Berufe Spielebranche: Chancen für Hobby zum Beruf der neuen Generation

Berufe Spielebranche: Chancen für Hobby zum Beruf der neuen Generation

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Längst sind Spiele viel mehr als nur ein Hobby und können sogar bis ins Arbeitsleben zum Erfolg führen. Berufe in der Spielebranche gibt es viele. Oft ist den Menschen gar nicht bewusst, dass ihr Können hier für hohe Einnahmen sorgen kann. Einen Überblick über einige der wichtigsten Berufe gibt es hier.

Berufe in der Spielebranche: Diese Möglichkeiten gibt es

Entwickler, Designer oder Tester – Games sind eine echte Gelddruckmaschine. Das gilt vor allem für die Spiele, die für PC, Konsolen und für den Online-Einsatz zusammengestellt werden. Jedes Game für sich hat seinen eigenen Charme, muss aber auch getestet und entwickelt werden. Daher gibt es natürlich zahlreiche Berufe in der Spielebranche, auf die zurückgegriffen werden kann. Zu den interessantesten Möglichkeiten gehören:

Jedes Game für sich hat seinen eigenen Charme, muss aber auch getestet und entwickelt werden. (#01)

Jedes Game für sich hat seinen eigenen Charme, muss aber auch getestet und entwickelt werden. (#01)

1. Produzent als einer der Berufe der Spielebranche

Eine besondere Herausforderung sind die Jobs der Produzenten. Die sogenannten Game Producer müssen vielseitig einsetzbar sein, denn sie stehen dem Entwicklerteam vor und sorgen dafür, dass die einzelnen Phasen in der Entwicklung der Spiele auch wirklich richtig durchgeführt werden. Produzenten sind von Beginn an mit dabei und brauchen besonders viel Organisationstalent. Sie haben einen straffen Zeitplan und müssen delegieren. Zudem treffen sie Entscheidungen, was das Konzept der Spiele angeht. Eine weitere Aufgabe ist der Blick auf die Finanzierung. Jedes Projekt hat ein bestimmtes Budget und dieses muss natürlich eingehalten werden. Für die Menschen in seinem Team ist er der erste Ansprechpartner, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Um Game Producer werden zu können, braucht es vor allem viel Berufserfahrung und eine Ausbildung im Entwicklungsbereich. Zudem ist es möglich, sich direkt als Produzent ausbilden zu lassen. Hier gibt es Anlaufstellen in Frankfurt am Main oder in Berlin.

2. Spieldesigner als besonders beliebte Berufe in der Spielebranche

Sehr beliebt ist der Job des Spieldesigners. (#02)

Sehr beliebt ist der Job des Spieldesigners. (#02)

Sehr beliebt ist der Job des Spieldesigners. Wer darüber nachdenkt, in die Spielebranche zu gehen, der orientiert sich häufig in diese Richtung. Der Beruf wird gerne auch unter dem Namen „Creative Director“ geführt und die Arbeitsfelder sind klar definiert. Wer hier aktiv werden möchte, der muss die einzelnen Level in den Spielen aufbauen, die Planung für die Spiele durchführen und sicherstellen, dass die gewünschte Qualität gewährleistet wird.

In einem sogenannten Design Document werden zu Beginn die Regeln für das Spiel sowie die Geschichte, die Mechanik und auch die Umgebung der Spiele festgehalten. Dafür ist es notwendig, sich mit den geplanten Zielgruppen zu beschäftigen und auch Marktforschung zu betreiben. Oft müssen die Spieldesigner einen ersten Prototyp erstellen. Dieser Prototyp wird dem Hersteller vorgelegt und soll dafür sorgen, dass er ein Bild von der Idee bekommt.

Besonders spannend ist die Aufgabe, die Charaktere zu erstellen, die Ausrüstungen und Waffen zu erschaffen und sich Fahrzeuge zu überlegen. Kreativität, Erfahrung und eventuell auch eine spezielle Ausbildung bilden die Eintrittskarte in diese Berufe der Spielebranche.

3. Als Programmierer einsteigen

Hinter jedem Game steht ein gutes Team an Programmierern. Hierfür braucht es eine Begabung und den Blick für die Technik. Daher sind Programmierer ganz besonders gefragt und werden auch sehr gut bezahlt. Sie haben die Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Spiel überhaupt erst zum Laufen gebracht wird und die Ideen der Produzenten umgesetzt werden können.

Dafür brauchen sie ein Händchen für Programmiersprachen und müssen in der Lage sein, grafische Ideen umsetzen zu können. Programmierer haben meist ein Informatik-Studium absolviert und können auch Ausbildungen an Spiele-Akademien machen. Dadurch bekommen sie das notwendige Know-how für diese Berufe in der Spielebranche.

4. Grafiker für die visuelle Seite der Games

In den letzten Jahren hat sich die Grafik der Spiele deutlich verbessert und inzwischen sehen die Figuren so echt aus, dass Liebhaber der Spiele beeindruckt sind. Dahinter stehen hervorragende und sehr gut ausgebildete Grafiker, die eine optimale Ausbildung in dem Bereich haben. Sie sind in der Lage, aus einer Skizze ein lebensechtes 3D-Modell zu erschaffen und dieses in das Spiel zu integrieren. Dabei legen sie viel gestalterisches Talent an den Tag und richten sich bei ihrer Umsetzung nach den Vorgaben der Spieldesigner. Zu Beginn wird mit Zeichnungen gearbeitet. Diese sind dann die Vorlage für die Grafik auf den Bildschirmen. Grafiker können verschiedene Fachgebiete haben. So gibt es speziell ausgebildete Personen für den Bereich rund um 3D oder auch um Animation.

Um Grafiker zu werden, braucht es nicht unbedingt eine Ausbildung. Viele Grafiker sind vor alle durch ihre Kreativität zu den Unternehmen gekommen. Dennoch kann man natürlich den klassischen Weg gehen und sich für ein Studium im Grafikdesign oder zu einer Ausbildung als Digital Artist oder Game Artist entscheiden.

5. Als Spieletester aktiv werden

Ein Beruf mit viel Leidenschaft ist natürlich der Spieletester. Hier lassen sich passionierte Gamer sehr gerne zu dem Gedanken hinreißen, dass sie den gesamten Tag einfach die Spiele testen und damit spielen können. Das klingt natürlich nach einem echten Traumjob. Dieser ist jedoch mit viel Arbeit verbunden. Denn Spieletester haben die Aufgabe, mögliche Fehler im Programm oder in der Sinnhaftigkeit der Spiele zu finden. Zudem müssen sie die Mechaniken austesten und prüfen, ob die Balance in den Spielen passt.

In diesem Rahmen geben Sie eine Rückmeldung an die Entwickler und die Grafiker, verfassen Berichte und haben einen hohen Anteil an der Qualitätssicherung der Spiele. Wichtig zu wissen ist, dass die Spiele hier nicht einfach zum Spaß durchgetestet werden. Stattdessen müssen Spieletester aktiv darauf achten, keinen Fehler zu übersehen. Gehen die Spiele dann in den Verkauf und es finden sich Fehler, fällt dies zu großen Teilen auch auf die Spieletester zurück.

Eine der Aufgaben, der man sich in diesem Beruf der Spielbranche stellen muss, ist die Spielbarkeit zu testen. Das klingt einfach, ist es jedoch nicht. So müssen Spieletester darauf achten, dass die Aufgaben, die in den Spielen gestellt werden, auch wirklich umsetzbar sind. Sie gehen also jede einzelne Vorgabe durch und auch in diesem Beruf kann es frustrierend sein, an den Aufgaben zu scheitern. Um Spieletester zu werfen, braucht es weder eine Ausbildung noch lange Berufserfahrung. Tester werden vor allem über Game-Foren gesucht, aber auch Initiativbewerbungen sind möglich. Allerdings handelt es sich hierbei um einen der eher schlechten bezahlten Berufe der Spielebranche.

Spieletester haben die Aufgabe, mögliche Fehler im Programm oder in der Sinnhaftigkeit der Spiele zu finden. (#03)

Spieletester haben die Aufgabe, mögliche Fehler im Programm oder in der Sinnhaftigkeit der Spiele zu finden. (#03)

6. Spieleredakteure für die Berichterstattung

Mehr Geld verdienen dagegen Spieleredakteure oder auch Spielejournalisten. Sie haben die Aufgabe, neue Spiele am Markt zu testen und einen Bericht darüber zu verfassen. Dadurch sollen Interessierte detailliert informiert werden. Die Berichte haben unterschiedliche Vorgaben und tiefen. Neben klassischen Reviews, die meist sehr kurz gehalten sind, gibt es auch Hintergrundreportagen, bei denen es deutlich in die Tiefe geht. Neben dem Austesten der Spiele müssen die Redakteure also auch viel Recherche betreiben, sich mit den Entwicklern treffen und Interviews führen. Sie müssen Bilder von den einzelnen Szenen machen, die Berichte verfassen, alles prüfen und schließlich in den Druck geben. Auch die Besuche von Veranstaltungen rund um die Games gehören zum Beruf. Messen und Veranstaltungen finden mehrfach im Jahr statt.

Spieleredakteure sind für die Branche ein wichtiger Kanal zu den Kunden. Daher ist es den Herstellern besonders wichtig, dass sie eine positive Meinung von den Spielen haben und darüber berichten. Um sich einen Namen zu machen, brauchen Spielejournalisten einen angenehmen Schreibstil und ein fundiertes Wissen rund um die Games. Viele führen auch einen eigenen Blog oder einen Kanal auf YouTube und arbeiten selbstständig.

7. Mitarbeiter im Support

Auch wenn es erst einmal nicht so klingen mag, so sind Mitarbeiter im Support dennoch ebenfalls mittendrin im Spielgeschehen. Wenn die Games erst einmal am Markt sind, dann kann es immer wieder passieren, dass sich Kunden beim Hersteller melden. Sie finden selbst Fehler, haben Fragen zu den Abläufen oder Probleme mit der Installation. Der Support ist dabei eine der ersten Anlaufstellen und wird sehr gerne in Anspruch genommen. Wer hier am anderen Ende der Leitung sitzt, der sollte sich mit den Spielen auskennen und souverän auf die Fragen antworten können.

Kundendienstmitarbeiter müssen also immer informiert bleiben über die Aktualisierungen, die in der Warteschleife sind, die aktuellen Wartungen, die anstehen und mögliche Fehler, die gerade bearbeitet werden. Der Support ist dabei nicht nur am Telefon aktiv. Viele Hersteller schicken ihre Mitarbeiter auch in die Foren, die es im Internet in einer großen Menge gibt. Hier soll die allgemeine Stimmung rund um die Spiele geprüft und auch auf Fragen geantwortet werden. Zudem bedient der Support die Social-Media-Kanäle und steht hier im Kontakt mit den Kunden.

Wer hier am anderen Ende der Leitung sitzt, der sollte sich mit den Spielen auskennen und souverän auf die Fragen antworten können. (#04)

Wer hier am anderen Ende der Leitung sitzt, der sollte sich mit den Spielen auskennen und souverän auf die Fragen antworten können. (#04)

Um Mitarbeiter im Support zu werden, ist keine spezielle Ausbildung notwendig. Allerdings sollte man ausreichend Kenntnisse rund um die Branche mitbringen, idealerweise Fremdsprachen sprechen und natürlich auch Spaß an der Arbeit mit Menschen haben. Viele Hersteller gehen auf die Suche nach Support-Mitarbeitern direkt in den Foren und wünschen sich hier Kunden an ihren Leitungen, die aus der Fan-Gemeinde stammen. Der Vorteil dabei ist, dass diese Mitarbeiter sich am besten mit den Fragen und Problemen der Anrufer identifizieren können.

Die Welt der Berufe in der Spielebranche ist also bunt und es findet sich durchaus für jeden Interessierten der richtige Bereich. Mit ein wenig Glück und Geschick ist es möglich, hier Karriere bei den größten Herstellern zu machen.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild: Diane C Macdonald, #01: chuckchee, #02: Elena Voynova, #03: OHishiapply, #04: FrameStockFootages

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Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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