Crowdfunding Definition: Alles Wissenswerte zur Schwarmfinanzierung

Crowdfunding Defintion: Alles Wissenswerte zur Schwarmfinanzierung

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Einen Kredit von der Bank zu erhalten, ist nicht gerade einfach. Gerade Unternehmen oder auch Privatpersonen, die Probleme haben, ausreichend Sicherheiten zu bieten, stehen vor der Frage, wie sie eine korrekte Finanzierung erhalten können. Hier kann ein Blick auf die Crowdfunding Definition passend sein.

Crowdfunding Definition: Was steht hinter dem Begriff?

Immer mehr Crowdfunding Plattformen sind online zu finden. Doch was genau dahintersteht, ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Tatsächlich wird vom Crowdfunding gesprochen, wenn es sich um eine Finanzierung handelt, die durch die Masse gestemmt wird. Oft braucht ein Projekt von einem Unternehmen einen gewissen Betrag, damit es umgesetzt werden kann. Gerade dann, wenn es sich um ein junges Unternehmen handelt, kann es sein, dass nicht ausreichend Geld zur Verfügung steht.

Aber auch große Unternehmen greifen gerne auf das Crowdfunding zurück, da sie hier gleich auf mehrere Arten profitieren. Sie erhalten liquide Mittel, brauchen dafür erst einmal selbst kein Geld aufbringen und bleiben so zahlungsfähig. Wer sich für Crowdfunding interessiert, der sollte jedoch wissen, dass es verschiedene Ausprägungen gibt, die in der Crowdfunding Definition benannt werden. Dies sind:

  1. Das klassische Crowdfunding: Bei dieser Variante geht es darum, dass die Unterstützer ein Dankeschön erhalten, das keinen finanziellen Hintergrund hat. Es handelt sich hierbei um die Anfänge beim Crowdfunding. Die Crowdfunding Definition sieht vor, dass die Anleger beispielsweise das Produkt als Geschenk erhalten. Hier profitieren die Unternehmen natürlich besonders.
  2. Crowdinvesting: Diese Variante der Crowdfunding Definition ist besonders weit verbreitet. Hier können die Unterstützer Anteile am Projekt enthalten. In der Regel wird dies über Ausschüttungen in Form von Renditen abgeglichen, damit sich die Investition für den Anleger auch wirklich lohnt.
  3. Crowdlending: Auch das Crowdlending wird gerne in der Crowdfunding Definition genannt und ist eine sehr beliebte Form. Hier verleiht die Menge an den Projektanbieter Geld und dieser zahlt es später zurück.

Schließlich gibt es auch noch die Variante der Spende. Die Menge spendet Geld, verlangt dafür aber keine Gegenleistung. Gerne wird dies bei karitativen Projekten genutzt.

Tatsächlich wird vom Crowdfunding gesprochen, wenn es sich um eine Finanzierung handelt, die durch die Masse gestemmt wird. (#01)

Tatsächlich wird vom Crowdfunding gesprochen, wenn es sich um eine Finanzierung handelt, die durch die Masse gestemmt wird. (#01)

Crowdfunding Definition für Unternehmen

Besonders häufig greifen Unternehmen auf diese Art der Finanzierung zurück. Die Crowdfunding Projekte sind meist so konzipiert, dass es bereits einen Geldgeber in Form von einer Bank oder einen anderen Kapitalgeber gibt. Dennoch reicht das Geld nicht aus und das Unternehmen macht sich für das Projekt auf die Suche nach einem weiteren Investor. Beim Crowdfunding ist das die Menge. Die Funktionsweise auf den Crowdfunding Plattformen ist relativ einfach.

  1. Projekt einreichen und Bewertung abwarten:
    Bei den meisten Plattformen ist es nach der Crowdfunding Definition so, dass die Projekte durch die Experten bewertet werden. Die Basis bilden einige Kriterien, wie die Sicherheit, die geboten wird, die finanzielle Einschätzung und auch die Einschätzung der Projektleiter an sich. So soll für die Anleger das Risiko besser erkennbar werden. Zudem ist die Einschätzung für die Rendite wichtig.
  2. Zeitraum und Rendite festlegen:
    Beim typischen Crowdfunding geht es den Anlegern natürlich darum, eine möglichst hohe Rendite zu erhalten. Sie nutzen die Möglichkeit dieser Form der Investition, damit sie keinen Zwischenhändler haben, an den noch Gebühren gezahlt werden müssen. Auch ein Risiko sind die Anlegermeist bereit, einzugehen. In der Crowdfunding Definition wird deutlich, dass es sich hier in der Regel um Nachrangdarlehen handelt. Das heißt, das Risiko für den Anleger liegt darin, dass er im schlimmsten Fall sein gesamtes Guthaben verlieren kann. Dafür bewegen sich die Renditen meist im hohen einstelligen Bereich, was bei anderen Geldanlagen nur selten geboten wird.Nachrangdarlehen steht für ein Darlehen, bei dem der Kapitalgeber im Falle einer Insolvenz Nachrang gegenüber anderen Kreditgebern hat. Zwar erlischt der Anspruch auf die Rückzahlung des Darlehens nicht, die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch sehr gering.
  3.  Anleger haben die Möglichkeit, sich in aller Ruhe über das Projekt zu informieren:
    Je detaillierter die Projektbeschreibung, desto einfacher ist es auch, die Anleger zu begeistern. Ein guter Anleger identifiziert sich mit dem Projekt und investiert erst dann, wenn er die Vor- und Nachteile abgewogen hat. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass Unternehmen die potenziellen Anleger überzeugen können. Neben den Angaben zur Laufzeit des Projekts sowie die Rendite, ist es wichtig zu informieren, in was für einem Zeitraum es realisiert werden soll und was die Ziele sind.
  4.  Auf die Menge warten:
    Nicht umsonst wird in der Crowdfunding Definition immer wieder von der Menge oder auch der Masse gesprochen. Dies kommt nicht von ungefähr, denn es kommt darauf an, dass sich eine ausreichende Menge findet, um das Projekt zu finanzieren. Oft können Anleger schon, je nach Projekt, mit wenigen Euros einsteigen. Mindestbeträge von 10 oder 100 Euro sind durchaus möglich. Das Crowdfunding gibt es auch für Immobilienprojekte. Hier werden meist Mindestbeträge in Höhe von 1.000 Euro angegeben. Oft kommt es auch auf die gewünschte Menge des Geldes für ein Projekt an. Die Sammlung an finanziellen Mitteln geht einen bestimmten Zeitraum auf den Plattformen. Wenn dieser Zeitraum abgelaufen ist und die Finanzierung nicht steht, wird das Projekt auf der Plattform beendet. Wenn die Finanzierung steht, wird das Geld ausgezahlt.
  5. Projekt umsetzen und Anleger auszahlen:
    Nachdem das Geld ausgezahlt wurde, wird das Projekt umgesetzt. Für die Laufzeit werden die Anleger auf dem Laufenden gehalten. Je nach Plattform müssen die Anleger in regelmäßigen Abständen informiert werden. Teilweise haben die Anleger auch die Möglichkeit, Hinweise und Tipps zu den Projekten zu geben.

In der Crowdfunding Definition sind die Beschreibungen rund um den Ablauf einer Kampagne nicht so klar definiert. Dies hängt auch damit zusammen, dass jede Plattform hier andere Vorgaben hat. Grundsätzlich ist der Ablauf jedoch immer ähnlich.

Video: 10 Millionen Euro? Interview mit Crowdfunding-Gründer Wolfgang Deutschmann

Erfolg haben mit der Crowdfunding Kampagne: So geht es

Für Unternehmen ist es ganz besonders wichtig, dass sie mit ihrer Crowdfunding Kampagne Erfolg haben. Oft sind nur wenige Wochen oder Tage Zeit, um die Menge zu überzeugen. Mit Hilfe von verschiedenen Faktoren ist es möglich, den Erfolg der Kampagne zu steuern.

Zu diesen Faktoren gehören die folgenden Punkte:

  • Die Community nutzen:Die Community oder auch „Crowd“ ist die Grundlage für die Finanzierung. Daher sollte man hier ruhig den Aufwand betreiben und die Menge auch bedienen. Dies kann beispielsweise über den Aufbau von einer Fanpage in den sozialen Medien passieren. Aber auch auf der Plattform selbst sollten Fragen der Anleger schnell beantwortet werden. Nur so wird Vertrauen aufgebaut.
  • Ein nachvollziehbarer Zeitplan:Die Kampagne selbst braucht ebenso einen guten Zeitplan, wie das Projekt. Viele Anleger hinterfragen genau und möchten hier auch sinnvolle Antworten erhalten. Für die Kampagne sollte daher ausreichend Zeit eingeplant werden. Manchmal kann es hilfreich sein, sich mit anderen Projektleitern auszutauschen, die bereits eine erfolgreiche Kampagne haben.
  • Die finanzielle Planung:Damit das Projekt auch erfolgreich umgesetzt werden kann, muss die finanzielle Planung stimmen. Wie hoch ist der Betrag, der von der Crowd benötigt wird? Hier ist der Wunschbetrag die Grundlage. Dazu kommen mögliche Provisionen für die Plattform sowie Gebühren und Kosten für externe Dienstleister. Auch die Versteuerung der Einnahmen sollte nicht unterschätzt werden.
  • Die Darstellung des Projekts:Viel Zeit sollte in die Projektseite investiert werden. Sie ist das Herzstück der Kampagne und neben einem ausführlichen Text, sollte hier auch mit Bildern gearbeitet werden. Wichtig ist der Blick auf die Zielgruppe. Wie sieht diese aus? Wie alt sind die Anleger? Wie hoch ist der Betrag, der benötigt wird? Dies sind alles Punkte, die bei der Gestaltung der Seite wichtig sind. Ein sehr guter Punkt ist das Storytelling. Die Menge muss durch eine Geschichte für das Projekt gewonnen werden. Was soll das Ergebnis des Projekts sein? Was möchte der Projektleiter erreichen? Wie profitieren die Anleger?
  • Feedback zur Kampagne holen:Bevor die Kampagne schließlich auf der Crowdfunding Plattform dargestellt wird, ist es empfehlenswert, diese zu prüfen und sich ein Feedback zu holen. Dieses Feedback kann durch professionelle Unterstützer kommen oder auch durch Freunde und Familie.

Bei immer mehr Plattformen ist es möglich, mit Zusatzprämien oder auch mit sogenannten Stretch-Goals zu arbeiten. Hierbei handelt es sich, laut Crowdfunding Definition, um erweiterte Zielbeträge. Diese sollen dafür sorgen, dass die Anleger am Ball bleiben, motiviert sind und sich die Entscheidung leichter machen, zu investieren. Zudem ist es auf diese Weise möglich, Zahlungsschübe zu bekommen, die sich positiv auf die Entwicklung des Projekts auswirken können.

 

Bevor die Kampagne schließlich auf der Crowdfunding Plattform dargestellt wird, ist es empfehlenswert, diese zu prüfen und sich ein Feedback zu holen. (#02)

Bevor die Kampagne schließlich auf der Crowdfunding Plattform dargestellt wird, ist es empfehlenswert, diese zu prüfen und sich ein Feedback zu holen. (#02)

Das Risiko laut der Crowdfunding Definition

Bei der Crowdfunding Definition wird grundsätzlich natürlich auch auf das Risiko verwiesen, das für die Anleger und die Projektleiter besteht. Zwar haben Anleger normalerweise nicht die Möglichkeit, aus dem Projekt auszusteigen. Dennoch kann es passieren, dass Anleger mit dieser Bitte an den Projektleiter herantreten. In diesem Fall muss entschieden werden, wie vorgegangen wird.

Zudem besteht natürlich immer die Gefahr, dass das Projekt trotz Finanzierung nicht umgesetzt werden kann. Eine mögliche Insolvenz ist die Folge. Aber auch für die Anleger gibt es ein Risiko. Sie laufen Gefahr, ihr gesamtes Geld zu verlieren und auch keine Rendite zu erhalten. Zudem ist das Geld für die Laufzeit des Vertrages gebunden. Damit wird die Liquidität eingegrenzt. Anleger sollten daher nur das Geld investieren, auf das im Notfall verzichtet werden kann. Auch eine Streuung des Risikos wird empfohlen.


Bildnachweis:© Shutterstock – Titelbild: Vectortone  – #01: Macrovector – # 02: Kunturtle

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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