Börse: Jobs im Kapital- und Finanzmarkt

Jobs an der Börse und am Finanzmarkt bieten viele Möglichkeiten. Die Karrierechancen in der Branche stehen gut für Einsteiger sowie für erfahrene Mitarbeiter.

Börse Jobs: Für Finanzexperten

Die Börse ist ein interessanter Arbeitsplatz für junge Leute, die gerade aus der Ausbildung zum Bankkaufmann oder dem BWL-Studium kommen. Hier gibt es vor allem für motivierte Neueinsteiger spannende Aufgaben. Doch es muss nicht unbedingt der direkte Handel auf dem Parkett sein. Heutzutage läuft vieles über die digitale Kommunikation, daher ist das Stellenangebot auf dem Kapitalmarkt in Deutschland inzwischen sehr breit gefächert. In der Jobbörse sind beispielsweise Stellenanzeigen zu finden, die sich auf Themen wie Unternehmensanalysen, Online-Brokerage oder Kundenberatung konzentrieren. Ob als „Frischling“ oder Quereinsteiger, für die vielfältigen Berufsbilder stehen zahlreiche Bewerber Schlange.

Welche Ausbildung braucht man für Jobs an der Börse?

Diejenigen, die von einer Karriere am Finanzmarkt träumen, können unterschiedliche Wege gehen. Abhängig von den individuellen Berufswünschen eignet sich beispielsweise eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium wie BWL oder VWL. Auch über die Rechtswissenschaften kann man sich auf den finanztechnischen Bereich spezialisieren.

In den Stellenanzeigen der Jobbörse fällt bereits auf, dass es keine festgelegten Voraussetzungen hinsichtlich der Ausbildung gibt. Oft kann man hier lesen, dass entweder ein betriebswirtschaftliches Studium oder eine Lehre zum Bankkaufmann gewünscht ist. Die Arbeitgeber möchten sich nicht sofort festlegen, sondern mehrere Kandidaten kennenlernen, um einen ambitionierten Mitarbeiter zu finden. Ihnen geht es oft nicht nur um die Zeugnisse, sondern um das Interesse für die Geschehnisse am Kapitalmarkt.

Die Jobs an der Börse sind so unterschiedlich wie ihre Bewerber. Ganz egal ob Berufsanfänger, Quereinsteiger, oder langjähriger Profi, an der Böser wird jeder Jobsuchende fündig. (#1)

Die Jobs an der Börse sind so unterschiedlich wie ihre Bewerber. Ganz egal ob Berufsanfänger, Quereinsteiger, oder langjähriger Profi, an der Böser wird jeder Jobsuchende fündig. (#1)

Beliebte Jobs an der Börse

Einige Stellenanzeigen richten sich eher an junge Leute, andere sind eher an erfahrene Profis gerichtet. Je nachdem, wie weit man in seiner Karriere gekommen ist, sind die folgenden Jobs gefragt:

  • Börsenhändler,
  • Finanzanalysten,
  • Fondsmanager,
  • Investmentbanker,
  • Finanzjournalisten,
  • Projektmanager,
  • Wertpapierberater.

Bei einigen dieser Jobs ist man nicht nur in Deutschland tätig, sondern muss relativ viel reisen. Manche erfordern einen gewissen Karrierestatus, der bei der Einstellung überprüft wird. Das fundierte Wissen über die jeweiligen Themenbereiche ist unverzichtbar, doch oft wissen die Personalentscheider, dass die Bewerber viele Dinge erst während ihrer Arbeit lernen.

Der Job eines Börsenhändlers

Der Beruf des Börsenhändlers gehört zu den klassischen Jobs an der Börse. Er kauft und verkauft Aktien, Optionsscheine, Zertifikate und andere Wertpapiere, um einen möglichst hohen Profit zu erreichen. Dazu gehören auch das Absichern der verschiedenen Bankpositionen und die Sicherstellung der Liquidität. Heutzutage findet der Börsenhandel online statt, sodass der Börsenhändler vorwiegend vor seinen Monitoren sitzt und die Handelsplätze im Blick behält. Die entsprechende Ausstattung und auch das Kapital stellt der Arbeitgeber zur Verfügung.

Als Voraussetzung sollte ein Börsenhändler Belastbarkeit und Zuverlässigkeit mitbringen, zudem muss er mit Zahlen umgehen und die wirtschaftlichen Prozesse nachvollziehen können. Neben dem grundsätzlichen Interesse für die Börse brauchen die Börsenhändler auch das nötige Fachwissen.

Der Börsenhändler arbeitet heutzutage vorwiegend online. Er behält ganz einfach all seine Handelsplätze an den Computermonitoren im Blick. (#2)

Der Börsenhändler arbeitet heutzutage vorwiegend online. Er behält ganz einfach all seine Handelsplätze an den Computermonitoren im Blick. (#2)

Der Job des Finanzanalysten

Für den Finanzanalysten gestaltet sich die tägliche Arbeit sehr abwechslungsreich. Im Vordergrund steht die Analyse der Informationen, die mit den Entwicklungen der Finanzwelt zusammenhängen. Auf diese Weise sollen die Kunden und anderen Marktteilnehmer eine Orientierungshilfe bekommen.

Ein Finanzanalyst braucht vor allem gute analytische Fähigkeiten und er muss die einzelnen Abläufe verstehen. Zudem muss er seine Meinung und seine Strategien klar formulieren und dabei nachvollziehbare Argumente vorstellen. Nicht zuletzt ist Teamfähigkeit wichtig, denn zumeist arbeiten mehrere Finanzanalysten zusammen. Als Ausbildung eignen sich Studiengänge wie BWL und VWL sowie Weiterbildungen zum Chartered Financial Analyst (CFA), Certified European Financial Analyst (CEFA) oder Certified International Investment Analyst (CIIA).

Der Job des Fondsmanagers

Fondsmanager haben die Aufgabe, das Vermögen von ihren Kunden mit Profit anzulegen. Wichtige Voraussetzungen dafür sind logisches und mathematisches Denken. Um Erfolg zu haben, sollten die Fondsmanager eigene Ideen entwickeln und trotzdem den Markt im Blick behalten. In dem Bereich, für den man verantwortlich ist, muss man gründlich recherchieren und immer auf dem aktuellen Stand sein.

Typischerweise haben die Fondsmanager nicht nur eine umfassende Ausbildung, sondern auch eine gewisse Erfahrung an der Börse. Sie benötigen Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungssicherheit, denn ihnen werden hohe Geldsummen anvertraut. Nicht immer ist es einfach, in der Fülle der Informationen die wesentlichen Faktoren zu erkennen, doch genau das muss einem Fondsmanager gelingen. Er ist dafür zuständig, die Themen zu erkennen, die eine Veränderung auf dem Börsenmarkt bewirken. Durch frühzeitiges Handeln wird der Profit für die Kunden noch höher.

Der Job des Investmentbankers

Ein Investmentbanker übernimmt gleich mehrere Tätigkeiten. Die Planung und Realisierung von Börsengängen, das tägliche Projektgeschäft, Akquisition und internes Teammanagement.Unabhängig von der Position im Projektteam ist ein großer Erfahrungsschatz nötig, um auch in schwierigen Phasen ruhig zu bleiben.

Hat man sich für den Job des Investmentbankers entschieden, warten bei einem Börsengang vielfältige Herausforderungen: von der Planung, über die Relisierung bis hin zu Teammanagement ist alles möglich. (#3)

Hat man sich für den Job des Investmentbankers entschieden, warten bei einem Börsengang vielfältige Herausforderungen: von der Planung, über die Relisierung bis hin zu Teammanagement ist alles möglich. (#3)

Vom Projektleiter bis zu den Juniors befassen sich die Teammitglieder mit den vielfältigen Aufgaben. Sie stehen mit Juristen und Partnern in Kontakt und können abhängig vom Standort und von der Größe des Unternehmens oft unterwegs sein. Als Investmentbanker ist man an deutliche Spitzenzeiten gebunden, die vom April bis in den Juni sowie vom September bis in den November gehen.

Für Investmentbanker spielen vor allem die Aktienveranlagungen eine Hauptrolle, zudem muss man bereit sein, in den Spitzenphasen länger zu arbeiten. Oft vertrauen die Geschäftspartner nur dem Vorstand, darum sind junge Mitarbeiter für diesen Job eher ungeeignet. Ein großer Erfahrungsschatz, technisches Fachwissen im Rechnungswesen und in der Analyse und ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium sind hier wichtige Voraussetzungen.

Der Job des Finanzjournalisten

Wenn über die Jobbörse ein Finanzjournalist gesucht wird, ist das für reisefreudige und börseninteressierte Bewerber ein Glückstreffer. Die Finanzjournalisten beschäftigen sich mit den Zusammenhängen der Börsenentwicklung und der weiteren Geschehnisse auf dem Finanzmarkt und leiten die aktuellen Informationen sowie die Hintergründe an die interessierten Leser weiter. Sie klären, warum eine Aktie steigt oder fällt. Das funktioniert nur, wenn sich ihre Arbeit nicht allein auf Deutschland beschränkt, darum reisen die Journalisten oft nicht nur virtuell in andere Länder.

Als Voraussetzung eignet sich beispielsweise ein Journalistik-Studium, verbunden mit wirtschaftlichen Fächern. Auch das BWL-Studium kann eine gute Grundlage für den Journalisten-Job bei einem großen Arbeitgeber sein. Wichtig ist, dass man für Weiterbildungsmaßnahmen bereit ist und sich für den Finanzmarkt begeistert. Außerdem muss man damit rechnen, dass der Tagesablauf eher unregelmäßig ist. Wer unter Stress arbeiten kann, auch wenn der Redaktionsschluss kurz bevorsteht, der kann seine Karriere als Finanzjournalist bald starten.

Projektmanager in Banken oder Versicherungen

Kreditinstitute und Versicherungen schreiben häufig Stellenanzeigen für Projektmanager aus. Bei diesen Jobs sollen beispielsweise die Prozesse im Unternehmen optimiert sowie neue Produkte und Leistungen erzeugt werden.

Auch in Versicherungen, Banken und Kreditinstituten kann man Jobs finden, die den Börsenjobs sehr ähnlich sind. Als Projektmanager gilt es Budgetvorgaben einzuhalten, Vorgänge zu prüfen und alles zu dokumentieren. (#4)

Auch in Versicherungen, Banken und Kreditinstituten kann man Jobs finden, die den Börsenjobs sehr ähnlich sind. Als Projektmanager gilt es Budgetvorgaben einzuhalten, Vorgänge zu prüfen und alles zu dokumentieren. (#4)

Um die Abläufe zu verstehen und an der richtigen Stelle anzusetzen, braucht man ein solides Grundwissen, das besonders beim BWL-Studium übermittelt wird. Solche Jobs sind oft ein guter Einstieg in die Branche und bieten einem gute Aussichten bei der weiteren Karriere.

Neben der Verbesserung der geschäftlichen Prozesse sind die Projektmanager dafür verantwortlich, die Einhaltung der Budgetvorgaben zu prüfen und alles zu dokumentieren. Zu diesem Zweck sollte man einen Blick für das Wesentliche haben und sich nicht nur auf die kleinen Details konzentrieren.

Der Alltag des Wertpapierberaters

Nicht alle Jobs an der Börse haben mit dem schnelllebigen Aktienhandel zu tun. Der Wertpapierberater befasst sich oft mit den langfristigen Investitionen und setzt sich mit seinen Kunden zusammen. In diesem Gespräch findet der spezialisierte Berater heraus, wie die individuellen Anlagewünsche und Ziele aussehen. Er zeigt die realistischen Profitchancen auf und schlägt sinnvolle Strategien vor. Dafür muss er die aktuellen Marktanalysen kennen, die wirtschaftsrelevanten Nachrichten lesen und seine Kunden aktiv betreuen.

Neben seinem Interesse für die Börse sollte der Wertpapierberater Menschenkenntnis besitzen und kontaktfreudig sein. Zudem muss er gut erklären können und das Vertrauen fördern.

Ein Fazit für die Jobs an der Börse

Für welche Jobs an der Börse man sich bewirbt, richtet sich einerseits nach den Fähigkeiten und Voraussetzungen, die man bereits vorweisen kann, andererseits nach den eigenen Ambitionen. Wer über die Stellenanzeigen den ersten Schritt schafft, dem steht nicht nur die Börsenwelt in Deutschland offen. Allerdings sollte man wissen, dass diese Branche eine gewisse Nervenstärke erfordert.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild: Andrey_Popov, -#1 Rawpixel.com, -#2 g-stockstudio, -#3 Matej Kastelic, -#4 Sergey Nivens

Über 

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

Sabrina MüllerBörse: Jobs im Kapital- und Finanzmarkt