals oder Ketten und anderen Schmuck zu tragen. (#03)

Vor allem Neukunden bergen ein großes Risiko. Dem Kunden nicht den Rücken zudrehen. Nicht hinter verschlossenen Türen arbeiten. Am besten darauf verzichten, Schals oder Ketten und anderen Schmuck zu tragen. (#03)

Im Auto arbeiten: Was ist zu beachten?

Wenn möglich, vor der Abfahrt das Nummernschild fotografieren und an eine Vertrauensperson senden. Auf Wunsch den Kunden darüber informieren. Unmittelbar nach dem Einsteigen in das Auto überprüfen, wo der Türöffner ist und ob sich die Tür von innen öffnen lässt. Darauf bestehen, die Tür nicht zu verriegeln. Den Standort nicht durch den Kunden bestimmen lassen. Möglichst in der Nähe des eigenen Standortes bleiben. Im Fahrzeug die Tasche und vor allem das Handy in Griffnähe haben.

Am besten Positionen wählen, die im Notfall ein leichtes Aussteigen aus dem Auto ermöglichen. Den Kunden im Idealfall durchweg von oben bedienen. Sobald man sich unsicher mit der Situation fühlt, den Kunden die eigene Unsicherheit nicht anmerken lassen. Zur Not eine allgemeine Entschuldigung finden, um das Fahrzeug zu verlassen – zum Beispiel einen schnellen Toilettengang.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: andrey_l -#01: Body Stock -#02: Roman Samborskyi -#03: Pressmaster

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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